Endlich mal wieder mehr Blutspender in Wald-Michelbach

Endlich mal wieder ein Aufwärtstrend. Seit September vergangenen Jahres war die Zahl der Blutspender bei den Aktionen der örtlichen DRK-Bereitschaft kontinuierlich nach unten gegangen. Jetzt wurde der Abwärtstendenz gestoppt und sogar kräftig umgekehrt. 87 Spender, davon vier das erste Mal, fanden den Weg in die Mensa der Eugen-Bachmann-Halle. Diese gute Zahl hatte sich schon zur „Halbzeit“ kurz nach 18 Uhr angekündigt, als bereits 50 Bürger vorbeigekommen waren.
„Das ist um einiges besser“, freute sich Bereitschaftsleiterin Iris Reinhard über die höhere Spenderzahl. Denn im September 2017 fanden nur noch 82 Blutspender den Weg in die Mensa. Im Dezember waren es sogar nur noch 76, im Februar als Negativrekord 69. Der Schnitt ist eigentlich um die 100. Früher, vor ein paar Jahren, kamen noch 130 bis 140 Bürger vorbei, erinnert man sich beim DRK wehmütig.
Wer in früheren Jahren anfing, Blut zu spenden, bleibt in der Regel dabei. Wolfgang Wojcik ist so ein gutes Beispiel. Der wurde jetzt ausgezeichnet, weil er bereits zum 100. Mal einen halben Liter seines Lebenssaftes für andere gab. Gemeindebrandinspektor Peter Capuani ist davon noch acht Spenden entfernt, er war jetzt das 91. Mal dabei. „Die 100 schaffe ich wohl auch im nächsten Jahr noch nicht“, meinte er.
Bereits dreistellig sind auch Klaus Sieber mit 109 oder Rudi Sattler mit 124. Auf den wartet das nächste Mal eine besondere Ehrung, denn die 125 schafft nicht jeder. Außer er heißt vielleicht Georg Maurer aus Affolterbach, der mit seinen 138 Blutspenden schon stramm auf die 150 zugeht. Oder Winfried Schmitt aus Beerfelden, der bereits 130 Mal sein Blut gab.
Altbürgermeister Joachim Kunkel ist als Politrentner wieder ein häufigerer Gast. Denn früher schaffte er es nicht immer zum Blutspenden. Zu oft riefen die beruflichen Pflichten. Gerade im Dezember fiel der Termin aufgrund des Sitzungsmarathons oftmals aus. „Ich habe in der Bundeswehr damit angefangen“, erzählte er. „Blutkonserven werden immer gebraucht“, betont Kunkel. Von ihm gab es jetzt zum 70. Mal eine.
Georg Korfant sieht sich als Feuerwehrmann in einer gewissen Pflicht, anderen mit einer Blutspende zu helfen. „Der Bedarf ist doch immer gegeben“, sagt er, der jetzt zum 29. Mal bei einem Termin war. Der SG-Mann Hans-Georg Hering ist mit seinen 90 Spenden ebenso ein alter Hase wie Rudolf Siefert, der bereits auf 93 kommt. Der hat seinen Sohn Sebastian dazu animiert, der aktuell das vierte Mal bei einem Termin war. Auch Roswitha Ritter spendete schon 90 Mal.
Das ständige Kommen und Gehen setzte sich bis in den Abend hinein fort. Für zehnmalige Spende wurden Wolfgang Jöst, Sandra Beck und Eva Loseke geehrt, auf 65 brachte es Ria Schork, auf 107 Klaus Seils, 90 Mal spendeten Roland Kreuzig und Walter Franz: Die Blutspende lebt also ganz eindeutig von den vielen Mehrfachstspendern, für die es ein Dienst am Nächsten ist, sich regelmäßig einen halben Liter abzapfen zu lassen.
Zwei Ärzte, Mitarbeiter des Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen und um die zehn Helferinnen des örtlichen DRK kümmerten sich um die Menschen, die freiwillig ihren Lebenssaft für andere geben. Als Dankeschön gab’s danach eine Tafel Schokolade und ein kräftigendes Essen. Wie Reinhard sagte, herrsche immer großer Bedarf an Blutkonserven, unabhängig von der Jahreszeit. „Neuspender sind immer willkommen.“ tom

Info: Wer Interesse an einer Mitarbeit im DRK-Ortsverband hat, kann sich bei Bereitschaftsleiterin Iris Reinhard unter Telefon 0160/6777827 oder E-Mail reinhard.iris@online.de melden. Sie betreut auch die Jugendgruppe, bei der weitere interessierte Heranwachsende ebenfalls sehr gerne gesehen werden.

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