Gelungener Kerweauftakt in Unter-Schönmattenwag mit Fahrt durch den Ort, Familiennachmittag und Konzert von „Thousand Years Later“

Der Kerweauftakt war absolut gelungen. Am Freitagabend machten Kerweparre und Kerwejugend auf ihrer Fahrt mit den beiden Traktoren nicht nur ganz Schimmeldewog, sondern auch Korsika und Straßburg unsicher, um auf die Eröffnung des in diesem Jahr von der Feuerwehr veranstalteten Spektakels hinzuweisen. Der samstägliche Familiennachmittag war ebenso gut besucht wie abends das Konzert der Lokalmatadoren von „Thousand Years Later“.

Wenn die Feuerwehr im vierjährlichen Rhythmus mit den anderen Ortsvereinen die Kerwe ausrichtet, ist Tradition, dass es auch einen Kerweparre gibt. Das ist in diesem Jahr Jens Gam. Der hatte dann die Idee, eine Kerwejugend ins Leben zu rufen. „Wir haben das relativ kurzfristig aufgerollt“, meinte der Vereinsvorsitzender Ralf Scheib schmunzelnd. Plakate wurden geklebt, über Facebook ein Aufruf gestartet. Mit Erfolg: Bei der Gründungsversammlung waren gleich 20 Interessierte zugegen, bis zur Kerwe selbst kamen noch ein paar hinzu.

Leuchtend hellgrüne T-Shirts für Kerweborscht und – schlumbeln (also Männlein und Weiblein) machten gleich von weitem deutlich, wer sich dahinter verbirgt. Eine Jägermeister-Sonnenbrille diente dem Komitee als weiteres Erkennungsmerkmal. Die Kerwehelfer selbst wie Scheib waren mit blauen T-Shirts unterwegs. „Wir wollen die Jugend aus dem Ort für die alten Traditionen begeistern“, erläuterte Scheid die Motivation der Sache. „Denn sonst verlieren sie den Bezug dazu.“ Die Initiatoren stießen damit auf offene Ohren, denn die Kerwejugend brachte sich auch gleich mit eigenen Ideen ein.

So wurde das Barschild aktiviert, vier Mal das Wappen von Unter-Schönmattenwag samt stilisiertem Hirschgeweih auf einem Schild verewigt. Außerdem wurde der Kerweborscht Lukas Milke mit einer Schlumbel verheiratet, die sicherlich nicht seine eigene Wahl war: einer Gummipuppe. Die Kerwejugend war im Vorfeld vielfältig aktiv: beim Kleben der Plakate, bei der Flyerverteilung oder beim Schmücken des Anhängers.

Alle Aktiven der Feuerwehr sind über die Kerwe im Einsatz. Neben dem harten Kern von zehn bis 15 Leuten auch einige Helfer der Brandschützer aus Ober-Schönmattenwag, denen die aus „Unner“ bei ihrer Kerwe auch immer gerne unter die Arme greifen. „Wir haben an den vier Tagen 200 Dienste eingeteilt“, lachte Scheib.

Im Fokus stand in diesem Jahr eine Reaktivierung des Samstagnachmittags für die Kinder. „Wir wollten da mehr bieten als früher“, so Scheib. Mit Erfolg. Eine Hüpfburg wurde gestellt, es gab ein Spritzspiel, Torwandschießen, Kinderschminken und Luftballonspaß. Und natürlich das Entenrennen. Max Haberkorn hatte zusammen mit den Kids der Jugendfeuerwehr zuvor den Lauf des Ulfenbachs auf einer Straße von mehr 200 Metern freigemacht.

Aus einem Kübel wurden die 100 Enten in den Bach gekippt und mussten sich dann ihren Weg suchen. Ein Trichter diente als Ziel, sodass es keine Unklarheiten über den Sieger geben konnte. Als Preise winkten Gutscheine für einen Besuch in der Eisdiele oder eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn. Nach dem knapp zehnminütigen spannenden Rennen sahnte Ben Ritter gleich doppelt ab: Mit seinen beiden Enten holte er Platz 1 und 3 und holte somit den Hauptgewinn nach „Unner“. Platz 2 ging nach „Owwer“.

Das Torwandschießen entschied mit den meisten Treffern Oskar Buchloh für sich. „Der Samstag war spitze, es war echt was los“, freute sich Scheib in der Rückschau. Insgesamt „ein toller Familiennachmittag“. Dazu trug natürlich auch das Wetter bei. „Wir haben alle 100 Enten verkauft.“ Wie der Nachmittag begann, ging es am Abend weiter. Da spielte mit „TYL“ die bekannte Partyband aus dem Ort. Auch hier galt: Es war eine große Fete von Anfang an. Schon zu Beginn waren alle Sitzplätze belegt. „Es wurde viel getanzt und gefeiert.“

„Thousand Years Later“, bestehend aus Katharina Zink, Timo und Tobias Walter (alle Gesang), Benedikt Breitwieser (Bass), Sven Dörsam (Gitarre) und Benedikt Staat (Drums), begeisterten ihr Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm bis in den frühen Morgen. Die musikalische Bandbreite der über 50 Songs reichte von aktuellen Hits aus Rock und Pop über deutsche Schlager bis hin zu Klassikern. Reinhard Mey mit „Über den Wolken“, „Westerland“ von den Ärzten oder auch „Whiskey in the Jar“ von Thin Lizzy zeigten die große Bandbreite der Stücke auf, die großteils von Timo Walter gesungen wurden. Katharine Zink drückte „Je veux“ ihren Stempel auf.

Udo Jürgens‘ „Aber bitte mit Sahne“, Jürgen Drews mit dem „Bett im Kornfeld“, Abba mit „Waterloo“, Bon Jovi, aber auch Marius Müller Westernhagen, Joan Jett, Dschingis Kahn, Peter Maffay, Prince und Tina Turner lauteten die weiteren Interpreten der Setliste, die für super Stimmung sorgten. Nicht fehlen durfte natürlich „Hulapalu“ von Andreas Gabalier. Während sich zuerst die vorderen Reihen auf die Tanzfläche trauten, rückten später auch die hinteren nach.

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