Ein bisschen Regen vermiest den Überwäldern nicht die Feierlaune beim Heimatfest

Für Musik war am Heimatfest-Sonntagnachmittag wahrlich gut gesorgt. Nachdem der Fanfarenzug der Goldstadt Pforzheim die Teilnehmer des Umzugs und viele Gäste auf der Hofwiese mit flotten Weisen begrüßt hatte, stand nach den Ansprachen schon die Feuerwehrkapelle in den Startlöchern, damit keiner unbeschallt blieb. Zwischen stimmte das Duo Sattler bekannte Hits an, sodass die Besucher gerne bis in den Abend verweilten.

Die diversen Tropfen, die in der Zeit zwischen dem Umzug und dem Start des Programms gegenüber dem Einhaus ihren Weg nach unten gefunden hatten, hörten nach und nach auf, sodass der Rest trocken über die Bühne gehen konnte. Aber auch für den Fall der Fälle hatten die Organisatoren vorgesorgt und auf die Schnelle zum sowieso schon aufgestellten Zelt noch zwei weitere neben der Bühne errichtet. Sehr gut frequentiert wurden außerdem die Sitzplätze unter dem neuen, überdimensionalen Schirm.

Der neue Bürgermeister Dr. Sascha Weber ging in seiner Begrüßung auf die gemeinsame Teilnahme am Heimatfest zusammen mit seinen Amtskollegen Angelika Beckenbach (Abtsteinach) und Markus Röth (Grasellenbach) ein. Er dankte allen Teilnehmern an dieser Traditionsveranstaltung, besonders auch den Einsatzkräften für die Sicherung. Passend zum Wetter hatte die ZKÜ für die auf der Bühne versammelten Hoheiten aus dem Nibelungenland Regenschirme parat.

Apfelhoheit Sina Schmitt hatte als Wald-Michelbacherin ein Heimspiel. Sie freute sich, zusammen mit ihrer Prinzessin Melanie Oden- und Überwald auf vielen Terminen präsentieren zu dürfen. Aber eine besondere Ehre sei es immer, im Heimatort zugegen zu sein. Dazu hatte sie auch einige andere Hoheiten mit eingeladen. Die stellten sich im Folgenden vor. Vierburgenkönigin Sophia war mit Burgfräulein Maren aus Neckarsteinach angereist, Apfelblütenkönigin Katharina mit ihrer Prinzessin Amelie aus Höchst und die ehemalige Spargelkönigin Stefanie aus Lampertheim.

Heinz Fischer von der Wirtschaftsvereinigung Überwald würdigte die „großartige Idee“, die besten Wagen und Fußgruppen beim Heimatfestumzug zu prämieren. Sein Dank galt Ernst Gräber vom Hauptamt, „ohne den nichts geht“. Jubel gab es für den Wagen-Hauptpreis an die Kreidacher Vereine. Dass der evangelische Kindergarten als beste Fußgruppe die Auszeichnung ebenfalls verdient hatte, ließ sich aus den zustimmenden Äußerungen der Zuschauer erkennen.

Nach der Preisübergabe herrschte an den Ständen und Buden reger Betrieb. Schiffsschaukel und Karussell wurden von den Kleinsten mit ihren Eltern kräftig belagert. Die bewirtenden Vereine verzeichneten den gesamten Nachmittag über einen großen Ansturm auf ihr Angebot. Viel Gedränge war in den Zelten und unter dem Schirm auszumachen, es ging ziemlich eng auf der Hofwiese zu. Prämierung und Moderation kommen immer sehr gut an, freute sich Fischer.

„Das Heimatfest auf der neuen Hofwiese ist wunderschön geworden“, lobte Weber. Er hob die „tolle Atmosphäre“ hervor. Das nasse Wetter habe gezeigt, wie sinnvoll es gewesen sei, die Anlage zu befestigen. „Der Platz ist schon fast zu klein“, meinte er. Bei Sonne wäre er sicherlich aus allen Nähten geplatzt.

Seinen ersten Arbeitstag hatte Sascha Weber gleich mit einem freudigen Ereignis verbunden. Er gratulierte einer Wald-Michelbacherin zum 80. Geburtstag. Eine schöne Pflicht, die am nächsten Tag gleich noch einmal anstand. „Wahnsinnig gefreut“ hat sich der neue Rathauschef über die Großübung der Gemeindefeuerwehr, die es ihm und seinem Amtsvorgänger zu Ehren auf dem Igena-Gelände so richtig krachen ließ.

Als oberster Feuerwehrmann der Gemeinde bekam Weber von den Brandschützern eine komplette Montur geschenkt, „damit ich auch nachts mit auf Einsätze kann“, schmunzelte er. Der Übergang war für ihn fließend, so Weber, da er in den vergangenen Wochen bereits bei den Sitzungen des Gemeindevorstands dabei war und somit „in den Themen drin“. Im ersten Moment war es dann doch ein schönes Gefühl, „jetzt verantwortlich zu sein“.

Für seine neue Abtsteinacher Kollegin Angelika Beckenbach war es ein besonderes Erlebnis, auf dem Umzug als Mitfahrerin dabei gewesen zu sein. Sie hob die Verbundenheit zwischen den Überwald-Bürgermeistern hervor. „Ich habe die Überwälder als Gemeinschaft erlebt“, sagte sie. Der Platz sei nach seiner Umgestaltung eine „unheimliche Bereicherung“. Beckenbach hob die „sehr schöne Stimmung hervor“.

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