Mit fetzigen Songs gegen Kälte und Regen: Thousand Years Later bei der Aschbacher Straßenfastnacht

Nach dem Wald-Michelbacher Rathaussturm der „Hussmouge“ wurde groß weiter gefeiert. Wegen Kälte und Regen verlegte man die Straßenfastnacht kurzerhand in die Aschbacher Mehrzweckhalle. Eine sehr gute Entscheidung. Die Fastnachter waren mehr als zufrieden mit dem Abend. Ab 18.11 Uhr sorgte bis Mitternacht die Band „Thousand Years Later“ mit Mitgliedern aus Aschbach, Schönmattenwag und Abtsteinach wie schon in den Vorjahren durch ihr abwechslungsreiches Programm für mächtig Stimmung und Hitze. Das war auch bitter nötig, denn das Wetter auf dem Hinweg ging durch Mark und Bein.

Timo Walter, Tobias Walter, Sven Dörsam, Benedikt Breitwieser, Benedikt Staat und Katharina Zink sowie Janina Becker aus Unter-Abtsteinach (Keyboards) spielten aktuelle Hits aus Rock und Pop, dazu Schlager und echte Klassiker. So gab’s Songs von den Ärzten, Westernhagen, Journey, Melissa Etheridge, Bon Jovi, Lady Gaga, Prince, Abba, Tina Turner, Robbie Williams, Kings of Leon und anderen zu hören.

Knapp 60 Songs umfasste an dem Abend die TYL-Setliste, das Repertoire hat noch viel mehr Songs in petto. Während des ersten Sets füllte sich die Halle langsam aber sicher immer mehr. Nach und nach, eine Stunde nach Beginn, sammelten sich die Zuschauer an den Stehtischen vor der Bühne. Während des zweiten Sets wurde es merklich voller, der Stimmungspegel ging in die Höhe. In bekannter Qualität und bewährter Manier brachten die sieben Musiker ihre Songs rockig-fetzig rüber, egal ob das Original schon so angelegt war.

Mit Sven Dörsams Gitarrenriffs wurde so aus manchem deutschen Schlager schnell mal ein Abgeh-Song, dem man den Ursprung kaum noch anmerkte. „Verdamm ich lieb dich“ oder „Waterloo“ gewannen dabei eine ganz neue Qualität. Mit lässigen Posen und guten Sound ging der Gitarrist zu Werke und machte aus so mancher Schmonzette ein hörenswertes Lied. Dass ihm die Riffs dabei gut aus den Fingern flossen, trug zum guten musikalischen Gesamteindruck bei.

Gesanglich spielten sich Timo Walter und Katharina Zink die Bälle zu. Nach der Pause gab’s dann ein zuerst wenig Kontrastprogramm, nachdem im ersten Set ein paar rockige Songs dabei waren. Danach schlug aber die Stunde des Schlagers. „Tür an Tür mit Alice“ oder „Barfuß im Regen“ knallten durch die Menge. „Ham kummst“ oder „Türlich türlich“ waren ebenfalls einige Songs aus der Schublade „Schon oft gehört und immer wieder gut“.

Zu der Coverband aus dem Überwald gehören auch noch Tobias Walter (Gesang), Benedikt Breitwieser (Bass) und Benedikt Staat (Drums). „99 Luftballon“ von Nena, „Major Tom“ von Peter Schilling oder „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews durften nicht fehlen. „Bed of Roses“ von Bon Jovi, „I love Rock’n’Roll“ von Joan Jett oder „Purple Rain“ von Prince standen für die etwas härtere Gangart des Programms, das bis nach Mitternacht für gute Laune sorgte.

Eingeleitet wurde jeder Set mit dem Narrhalla-Marsch. Zum Schluss hin ging’s weit zurück in die „Neue Deutsche Welle“. Peter Schillings „Major Tom“, der „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang, aber auch „Über sieben Brücken“, bekannt geworden durch Peter Maffay, sorgten für gewaltige Stimmung unter den Besuchern. Ganz zum Ende hin packte die Band dann nochmal ihre rockige Seite aus: Tina Turner „Simply the best“ läutete das Finale ein, das mit „Angels“ abgeschlossen wurde.

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