Feuerwehr Scharbach: Nach 13 Haxenfesten ist Schluss, es kommt ein Suppenfest

Nach 13 Haxenfesten wird es in diesem Jahr kein 14. mehr geben. „Großer Aufwand, wenig Einnahmen“, bilanzierte der Feuerwehrvereins-Vorsitzende Waldemar Schmidt auf der Jahreshauptversammlung. Er hatte dazu eingangs die Gäste begrüßt, unter ihnen Gemeindebrandinspektor Timo Lammer und Bürgermeister Markus Röth. Alle Abteilungen berichteten über das vergangene Jahr. Auch Ehrungen und Beförderungen standen auf der Tagesordnung.

In seinem Rückblick ging Schmidt auf die Übergabe eines neuen TSW und eines gebrauchten MTW vor einem Jahr ein. Anfang März hatte auch die Wahl des neuen Gemeindebrandinspektors in Scharbach stattgefunden. Der Vorsitzende dankte in diesem Zusammenhang dem vorherigen Amtsinhaber Heinrich Platzer für dessen offenes Ohr. Nachdem der Verein lange Jahre das Haxenfest durchgeführt hatte, aber 2016 eine negative Bilanz verzeichnete, wagte man es 2017 noch einmal. Allerdings blieb der Erfolg wieder aus, weshalb der Vorstand sich gegen eine Neuauflage entschied. Schmidt dankte allen Helfern in den vergangenen 13 Jahren.

Allerdings legen die Brandschützer nicht „die Hände in den Schoß“. Aus mehreren Vorschlägen kristallisierte sich für den Herbst ein Suppenfest heraus. Das soll in Vereinshaus und Feuerwehrgarage stattfinden, um vom Wetter unabhängig zu sein. Schmidt hoffte, dass die Bevölkerung zahlreich „zum Suppen- und Eintopfessen kommt“. Der Termin soll demnächst bekannt gegeben werden.

Der Vorsitzende beleuchtete die etlichen weiteren Aktivitäten in 2017, so die Teilnahme an der Kerwe oder den Feuerwehrausflug nach Lorsch. Dort ging’s ins Feuerwehr-Museum und später in die Innenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten. Außerdem wurden Grillfeste in Hammelbach und Affolterbach besucht. Im vergangenen Jahr wurde darüber hinaus der Hallenanbau fertiggestellt. Er dankte in diesem Zusammenhang dem Sportverein für die gute Zusammenarbeit.

21 Aktive zählt aktuell die Einsatzabteilung, berichtete Wehrführer Lothar Schmitt, drei Frauen und 18 Männer. Bei 26 Übungen wurden 64 Stunden abgeleitet, sagte er. Er bat um rege Teilnahme an den Übungen, um den Ausbildungsstand halten zu können. Diese finden in der Regel mit der Nachbarwehr Hammelbach statt. Es gab 13 Einsätze, davon ein Kleinbrand und sechs Mal ausgelöste Brandmeldeanlagen, dazu sechs Hilfeleistungen. Die Einsatzzeit betrug etwa 35 Stunden. Die beiden Fahrzeuge seien jetzt ein gutes Jahr im Dienst und „haben sich in Übungen und Einsätzen bewährt“.

Der scheidende Jugendwart Dennis Reim sprach von 84 Stunden zur feuerwehrtechnischen Ausbildung und 62 Stunden zur allgemeinen Jugendarbeit, die im vergangenen Jahr geleistet wurden. Zurzeit besteht die Jugendabteilung aus vier Jungs. Die Übungen wurden zusammen mit den anderen Jugendwehren der Gemeinde abgehalten. Er erwähnte die Teilnahme am Kreisjugendzeltlager in Viernheim, die Jugendsammelwoche, die Weihnachtsfeier und die Christbaum-Sammelaktion.

Markus Röth hatte zusammen mit Jörg Quick die Kasse geprüft und bestätigte die einwandfreie Führung. Es folgte die einhellige Entlastung des Gesamtvorstands. Die Zahl der Atemschutzgeräteträger ist durch Lehrgangsteilnahme leicht angestiegen. Allerdings fehlen bei einigen die notwendige ärztliche Untersuchung und jährliche Streckenbegehung. Roland Bauer bat diese nachzuholen, denn „ohne Atemschutzträger ist fast kein Einsatz abzuarbeiten“.

Ehrungen, Wahlen und Beförderungen

Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Klaus Falter mit dem goldenen Brandschutz-Ehrenabzeichen am Bande geehrt.

Für 50 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr erhielt Dieter Hübner eine Ehrung des Verbands.

Dennis Reim wurde zum Oberlöschmeister befördert.

Für die meisten Übungsbesuche erhielten Dennis Reim, Tobias Schmidt und Michel Schmitt ein Präsent.

Zum Beisitzer wurde Dennis Reim, zum Jugendwart Tobias Schmidt (Stellvertreter Michael Schmitt),  zu Kassenprüfern Markus Röth und Matthias Forell einstimmig gewählt.

Bild von links nach rechts:

Lothar Schmitt (Wehrführer), Timo Lammer (GBI), Hannelore Hübner, Hans-Günther Frömmel (KBM a.D.), Dieter Hübner (50 Jahre FFW), Michel Schmitt, Waldemar Schmidt (1. Vorsitzender), Dennis Reim (2. stellv. GBI), Klaus Falter (40 Jahre FFW, Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande), Markus Röth (BGM

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