Julian Rettig und Heiko Schmidt wollen die zweite Mannschaft der KSG Mitlechtern zurück in die Erfolgsspur führen

Die KSG II zur Winterpause auf dem vorletzten Platz der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C: „Wir hatten als Verein das Gefühl, dass es so nicht mehr funktionieren würde“, sagt Spielausschussvorsitzender Achim Tremper. In einem offenen, konstruktiven Gespräch kam der Vorstand mit dem bisherigen Spielertrainer Manuel Seberkste in beiderseitigem Einvernehmen zum Entschluss, die Zusammenarbeit zu beenden. In der Winterpause übernahmen die beiden KSG-Akteure Julian Rettig und Heiko Schmidt für den Rest der Rückrunde das Traineramt. Beide gaben auch schon für die Saison 18/19 ihre Zusage – unabhängig von der Klassenzugehörigkeit.

Der KSG-Vorsitzende Berthold Becker freut sich, dass die zwei Eigengewächse als favorisierte interne Lösung das Traineramt und somit die Verantwortung in einer schwierigen Phase übernehmen. Man erhofft sich so, eine nachhaltige Lösung für den Verein gefunden zu haben. Das Trainerduo ist davon überzeugt, mit einer begeisterungsfähigen Mannschaft und der nötigen Disziplin eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen, um so den drohenden Abstieg zu vermeiden. Angepeilt wird das gesicherte Mittelfeld. Zur Elf wird auch Seberkste gehören, der dem Verein weiterhin als Spieler zur Verfügung steht.

Torwarttrainer Nino Babic verlängerte bereits ebenfalls für die kommende Spielzeit. Zusammen mit den beiden Erstmannschaftstrainern Özcan Sahin und Simon Eckert ist das Trainerteam komplett und für die Zukunft gut aufgestellt. Beide werden auch ihre Kollegen von der 1b tatkräftig unterstützen. „Es ist gut, dass jetzt frischer Wind reinkommt“, betont Tremper. So wie es bisher war, „konnten wir es nicht mehr laufen lassen“. Die Trainingsbeteiligung und Motivation ließen stark zu wünschen übrig. „Die Spielerdecke wurde immer dünner.“

Durch den Wechsel im Traineramt „hoffen wir auf ein Aufbäumen und eine neue Motivation“, erläutert der Spielausschussvorsitzende. Der Vereinsvorstand sprach bereits mit der Elf und verdeutlichte den Ernst der Lage. Zusätzlich soll in der Winterpause der eine oder andere Akteur reaktiviert werden, der bisher pausierte. Zu- oder Abgänge wird es laut Tremper keine geben. Bei den Schichtarbeitern will man erreichen, dass sie zumindest einmal in der Woche am Training teilnehmen und am Sonntag auf dem Platz stehen. Die bisherigen Verletzten nehmen zur Rückrunde das Training wieder auf.

„Die Mannschaft hat ein gutes Potenzial“, weiß Tremper. Mit Schmidt und Rettig hofft der Verein, dieses wieder reaktivieren zu können. „Die haben als langjährige KSG-Spieler vielleicht einen anderen, besseren Zugang zur Mannschaft“, hofft er. Denn es gibt einiges zu tun. Der Pressewart nennt das Defensivverhalten als „großen wunden Punkt“. Hinten stand die zweite Mannschaft nicht gut. „Wir haben uns zu viel in die Hütte reindonnern lassen.“ Zu einem Erfolg gehört aber auch das Tore schießen, woran es ebenfalls haperte. Inzwischen ist der erste Nichtabstiegsplatz bereits neun Punkte entfernt. Elf Spiele hat die KSG II im Rest der Runde noch zu bestreiten.

Um eine eingeschworene Truppe zu formen, die dann wieder den Anschluss ans Mittelfeld findet, sieht er die beiden Trainer als sehr geeignet an. „Wir setzen auf die Veränderung und schauen, dass es hinhaut“, so Tremper. Damit es besser werden kann, muss man erst einmal etwas ändern, sagt er. Während Heiko Schmidt auf dem Platz mit ins Geschehen eingreift, wird Julian Rettig von der Außenlinie her dirigieren. „Das ist stimmig“, freut sich Tremper.

Eine Turnierteilnahme ist in der Winterpause nicht geplant. Ein paar Vorbereitungsspiele will die KSG II noch absolvieren, bevor am 25. Februar das Nachholspiel gegen die SG Riedrode II stattfindet. Keine einfache Aufgabe, aber gegen den Tabellenneunten sollte was Zählbares her, um wieder auf die Erfolgsspur zu kommen. Der gemeinsame Trainingsauftakt findet deshalb auch bereits eine Woche früher am 21. Januar statt.

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