Die Hammelbacher Feuerwehr fährt beim Grillfest immer kräftig auf

Das Grillfest der Feuerwehr brennt nie auf Sparflamme. Denn wenn die Brandschützer zu dieser Traditions-Veranstaltung ans Feuerwehrgerätehaus rufen, lodert nicht nur ein kleines Feuerchen, sondern sie fahren kräftig auf. Das müssen sie auch, denn an den beiden Festtagen haben sie jedes Mal volles Haus. Wenn sich das Wetter wie am vergangenen Wochenende von der besten Seite zeigt, umso mehr. Dann sind schon bald nach Beginn am Samstagabend die Plätze der Sitzgarnituren gut frequentiert.

Nicht nur die Einheimischen, sondern auch viele Campinggäste schauen vorbei und lassen sich gerne von den Floriansjüngern bewirten. Dazu kommen zahlreiche Mitglieder befreundeter Wehren. Besonders freute man sich, dass diesmal die Wald-Michelbacher gleich zwei Mal vorbeischauten. Einmal nach ihrer Übung am Samstag, ein zweites Mal am Sonntag zum Frühschoppen. Örtliche Vereine bieten auch gerne ihre helfende Hand.

Über 20 Aktive und nochmal zehn Frauen oder Freundinnen helfen laut Wehrführer Marco Stein schon zwei Tage vorher mit, wenn der Aufbau ansteht oder wenn das Kuchen backen ansteht. Denn das große Zelt, der Barbetrieb, Bierwagen und Essenstheke wollen erstmal aufgestellt sein. Für die Feuerwehrleute ist das Grillfest neben der Teilnahme am Hammelbacher Straßenfest der zweite große jährliche Event.

Die erfolgreiche eingeführte Cocktailbar, an der zum Beispiel Mojito, Tequila Sunrise und der alkoholfreie San Francisco frisch zubereitet werden, fand diesmal eine Wiederholung. Ebenfalls wieder gelungen, wie der weit in die Nacht zum Sonntag hineinreichende Barbetrieb zeigte. Erst um 5 Uhr in der Früh gingen die letzten nach Hause. Aber natürlich floss auch der Gerstensaft in Strömen. Neben den fleischlichen Genüssen wie Steak und Wurst ist eine Spezialität der Flammkuchen auch in vegetarischer Ausführung.

Besichtigt werden konnten darüber hinaus die beiden Fahrzeuge der Hammelbacher Wehr. Einmal der Gerätewagen, zum anderen das LF 10 KATS mit einem 1200-Liter-Tank, das seit 2014 im Dienst der Brandschützer steht. Mit ihm könne man in der Theorie bei Katastrophenfällen auch überörtlich angefordert werden, sagte Stein. Eine Besatzung von neun Mann ist gerüstet für technische Hilfeleistung und Brandeinsätze. Das Fahrzeug sei quasi „eine fahrende Werkstatt“, so der Kommandant. Zum anderen der Pritschen-/Gerätewagen, den der Feuerwehrverein finanzierte.

Mit der Fahrzeugschau geht die Feuerwehr auch etwas auf Nachwuchsschau. Derzeit sind sechs Jugendliche in ihren Reihen aktiv. „Es könnten natürlich mehr sein“, schmunzelt Stein. Interessierte zwischen zehn und 18 Jahren sind jeden Montag ab 18 Uhr gerne bei den Floriansjüngern willkommen. Aber auch Erwachsene für die Einsatzabteilung. „Wir treffen uns 14-täglich immer donnerstags“, erläuterte der Wehrführer.

Für Musik sorgten dieses Mal „Vocal Design“ mit Siggi und Babs. Er aus Biblis, sie aus Fürth, brachten am Samstagabend Stimmung in die Bude. Gespielt wurde alles, was Spaß macht: Oldies, Schlager, Popsongs, Chartstürmer und Hitparadenmusik hoch und runter. Trotz des langen Abends war der Frühschoppen am nächsten Tag wieder sehr gut frequentiert. Steins Dank ging auch an Anwohner und Ortsbevölkerung für die fortwährende Unterstützung durch den Besuch des Grillfestes.

Fürs kommende Jahr sind die Planungen bereits angelaufen. Denn dann stehen gleich zwei Jubiläen ins Haus: 125 Jahre Einsatzabteilung und 50 Jahre Jugendfeuerwehr werden beim Grillfest gefeiert. Beides soll mit einem Aktionstag am ersten August-Wochenende begangen werden. An verschiedenen Stationen entlang des Weschnitzquellenwegs wird es für Kinder und Jugendlich viel Spiel und Spaß geben. Brandhaus, Rauchzelt oder Kistenstapeln sind nur einige der angedachten Aktionen. Außerdem ist laut Marco Stein in diesem Bereich ebenfalls eine Fahrzeugausstellung in großem Umfang geplant, unter anderem mit einer Drehleiter.

Schon in diesem Jahr, im Oktober und November, wird der Gemeinschaftsraum im Gerätehaus ein neues Outfit erhalten. Denn er ist ziemlich in die Jahre gekommen. Mit viel Eigenleistung steht die Erneuerung von Boden, Elektrik oder Küche an. „Es soll gemütlich werden“, kündigt Stein an. Die benötigten Gelder sollen über Zuschüsse fließen.

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