Vogelschutzgruppe Ober-Schönmattenwag ist nicht mehr im NABU

Die Vogelschutzgruppe wird in Zukunft nicht mehr Mitglied des NABU sein. Das beschlossen die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung, auch wenn ihnen die Entscheidung nicht leicht fiel. Aber die Satzungsvorgaben des Naturschutzlandes- und Bundesverbands machten den Schritt notwendig, hieß es. Denn sonst müssten alle Mitglieder der Vogelschutzgruppe auch NABU-Mitglieder sein.

Der erste Vorsitzende Wilfried Ruths begrüßte die Anwesenden. Sein besonderer Gruß galt Revierförster Stefan Assmann, der später auch als Wahlleiter fungierte. Kassenführer Holger Groh erläuterte ausführlich Auslöser und Beweggründe für den Antrag zur Satzungsänderung.

Zusammenfassend geht es darum, dass die Vogelschutzgruppe eine Mitgliedschaft zum NABU-Naturschutzbund Deutschland in der Vereinsatzung nicht mehr berücksichtigen möchte. Sie soll ansonsten als eingetragener Verein weiterbestehen. Denn da der überwiegende Teil nicht Mitglied im NABU ist, empfahl der Vorstand, die Angliederung und Mitgliedschaft zu streichen.

Am Ende der Diskussion wurde von mehreren Mitgliedern erwähnt, dass die Situation zwar bedauerlich, die Satzungsänderung aber die einzig sinnvolle und realistische Möglichkeit darstelle, dem Verein eine Zukunft zu bewahren. Bei zwei Enthaltungen fiel die Entscheidung einstimmig.

Wilfried Ruths sagte, dass der Verein aus 67 Mitgliedern besteht. Die Brutergebnisse im vergangenen Jahr bezeichnete er als gut. Insgesamt werden sieben Bezirke betreut. Bei einem Bezirk war wegen des starken Holzeinschlages die Belegung schlecht. Da der Holzeinschlag dort beendet ist, erhofft man sich wieder bessere Brutergebnisse im laufenden Jahr.

Bei der Winterfütterung wurden zehn Zentner Vogelfutter verteilt. Für den Waldlehrpfad wurden zwei neue Schilder angeschafft. Sie sollen in diesem Jahr aufgestellt werden. Kassenführer Holger Groh informierte über einen positiven Bestand.

Kassenprüfer Georg Klos berichtete, dass er mit Joachim Klos die Vereinskasse geprüft habe. Diese befinde sich in einem einwandfreien Zustand. Georg Klos führte die einstimmig erfolgte Entlastung des Vorstands durch. Bei den Neuwahlen sagte Ruths, dass er nur noch für ein Jahr zur Verfügung steht. Er möchte aus gesundheitlichen Gründen nicht für weitere vier Jahre amtieren.

Hans Gärtner erläuterte die Brutergebnisse aus seinem Bezirk. Die Belegung der Nistkästen sei gut bis sehr gut. Erfreulich sei die Entwicklung beim Kleiber zu beobachten. Auch die Rückkehr der Buchfinken in den vergangenen Tagen, vermutlich von der Bergstraße, sei sehr erfreulich. Vermisst werden die Baumläufer und der Gartenrotschwanz. Auch der Grauschnäpper wurde zwar gesichtet, aber es konnte keine Brut nachgewiesen werden. Die Entwicklung des Haussperlings sei stark rückläufig. Die Meisenarten seien stabil. Der Horst der Kolkraben wurde im „verlängerten Hohberg“ entdeckt.

Zum Vorkommen des Schwarzstorches ist laut Gärtner zu vermerken, dass dieser (ein Paar) mehrfach bis einschließlich Juni sowohl im Ellenbachtal als auch im Eiterbachtal gesichtet wurde. Trotzdem konnte der Horst nicht ausgemacht werden. Erstaunlicherweise wurde das Paar ab Juli nicht mehr gesichtet. Die Ursachen hierfür blieben verborgen.

Holger Groh bat die Anwesenden, Meldungen über besondere Vogelbeobachtungen sowie Funde von verletzten und toten Tieren an ihn zu melden, damit er diese in seinem jährlichen Bericht an die staatliche Vogelschutzwarte aufnehmen kann. Im Ausblick auf das Jahr 2018 kündigte Ruths an, dass am 6. Mai wieder die jährliche Vogelstimmen-Wanderung stattfinden soll. Diese wird von Herrn Peter Petermann und Hans Gärtner geführt.

Neuwahlen

Vorsitzender Wilfried Ruths, zweite Vorsitzende Elke Morr-Appelt, Schriftführer Udo Lautenklos, Kassenführer Holger Groh, Kassenprüfer Oliver Jöst und Christof Klos

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