Das Wildbienenprojekt machte den Schülern der 6B am Überwald-Gymnasium viel Spaß

Die Klasse 6B im Einsatz für die Wildbienen: Klassenlehrerin Katrin Gölz hatte den Schülern erzählt, dass sie sich auch privat mit den Tierchen beschäftigt. Denn ihr Freund Nino Schork ist Diplombiologe. Danach fingen die Jugendlichen am Überwald-Gymnasium an, sich für die unverzichtbaren Pflanzenbestäuber und Honig-Lieferanten zu interessieren. „Wir haben uns an mehreren Nachmittagen getroffen und erst ein bisschen zu verschiedenen Themen recherchiert“, so Gölz. Daraus entstanden dann schöne Plakate über Wildbienen, so über das Sozialverhalten und ihr Leben.

Vor den Osterferien wurde mit Hilfe von Lehrer Sebastian Schertel, Hausmeister Bernhard Illig und einigen Eltern ein Wildbienenhotel gebaut. Außerdem grub die Mannschaft eine große Wiesenfläche um und säte spezielle Samen aus. Derzeit blühen schon einige Blumen „und es haben tatsächlich Wildbienen in unserem Hotel genistet“, freut sich die Lehrerin.

Zuerst bildeten sich sechs Gruppen in der Klasse. Jede behandelte ein besonderes Thema über Wildbienen und recherchierte dafür im MIZ des ÜWG dazu. Thema waren Lebensablauf, Wildbieneneinführung, die Gartenwollbiene, Sozialverhalten, die Hahnenfußscherenbiene und die Nistweise. Während sich die eine Gruppe mit dem Umgraben der Beete beschäftigte, bohrte die andere Löcher für die Blöcke des Wildbienenhotels. Vor den Sommerferien wechselten sich jeden zweiten Tag zwei Schüler ab, um die Beete zu gießen, erläutern Anna-Lea, Miriam, Kristin und Anna.

„Das Wildbienenprojekt hat uns sehr viel Spaß gemacht“, sagen Samira, Melina und Lena. Es wurde gestartet, „weil die Menschheit Wildbienen vernachlässigt“, weil sie denke, dass sie keinen Zweck für die Menschen hätten, sagen die drei. Darum bauten die Schüler ein Wildbienenhotel, damit sich die Tiere dort einnisten können. In diesem sind zurzeit die Osmia bicornis und die Osmia cornuta Zuhause. Die Jugendlichen hoffen, dass das Beet nach den Sommerferien voll erblüht ist.

„Wir haben uns mit dem Thema Wildbienen beschäftigt, da sie vom größten Teil der Gesellschaft nicht beachtet werden“, betonen Gwyn und Sarah. Ihnen sollte ein Zuhause gegeben werden, da ihr Lebensraum von Industrie und Wohnungsbau immer mehr zerstört wird. Viele Wildbienen wie die Hummel bestäubten in der gleichen Zeit viel mehr Blumen als eine normale Honigbiene und würden trotz ihrer Effizienz nicht beachtet.

Es gibt in Deutschland rund 582 Wildbienenarten, recherchierten die beiden. „Diese werden jährlich immer weniger.“ Leider gebe es nur sehr wenige Naturfreunde, die sich um das Überleben der Wildbienenarten aktiv kümmerten. Osmia cornuta ist eine einheimische Art, die als eine der ersten an warmen Frühlingstagen zu beobachten ist, fand Jan heraus. Frühblüher seien deshalb die bevorzugte Nahrungsform. Die Biene besuche bevorzugt naturnahe Hausgärten im Siedlungsbereich. Gut zu erkennen sei sie an ihrem leuchtend-orange-roten Hinterleib, der pelzartig behaart sei.

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