Immer noch fehlen beim OWK Affolterbach die Vorstandsmitglieder

So langsam wird’s eng. Seit Jahren mahnt OWK-Vorsitzender Hansjörg Heimburger, dass die Vorstandsarbeit auf mehr Schultern verteilt werden muss. Seit Jahren tut sich aber nichts. Im vergangenen Jahr setzte er dann eine Frist von 36 Monaten, nach der sich mehr Aktive gefunden haben müssen, damit es weitergeht. Auf der aktuellen Versammlung im „Lamm“ konnte Heimburger aber keine Besserung für die Ortsgruppe des Odenwaldklubs vermelden.

„Der OWK kann nur dann überleben, wenn sich kurzfristig etwas ändert“, zitierte sich der Vorsitzende selbst aus seinem letztjährigen Bericht. Eben nur wenn in Affolterbach Akzeptanz und Bereitschaft da seien, an den Aktivitäten teilzunehmen und auch die Führung des Vereins zu übernehmen. In den kommenden drei Jahren würden die Weichen gestellt, meinte er damals. „Eines ist schon vorbei“, so Heimburger jetzt. Da in der Vergangenheit jegliche Bemühungen gescheitert sind, „droht nach der laufenden Wahlperiode der Kollaps des Vereins“. Für die Nachwahlen im Bereich Kommunikation und Wanderwarte habe sich trotz intensiver Bemühungen niemand zur Kandidatur bereit erklärt.

Schriftführerin Marion Höhn sagte, dass sich der Mitgliederstand zum Jahresende 2017 auf 153 Personen belief. Es gab sechs Neueintritte, zwei Sterbefälle und neun Austritte. 2018 konnte man bereits zwei Neueintritte verzeichnen. Hüttenwart Markus Höhn bedauerte, dass das „Ostereier-Werfen“ durch das schlechte Wetter ziemlich ins Wasser fiel. Beim Hüttenfest waren Resonanz und Stimmung hervorragend, freute er sich jedoch. Etwa 400 Gäste genossen einen wunderschönen entspannten Tag in idyllischer Umgebung und wurden kulinarisch sehr gut versorgt.

Bereits im Vorfeld wurden bei zwei Arbeitseinsätzen die Schutzhütte (Erneuerung des Schutzanstriches, Dachreinigung) sowie die Außenanlage (Reinigung, Mäharbeiten) gepflegt. Beim Adventsmarkt war der OWK mit einer Hütte und Verpflegung sowie selbstgemachten Plätzchen, Stollen und Pralinen vertreten.

Naturschutzwart Peter Assig erwähnte Pflege und Umgestaltung des Platzes rund um die Rainer-Türk-Hütte unter naturkundlichen Aspekten. Zielsetzung war, geeignete Bäume, Büsche, Sträucher und Hecken anzupflanzen, Nistmöglichkeiten anzubieten, um den vor dem Aussterben bedrohten Insekten/Wildbienen eine Nahrungsgrundlage zum Überleben zu bieten. Außerdem stand die Verschönerung des Bereichs als Entspannungs- und Rastmöglichkeit für Wanderer im Mittelpunkt.

Hansjörg Heimburger trug in Vertretung den Bericht von Schatzmeisterin Renate Sattler den Kassenbericht vor. 2017 war wieder ein positives Jahr, vermeldete er. Karl Heldmann und Reinhold Sattler führten die Kassenprüfung durch und bestätigten die vorgelegten Dokumentationen. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Die Homepage ist Heimburger zufolge die wichtigste Informationsquelle für Mitglieder, Freunde und Gastwanderer. Im Nachgang werden die Wanderungen in der Bildergalerie zum Nacherleben für die Daheimgebliebenen nachbearbeitet. Neben dem Bereich Kommunikation betreut Heimburger kommissarisch auch den Wanderwart-Posten.

2017 wurden insgesamt 32 (Vorjahr 38) Aktivitäten mit 733 (950) Teilnehmern durchgeführt, erläuterte er hier. Sechs Halbtages-, 18 Tageswanderungen, 5 Extra-Touren, je eine Mehrtages-, Rad- und Motorradtour standen auf dem Programm. Die Mehrtagestour mit 34 Mitgliedern fand in der Osteifel statt.

80 Mitglieder nahmen an den OWK-Aktivitäten mindestens einmal teil. 42 Teilnehmer erreichten die Mindestpunktzahl von zehn Punkten. Die notwendigen 200 Kilometer fürs Deutsche Wanderabzeichen erreichten 16 Mitglieder, die höchste km-Zahl in 2017 betrug 363. In seinem Bericht als Vorsitzender hob Hansjörg Heimburger das Hüttenfest besonders hervor. „Es war wieder ein rundum erfolgreiches, abwechslungsreiches, arbeitsreiches Jahr mit vielen Höhepunkten“, bilanzierte er.

Für den turnusmäßig ausscheidenden Rechnungsprüfer Karl Heldmann wurde einstimmig Heinz Trautmann gewählt. Hermann Filip, Tromm-Bezirksvorsitzenden des Odenwaldklubs, übermittelte Grüße und wünschte ein gutes Gelingen bei der Umsetzung des neuen Wanderplans und bei den vielfältigen Aktivitäten der Ortsgruppe.

 

 

Ehrungen OWK Affolterbach

55 Jahre Gertrud Michel, 25 Jahre Ute Gölz, zehn Jahre Heide und Manfred Haneke, Agnes Heilmann, Olga und Helmut Kabel,   Wolfgang Krause, Dieter Luley, Karl-Theo Reichert, Jürgen Schelhaas, Marlene und Winfried Schröder,            Monika und Helmut Zander

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