Rückblick auf vier erfolgreiche Jahrzehnte: Großer Familiennachmittag zum Jubiläum der JSG Ulfenbachtal

„Es ist gemütlich wie ein großer Familiennachmittag“, freute sich Markus Höhn über die schöne Feier zum 40-jährigen Bestehen der JSG Ulfenbachtal. In der sind sechs Vereine des Überwalds mit ihren Jugendfußballern zusammengeschlossen. Einlage- und Freundschaftsspielen am Nachmittag folgte ein Festabend, bei dem auf die vergangenen 40 Jahre zurückgeblickt und Erinnerungen ausgetauscht wurden.

F-Jugend, Bambini und E-Jugendliche kickten auf dem Kunstrasen des Affolterbacher Stadions begeistert das runde Leder. Sie hatten Eltern und Verwandte mitgebracht, sodass sich Höhn über den „gelungenen Nachmittag“ freute. „Die Kids waren mit viel Spaß dabei“, sagte er. Bei einer Schuss-Geschwindigkeitsmessung konnten sie darüber hinaus feststellen, welchen Drive der geschossene Ball hatte.

Die aktuelle A-Jugend trat gegen ein All-Star-Team ehemaliger JSGler an, die es mittlerweile zu vielen Teams der Region verschlagen hat. Die All Stars hatten mit 8:2 die Nase vorn, unter anderem auch dank Fabio Sattler und Marcel Eckert, die mittlerweile bei Weinheim 09 ihre Fußballschuhe schnüren. Nicht dabei, aber auch ein bekannter Spross der JSG ist Nico Hammann, mittlerweile beim FC Magdeburg in der dritten Liga aktiv.

An einer Fotowand hatte Edgar Schmidt die Historie aus 40 Jahren aufbereitet, Torsten Schmidt alte Bilder zusammengesucht. „Die haben sich wirklich viel Mühe gemacht“, lobte Höhn. Mit dem Zusammentreffen ehemaliger Trainer und Spieler wurden auch die Geschichten von früher wieder lebendig und man tauschte sich über das eine oder andere Ereignis aus, das besonders in Erinnerung blieb.

In der neuen Runde stellt die JSG Mannschaften von den Bambini bis zur C-Jugend. Die A-Jugend spielt mit Aschbach zusammen. „In der Saison 2018/19 wollen wir auch wieder eine B-Jugend melden“, kündigte Höhn an. Die Jugendmannschaften verzeichneten einen „seht guten Zuspruch“. Mit Blick auf die abgelaufene Runde hob er die zweiten Plätze von E1, E2 und D-Jugend hervor. Ingo Hinz machte außerdem den C-Trainerschein.

„Von unter her sind wir gut aufgestellt“, so Höhn. Nach oben hin wolle man dies fortsetzen und die Kinder bei der Stange halten. Aufgrund des Ganztagsunterrichts und vieler anderer Freizeitangebote sei das aber nicht immer einfach. In den vergangenen Jahren hatten die Teams der JSG aber viele schöne Erfolge zu verzeichneten, berichtete er.

Der Abend startete mit dem Auftritt der Zumba-Kids unter der Leitung von Jenny Stay. Zwischendurch trat auch die Tanzgruppe des CCA auf. Neben dem Ersten Beigeordneten Peter Bihn und Grasellenbachs Bürgermeister Markus Röth schauten die Vorstände der sechs beteiligten Vereine vorbei. Das sind: SV Hammelbach, SV Affolterbach, SV Scharbach, TSV Gras-Ellenbach, SV Wahlen und TSV Aschbach.

1975, auf einer Alpenhütte, hatte Gerhard Heisinger die Idee zu einer Jugendspielgemeinschaft, blickte Markus Höhn zurück. Denn schon vor über 40 Jahren waren immer weniger Kinder zu finden. Zuerst noch verworfen, fiel dann 1977 doch der Startschuss. Denn keiner der ursprünglich fünf Vereine konnte von der E-bis zur A-Jugend eine eigene Mannschaft melden. Bei den Jüngeren war das Ganze für einzelne Vereine noch zu bewältigen.

Zum 25. Jubiläum wurde die JSG neu aufgestellt, so Höhn. Er wies auf die verschiedenen Änderungen im Laufe der Jahre hin. Seit 2013 spiele die D-Jugend im Neuner-System, die Spielfelder bis zur E-Jugend wurden verkleinert. Seit vergangenem Jahr wird in diesen unteren Jahrgängen ohne Schiri im Fairplay-Modus gekickt, berichtete er. Erst ab der C-Jugend greift wieder der Elfer-Mannschaftsmodus auf Großfeld.

Von den Trägervereinen sei in den vergangenen 40 Jahren ein großer finanzieller Aufwand betrieben werden, um die Sportanlagen in Schuss zu halten, sagte er. Allein seit 2002 wurden 53.000 Euro nur in die Jugendarbeit investiert. „Wir haben in den letzten Jahren einen richtig guten Job gemacht“, lobte Höhn. Das lasse sich daran erkennen, dass es im Jahr 2013 noch 94 Kinder und Jugendliche waren, aktuell sind es 130.

„Die Jugend ist die Zukunft für all unsere Vereine“, schloss er. Im Amateurbereich Fußball zu spielen sei kein Beruf, sondern eine Berufung, sagte der Jugendwart. Unter dem Motto „Mit Spaß am Fußball“ solle weiterhin allen das Schöne und Gute einer Vereinsfamilie vermittelt werden. Dazu gehöre die ehrenamtliche Arbeit und auch die Erkenntnis als Spieler im Seniorenbereich: „Man muss kein Geld vom Verein dafür bekommen.“

Advertisements