Gras-Ellenbacher Ferienspaß-Kinder erkundeten zwei Stunden die Gemeinde

Zum Schluss des Ferienspaßes waren die Prioritäten dann doch ziemlich klar. „Wann gibt’s etwas zu essen?“, krähte es aus der einen Ecke. „Wo sind die Getränke?“, wollte ein anderes Mädchen wissen. Die Verpflegung hatten sich die 16 Grundschüler aber auch redlich verdient. Denn vorher waren sie knapp zwei Stunden bei der Foto-Rallye des Kneipp-, Kur- und Verkehrsvereins durch den Ort gelaufen, um an verschiedenen Stellen Fragen zu beantworten und ihr Wissen zu markanten Punkten zu testen.

Das waren im Endergebnis doch einige, sodass Sylke Teichert und Ludmilla Reinhard als Betreuerinnen die Sieben- bis Elfjährigen ab und zu doch etwas motivieren mussten weiterzulaufen. Eine zwischenzeitliche Erfrischung mit Capri-Sonne wirkte Wunder, damit das letzte Teilstück bewältigt werden konnte. Ehe es zum Abschlussgrillen wieder an den Ausgangspunkt, die Nibelungenhalle, zurückging.

Dort war auch der Start, an dem die 16 Teilnehmer – so viele wie im vergangenen Jahr – herausfinden mussten, wann der Brunnen vor der Halle fertiggestellt wurde. Durch die angebrachte Jahreszahl 2000 gestaltete sich dies nicht allzu schwierig. Weiter galt es zu wissen, wie viele Kräuter und Gewürze sich unterhalb im Kräutergarten befinden. 50 lautete die richtige Antwort.

Bei der Kneipp-Anlage in der Strieth konnten die Kids das Gefragte bei Sonnenschein gleich selbst testen. Wie lange die Arme ins Becken getaucht werden sollten, lautet die Frage. Zehn bis 20 Sekunden sollten es in dem kalten Wasser sein. Was gleich ausprobiert wurde. Inklusive Kneipp-Treten. Dass 1770 das Hirtenhäuschen, das älteste Gebäude im Ort, erbaut wurde, ließ sich leicht herausfinden. Aktuell wird es saniert.

Eine weitere Jahreszahl betraf mit 1992 als Erbauungsdatum den Dorfbrunnen. Das auch für die Öffentlichkeit nutzbare Freibad im Hotel „Siegfriedbrunnen“ hat eine Größe von 21 mal 17 Metern, erfuhren die Ferienspaßkinder vor Ort. Und brachten auch in Erfahrung, dass es neben dem Spiel- einen Tennisplatz gibt, wo eine Stunde Nutzung zehn Euro kostet. Weiter ging’s Richtung Gassbachtal, wo das Café mit dem leckeren Kuchen montags Ruhetag hat.

Direkt gegenüber befindet sich die Theater-Freiluftbühne, deren Name mit Zwerg Alberich Odeon in Erfahrung gebracht werden musste. Und dann war es auch nicht mehr zum richtigen Siegfriedbrunnen, wo der Nibelungensage nach Hagen den Siegfried hinterrücks meuchelte. Bei den einzelnen Aufgaben hatten die fünf direkt aus Gras-Ellenbach stammenden Kids natürlich gewisse Heimvorteile. Sie gaben den „Auswärtigen“ aus den anderen Ortsteilen der Großgemeinde Tipps, wo sich die Antworten finden ließen.

Eindeutiger Favorit bei den Kindern war das Kneippbecken. „Das Tretbecken hat Spaß gemacht“, sagte Fynn. „Das war schön kühl.“ Auch dem siebenjährigen Constantin als jüngstem Teilnehmer gefiel es sehr gut. Paul wiederum fand wie Fynn „fast alles gut“ – mit dem Kneipp-Treten als Favorit. „Ich fand’s schön heute“, meinte Finja, während Jolina sagte, dass die Tour anstrengend war und lange dauerte. Für Emely war die Aufgabe mit dem Dorfbrunnen einfach, weil sie in der Nähe wohnt.

Nachdem die Meute wieder an der Nibelungenhalle angekommen war, galt es zuerst, eine rote Box zu finden, die als abschließende Belohnung fürs Mitmachen mit Süßigkeiten gefüllt war. Plötzlich waren die Kinder auch wieder voller Energie, spielten verstecken oder rannten auf dem Gelände herum. So lange bis Grillmeister Volker Reinhard die ersten Brat- und Rindswürste fertig hatte. Dazu gab’s leckeren Kräuterquark und Salat, die aber neben Wurst und Brötchen nur eine untergeordnete Rolle spielten. Und schon waren drei Stunden Ferienspaß wie im Flug vorbei.

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