Mehr als vier Stunden heiße Party mit Xtreme in Affolterbach

„Wir sind wieder sehr zufrieden.“ Das „Xtreme“-Konzert ist für den SV Affolterbach immer eine feste Bank im Veranstaltungskalender, weiß Mitorganisator Steffen Gölz. Zum wiederholten Mal hatte der SVA zur großen Party in den Winterferien eingeladen, zum wiederholten Mal durfte er sich über großen Zuspruch freuen. Es war wieder die Coverpartyband „Xtreme“ aus dem Mosbacher Raum, die mit den knapp 450 Fans in der Peter-Heckmann-Halle eine heiße, vierstündige Party bis tief in die Nacht feierte.

Dieses Mal hatte die Gruppe ein besonderes Schmankerl für die Fans aus dem Überwald parat: Mit Sascha Fischer stand ein Wählemer am Mikro, der in der Region musikalisch bekannt ist wie ein bunter Hund ist. Für ihn bedeutete die Veranstaltung quasi ein Dejà-vu und „Back to the roots“. Denn exakt vor fünf Jahren gab er an selber Stelle das Abschiedskonzert mit seiner damaligen Band „NeRo“.

Seit Sommer ist Fischer festes Bandmitglied bei Xtreme. Er teilt sich den Sängerjob mit Mario Schmelcher. Der Wählemer hatte bereits 2016 einmal bei der Truppe ausgeholfen und dann wieder im Frühjahr ein paar Mal. „Dann fragte mich die Band, ob ich mir vorstellen könnte, mich mit Mario abzuwechseln.“ Das konnte er. Denn das „sind super Leute“, lobt der Sänger. Es gibt es ein durchdachtes Programm mit guten Showelementen und passendem Licht.

„Es macht schon Spaß, in einer großen Band mit fetter Bühne zu singen“, trauerte er wenig der NeRo-Zeit nach – auch wenn seine ehemalige Gruppe bereits zwei Mal auf der Hammelbacher Kerwe ein umjubeltes Revival feierte. „Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann“, so Fischer. Mit Jenny Daniele und Lukas Baum „gemeinsam an der Front passt es sehr gut“, spielen sich die drei Leute an den Mikros gegenseitig die Bälle zu.

„Es lief alles super“, äußerte sich Fördervereins-Vorsitzender Jörg Rettig „sehr zufrieden“ über den Verlauf. Schon von Anfang an tanzte das Publikum kräftig zu den Songs mit. Zum Schluss hin „war wirklich jeder in Bewegung“. Vom Anfang bis zum Ende war die Halle voll. Keiner machte vor 3 Uhr Uhr schlapp, als das Licht wieder anging. SV und Gäste waren gleichermaßen zufrieden.

Benedikt Weiß am Schlagzeug, Björn Buhl am Bass, Bastian Ludäscher an der Gitarre und Johannes Böhm am Keyboard sorgten für den druckvollen Sound bei den einzelnen Songs. Natürlich hatte die Band ihr Publikum voll im Griff. Mitmachaktionen, Fotos von der Bühne herab oder ein großer, 450-köpfiger Chor sind da schon Standard. „I love Rock’n’Roll“, „Ein Kompliment“ oder „I want it all“ im ersten Set verdeutlichten ebenso wie „Westerland“, „Barbie Girl“ oder dem „Schrei nach Liebe“ im zweiten, dass die Gruppe vor keinem Genre halt macht.

Zusammen mit rasanten Outfitwechseln wurde die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt – egal ob das aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Welle oder deutsche Schlager. „Wake me up“ von Wham oder der „Summer of 69“ von Bryan Adams hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Wolfgang-Petry-, Ed-Sheeran-, Bayern-, Dance- oder 90er-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten, Helene Fischer, Nena oder den Sportfreunden Stiller.

Schon seit 17 Jahren lädt der SV zum alljährlichen Party-Ausklang der Weihnachtszeit ein. Bis 2012 rockte die Band „NeRo“ mit schöner Regelmäßigkeit die Veranstaltung. Sie verabschiedete sich mit einem grandiosen Abschiedskonzert anlässlich der Bandauflösung vor fünf Jahren und gab den Stab weiter an „Xtreme“, die seitdem den Überwald begeistern. Ein Ende der Sause ist nicht in Sicht, denn der Zuspruch der Altersgruppe zwischen 20 und 30 ist ungebrochen. Mit dem „Muttizettel“ sind auch etliche unter 18 Jahren schon dabei. Wobei auch einige aus der Generation 30+ auf dem Konzert waren.

Die Party hat sich inzwischen so etabliert, dass jedes Jahr zahlreiche Stammgäste beim SV vorbeischauen. Die wissen, dass sie dort gute Musik zu hören bekommen, eine perfekte Party-Mischung – und damit eine schöne Abwechslung zu den eher besinnlichen Festen vorfinden, die sonst rund um Weihnachten und Neujahr in den Ferien stattfinden.

Für den SVA bedeutete die Veranstaltung einen Großeinsatz. Rund um die Veranstaltung waren um die 40 Leute im Einsatz, Karten- und Getränkeverkauf sowie Wareneinkauf mitgerechnet. Dazu kamen noch Auf- und Abbau. Eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch den guten Zusammenhalt im Verein möglich wird. In all der Zeit hat man beim SV nur gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn natürlich ein paar Security-Leute am Eingang stehen, „lief alles friedlich ab“.

Bildquelle: @Xtreme

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