Zwölf Biere werden beim Verein Kumm in Mackenheim verkostet

Stimmungsvoll geht es am Samstag, 14. April, in Abtsteinach kleinstem Ortsteil Mackenheim auf Einladung des Vereins „KUMM“ zu. Unter fachkundiger Anleitung des Geopark-Vor-Ort-Begleiters Andreas Arnold werden ab 19 Uhr verschiedene Biersorten verkostet. Anhand von zwölf verschiedenen Biertypen erklärt der gelernte Bierbrauer die Unterschiede und Besonderheiten. Neben Spezialitäten wie Emmer-Bier, Odins Trunk und Rotbier werden auch die klassischen Sorten wie Pils, Hefeweizen und Kölsch verkostet.

Ebenso fehlen Bier aus Island und „Serengeti Palm Beer“ nicht. Abgerundet wird die Verkostung durch Geschichten und Bildern zu den historischen Odenwälder Brauereien. So erfährt der geneigte Zuhörer, wie die Odenwälder Brauer verwandt sind oder was hinter dem sagenhaften König der Bierbrauer steckt. Gerne gibt Arnold auch Tipps, wie selbstgebrautes Bier mit normalen Haushaltsgeräten gelingt. „Es werden jeweils Proben von 0,1 Liter verkostet“, so Arnold. Der Spaß und die Freude am Entdecken stehen also eindeutig im Vordergrund.

Viele der traditionellen hiesigen Brauereien gehen auf Schweizer Einwanderer zurück. So kam auch nach dem Dreißigjährigen Krieg ein Schweizer Schmied namens Ulrich Schönberger in den Odenwald. Er sollte der Urvater der größten regionalen Brauerei werden, Schmucker im Mossautal. Oft wurde das Brauen damals aber auch im Nebenerwerb getätigt. Haupterwerb der Menschen war in früheren Zeiten in aller Regel die Gast- und Landwirtschaft. So ist in einem Schriftstück aus dem Jahre 1895 überliefert, dass der Biervorrat der Mossauer Brauerei nur 600 Liter betrug.

Kurios dabei laut Arnold: Die Familien der Brauereien Schmucker Mossau, Felsenkeller Beerfelden, Schönberger Groß-Biberau und Dörr Michelstadt sind weitläufig verwandt. Lediglich das Erbacher Brauhaus nahm eine Sonderstellung ein. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Deutschland noch etwa 19.000 Brauereien, alleine in Michelstadt gab es Arnold zufolge zu diesem Zeitpunkt 13 Betriebe.

Neben einem reich bebilderten Vortrag zur Geschichte des Bieres wird vom Geopark-vor-Ort-Begleiter auch die Frage geklärt, ob man Bier zu Hause mit gängigen Haushaltgeräten brauen kann und darf. Andreas Arnold erläutert den Gästen, auf was zu achten ist, welche Rohstoffe, Geräte und Temperaturen wichtig sind und was sich hinter Begriffen wie „maischen“, „abläutern“ und „ausschlagen“ verbirgt.

Info: Bierprobe und Vortrag dauern etwa 90 Minuten. Der Eintritt kostet zehn Euro. Der Erlös des Abends kommt der Abtsteinacher Malteser-Jugend zu Gute. Veranstaltungsort ist das Feuerwehrhaus in Mackenheim, Ortstraße 10. Anmeldung ist wegen einer begrenzten Teilnehmerzahl erbeten unter E-Mail a.arnold@kleiderbuegel24.de oder telefonisch unter 06207-5838.

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