Gras-Ellenbacher Heimatbühne betritt mit dem Thriller „Flammender Zorn“ ein spannendes Neuland

Nach vielen Jahren mit Komödien betritt die Heimatbühne in dieser Saison spannendes Neuland. Ein „Gras-Ellenbach-Thriller“ unterhält die Zuschauer ab dem 6. Oktober in vorerst acht geplanten Aufführungen. „Flammender Zorn“ hat Regisseur Lothar Clade den Krimi in drei Akten von Bernhard Hank Höfellner mit dem Originaltitel „Besessen“ getauft. „Spannung bis zum Schluss ist garantiert“, verspricht Clade, der den Regiestuhl in diesem Jahr von Hedi Jährling übernommen hat.

Am Anfang stand ein gemeinsames Brainstorming: „Wie viele und welche Schauspieler stehen zur Verfügung“, lautete die erste Bestandsaufnahme. Zusammen mit den übrigen vier Akteuren ging es dann an die Stückauswahl. Clade hatte dem Team verschiedene Themen vorgeschlagen. Der Thriller hatte es ihm dabei besonders angetan. Die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich erst im dritten Akt zusammen. „Das Ende hat mich überrascht, deshalb spielen wir das Stück“, schmunzelt er. Wobei die Entscheidung einmütig fiel.

„Ich wollte nicht wieder eine Komödie wie in den vergangenen 30 Jahren bieten“, betont der neue Regisseur. Vom Krimi „war ich von Anfang an begeistert“, so Clade. „Er passt zu mir und meiner Art – etwas Außergewöhnliches“, lacht er. Seine eigene Begeisterung habe er an die Mitspieler weitergegeben. Im Mai starteten die Leseproben, wobei auch gleichzeitig schon die jeweiligen Positionen eingeübt wurden. Nach der Urlaubspause geht es dann auf der Bühne unter Live-Bedingungen weiter. Gleichzeitig beginnen auch die Stellproben.

Vier Rollen sind im Original vorgegeben, die von Lothar Clade, Ann-Marie Teichert, Andreas Willutzki und Elke Willutzki verkörpert werden. Eine fünfte wurde für Helga Dörsam ins Stück reingeschrieben. Sie führt als „Doyle, das Medium“ durchs Programm und bestreitet auch die Überleitungen in den Pausen. „Die Spieler haben sich schon in ihre Personen eingelebt“, hat Clade während der Leseproben beobachtet. Nach der Pause will er dann Anfang August so schnell möglich beginnen, ohne Textvorlagen weiterzuarbeiten.

Nicht nur die Schauspieler, sondern auch die Zuschauer sind gefordert, ganz besonderes Augenmerk auf das Gesagte zu legen. Denn die Bezüge und Handlungsstränge ziehen sich durchs ganze Stück. Was nebenher im ersten Akt fiel, könnte gegen Ende hin helfen, das Rätsel aufzulösen. „Sie müssen genau hinhören“, meint Clade an die Gäste gewandt.

Die Mitspieler sind auch aufgrund der Komplexität wie Clade selbst „begeistert von dem Thriller“, hat der Regisseur beobachtet. Die Spannung baut sich über die drei Akte hinweg ständig weiter auf und fordert die Zuschauer zum beständigen Nachdenken auf. Wie der von ihm gespielte Walter Förster immer mehr zum Getriebenen wird, hat ihn beeindruckt.

Lothar Clade, seit 1992 bei der Heimatbühne aktiv, wollte dieses Jahr eigentlich nur Regie führen. Da aber dann ein Schauspieler krankheitsbedingt ausfiel, stieg er wieder mit ein. Im Wesentlichen lief alles so, wie er sich das im Vorfeld vorgestellt hatte. Nur ein paar technische Feinheiten galt es zu überlegen: etwa wie man auf der Bühne Gläser zerbrechen kann und sich keiner daran schneidet.

Zum Inhalt: Eine Frau stirbt unter tragischen Umständen. Ein Mann verliert seine geliebte Frau. War es vielleicht sogar Mord? Die Ungewissheit darüber macht den Ehemann psychisch instabil. Das Ganze gerät außer Kontrolle, als er auch noch Telefonate erhält, die nur er hören kann. Zusätzlich erscheint ihm seine Frau, die er als einziger sehen kann.

Seine Schwester Clara ist verzweifelt und leidet unter seinen verbalen Ausfällen ihr gegenüber. Als er ihr auch noch die Schuld am Tod seiner Frau gibt, sucht sie Rat und Hilfe bei einem alten Freund der Familie. Da dieser auch noch Arzt ist, soll er den Ehemann in eine psychiatrische Klinik einweisen. Die Zeit drängt, denn der Geist der Toten verlangt nach Rache, und der Ehemann scheint diesem Wunsch täglich mehr nachkommen zu wollen.

Info: Premiere Freitag, 6. Oktober, 20 Uhr. Weitere Aufführungen: Sonntag, 8. Oktober, 18 Uhr, Samstag, 21. Oktober, Samstag, 28. Oktober, Freitag, 17. November, Samstag, 18. November, Dienstag, 26. Dezember, Mittwoch, 27. Dezember, jeweils 20 Uhr, Nibelungenhalle Gras-Ellenbach. Vorverkauf und telefonische Bestellung über Kurverwaltung Gras-Ellenbach, Montag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr, Montag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr, Telefon 06207/2554, oder unter www.heimatbuehne.net sowie an der Abendkasse.

 

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