Die „Irish Voices“ stehen in den Startlöchern für die neue Konzertsaison im Odenwald

Wenn die Natur in Deutschland erwacht, dann sprießen auch wieder die musikalischen Knospen von der „Grünen Insel“. Wobei die „Irish Voices“ beileibe nicht im Winterschlaf waren, sondern seit vergangenem Herbst kräftig an neuen Songs feilten. Die gibt es am Vorabend des St. Patrick’s Day erstmals in Mörlenbach zu hören, ehe dann im April das Jahresprogramm startet. Die ersten Auftritte der Irish-Folk-Gruppe aus dem Odenwald mit vielen neuen Songs und Tunes sind bereits unter Dach und Fach.

Die Konzerte der „Irish Voices“ versprühen immer gute Laune und sind prädestiniert für unterhaltsame Abende, bei dem das Flair der Grünen Insel mit jeder Faser zu spüren ist. Die Gruppe setzt bewusst nicht auf die irischen „Folk-Schlager“, wie sie hoch unter runter laufen, sondern will die ungefilterte Pub-Atmosphäre rüberbringen. Seit nunmehr 15 Jahren touren die Musiker mit ständig verändertem Programm. Sie wollten eigentlich alle niemals in einer Band auftreten, aber es hat sich durch ihre Liebe zur traditionellen irischen Musik „alles so ergeben“.

Zunächst waren Johanna Boch und Siggi Winkler als Duett auf privaten Feten und später auch öffentlich unterwegs. Dann wurden sie mit Simone Köhler zu einem Trio, später mit Friederike Hornauer zum Quartett. Im vergangenen Jahr musste Johanna Boch ihre Musikerfreunde aus gesundheitlichen Gründen verlassen, seitdem sind diese wieder als Trio unterwegs: musikalisch gereift, mit altem Konzept, aber neuen Ideen und immer wieder neuen Songs.

Ihre Musikrichtung definieren die Drei als „Traditional Irish“ – nicht immer, aber überwiegend. Dafür stehen die traditionellen Instrumente Geige, Gitarre, Gitarrenbanjo, Bodhran, (Tin) Whistle, Viola, Querflöte und natürlich die Stimmbänder. „Keyboard, Schlagzeug und andere zeitgemäß opportune Instrumente sind bei uns nicht zu erwarten“, betont Simone Köhler.

Mit inzwischen über 200 Songs und Tunes ist die Auswahl für ihre (O-Ton) „Konzertchen“ immer eine „Qual der Wahl“, schmunzelt Siggi Winkler. Aber es werden jedes Jahr über Winter weiterhin neue Songs eingeübt. „The long run“, „Farewell to the Rhonda“, „The water is wide”, „Treat me doughter kindly”, „Any town in Ireland” oder „The working man“ sind einige der „neuen Lieder”. Teils sind sie populär, teils aber auch nur als „Local Songs” in Irland bekannt.

Für Abwechslung sorgen immer einige eingestreute Ourewäller Mundartsongs, die überwiegend aus eigener Feder stammen. Die „Irish Voices“ wollen ihre regionalen Auftritte in diesem Jahr auf zehn begrenzen. Davon sind sieben öffentlich. Auf der Agenda stehen im Frühjahr zunächst zwei Konzerte: Saisoneröffnung ist am Vorabend des „St. Patrick‘s Day“ am Freitag, 16. März, um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim Mörlenbach. Hierzu wird als „Schmankerl“ eine Fotoshow mit 1000 Bildern aus Irland vorbereitet.

Das eigentliche Premierenkonzert findet am Samstag, 14. April, in Weiher um 20 Uhr im Landgasthof „Zur Mühle“ statt. Vorreservierungen sind hierzu unter Telefon 06209-1634 zweckmäßig. Es folgen später Auftritte in Zotzenbach (Museum Rotes Haus, 3. Juni) und Birkenau (Bistro Toskana, 17. Juni). Ende September tritt das Trio traditionell im Nibelungencafé des Hotels Gassbachtal in Gras-Ellenbach auf.

Ihre Inspirationen bezieht die Irish-Folk-Gruppe oft an einer irischen Musikschule, bei der die Mitglieder seit Jahren regelmäßige Gäste sind. „Stillstand ist Rückschritt“, erklären Simone Köhler und Friederike Hornauer immer wieder. Daher gehören auch wiederkehrende musikalische Exkursionen auf die Grüne Insel zum „Pflichtprogramm“. Siggi Winkler kam erst vor wenigen Tagen von seinem 21. Aufenthalt aus Dublin zurück. Dort besuchte er ein Folkfestival und gewann die Erkenntnis, dass sich die Musikszene in Irland weiter verändert hat.

Dublin ist aber nicht Irland. Besonders in der Provinz kann man das echte Irland erleben, während sich Dublin mit der Zeit multikulturell entwickelt hat. Aber die Tradition lebt auch dort weiter, was der Weiherer bei einer Session an einer Musikschule in Dublin selbst erlebte. Es gibt viele junge, begabte Musiker. Das „Trinity College“ mit seinen über 1000 Schülern sowie zahlreiche Musikschulen in der Stadt und auf dem Lande sind die „Brutstätte“ dafür.

Info: Das komplette Programm zusammen mit den Auftrittsorten kann unter http://the-irish-voices.chapso.de eingesehen werden.

Advertisements