„Irish Voices“ machen am 28. Oktober Station im „Grünen Baum“ Buchklingen

Der letzte Auftritt in diesem Jahr steht an. Das Folk-Trio „Irish Voices“ gastiert am Samstag, 28. Oktober, um 19 Uhr im „Grünen Baum“ in Buchklingen. Traditionell bildet diese Station den Abschluss mit dem aktuellen Programm, bevor es dann im April 2018 mit neuen, über den Winter erarbeiteten Stücken, wieder losgeht. Die Folkmusiker aus den Odenwald sind mittlerweile nur noch als Trio unterwegs, nachdem ein langjähriges Mitglied wegen einer Erkrankung aussteigen musste.

Mit den klassischen Instrumenten Gitarre, Fiddle, Whistle, Querflöte, Bodhran sowie den Stimmbändern dürfen die Gäste wieder eindrucksvolle irische Pubsongs, Balladen und Tunes erwarten – mal stimmungsvoll leise, mal etwas lauter. Kein Lied ist einfach „gecovert“. Die „Irish Voices“ machen immer ihr eigenes Arrangement. Dazu kommen einige Eigenkompositionen. Sehr beliebt sind auch die Mundartsongs mit weniger ernsten Inhalten.

„Viele unserer Songs sind sehr alt, haben ihren Ursprung im 18. und 19. Jahrhundert“, sagt Siggi Winkler. Die „Dubliners“ hätten es geschafft, die Folk-Musik auch in Deutschland populär zu machen. Auch wenn die Musiker schon tot sind, lebt ihre Musik weiter. „Wir haben einige Titel von ihnen heute im Gepäck“. Das Pub ist immer noch der kulturelle Mittelpunkt der Iren auf dem Lande, weiß der große Irland-Fan. Bereits seit 1759 wird in Dublin das Guinness gebraut. Dieses Getränk und die Musik sind in den Pubs untrennbar miteinander verbunden und sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre. „Von diesem Spirit haben wir etwas dabei“, verspricht der Weiherer.

Simone Köhler, Siggi Winkler und Friederike Hornauer nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit sowie die irische und schottische Geschichte. Mal melancholisch und tieftraurig, mal lebenslustig, vor Freude sprühend, sind die vielen Songs, die sie an diesem Abend darbieten. Und dabei die Kunst der Iren und Schotten verdeutlichen, jeder Katastrophe musikalisch noch etwas abzugewinnen, sie auf diese Weise zu verarbeiten.

Die „Hills of Connemara“, der Pub-Song „When the Old Dun Cow cought fire“ oder „God save Ireland“, die inoffizielle Nationalhymne von 1867, machen Lust auf mehr. Abgerundet werden solche „Gassenhauer“ von einer ruhigen Ballade wie „Caledonia“ über die verlorene Heimat Schottland. Pub und Kirche prägten die irische Geschichte, viele der Auseinandersetzungen in der Vergangenheit hatten kirchliche, religiöse Hintergründe.

Die Iren suchten einen Ausgleich für ihr hartes Leben, für ihre zahlreichen Konflikte, für die bittere Not nach Missernten, Kartoffelfäule, Pest, Not oder Auswanderung als letztes Mittel um zu überleben. Die tragischsten Balladen werden dabei so rübergebracht, „dass es einem eiskalt über den Rücken läuft“, so Winkler. Ein Beispiel: der Song „Old triangle“.

Info: „Irish Voices“ im „Grünen Baum“ Birkenau-Buchklingen am Samstag, 28. Oktober, um 19 Uhr. Vorreservierungen unter Telefon 06201/21153

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