Anwohner-Unmut über Lkw-Verkehr in Unter-Schönmattenwag wurde in der Gemeindevertretung thematisiert

Um den unzulässigen Lkw-Verkehr auf dem Rothenberger Weg in Unter-Schönmattenwag ging es der BfW-Fraktion in einem Antrag für die Gemeindevertretung. Man wollte im Sinne der Anwohner erreichen, dass die Holzlaster den festgelegten Weg über die Wüstenbach einhalten. Allerdings kein Thema für die Mandatsträger, sondern beim Ordnungsamt angesiedelt, hieß es aus der Runde.

Christiane Hennrich erläuterte, dass verschiedene Bürger auf die Fraktion zugekommen seien und ihrem Unmut Luft gemacht hatten. Wohl auch bei anderen Gemeindevertretern, wie sich aus den Reaktionen erkennen ließ. Bis zu zehn Lkw am Tag fahren laut der BfW-Frau durch den Rothenberger Weg. Und das auch in der Nacht oder am frühen Morgen. Transportiert werde Holz. „Das führt zu einer erheblichen Lärmbelästigung der Anwohner und belastetet die Straße übergebührlich“, sagte sie.

Hennrich wies darauf hin, dass seitens der Gemeinde eine andere Abfahrtsroute über Wüstenbach und Parkplatz Breisch-Ruhe ausgewiesen worden sei. Die Gemeinde sei als Ordnungsbehörde in der Verantwortung, meinte sie. Das war auch die Zielrichtung von Gemeindevertreter-Vorsitzendem Nothung Köhler, dem der Sachverhalt ebenfalls bekannt war. Das Ordnungsamt habe das Thema in Verbindung mit dem Forstamt zu klären, sagte er. Er empfahl den Betroffenen, entsprechende Anzeigen zu erstatten.

Die mehrmals bekräftigte Aussage von Günther Roßbach (FW), sich als Gemeindevertreter nicht zuständig zu fühlen, führte zu kleineren Wortgefechten mit BfW-Vertretern, die den Anliegen der Bürger einen entsprechenden Raum geben wollten. Aus dem Zuschauerraum kam von einem Anwohner der Hinweis, dass sich die Straße schon welle. Wenn sie saniert werden müsse, müssten dafür nicht die Verursacher zahlen, sondern die Anwohner.

Ebenfalls Hennrich wollte Näheres zum Projektneubau Betreutes Wohnen mit Arztpraxen in der Schwalbengasse wissen. Die Planung solle im Bau- und Energieausschuss unter Einsichtnahme in die Pläne erläutert werden, forderte sie. Ihr ging es dabei vor allem um die Parkplatzsituation und Verkehrsführung. Sie befürchtete viel Verkehr in der Gass und im Bereich des Parkplatzes Oberle.

Gerade die Gass als gute Stube der Gemeinde „sollte nicht übergebührlich belastet werden“, so Hennrich. Weswegen sie im Vorfeld eine Offenlegung der Verkehrssituation forderte. Der Gemeindevertreterin waren daneben die Zuwegung Richtung Rathaus und Schwalbengasse sowie Ampel und Ludwigstraße wichtig. „Es gibt noch keinen Bauantrag und keinen Bebauungsplan“, entgegnete Köhler. Wenn diese vorlägen, „sehen Sie, wo Parkflächen und Zufahrten sind“.

Letztendlich, betonte der Vorsitzende, entscheiden dann die Gemeindevertreter. Nach der Offenlage könne sich durchaus der Plan noch einmal komplett ändern. Weshalb er alle jetzigen Annahmen als „spekulativ“ bezeichnete und den Antrag von Hennrich als verfrüht. „Wir können darüber reden, wenn die Offenlage gelaufen ist“, sagte auch Bürgermeister Joachim Kunkel. „Alles geht seinen normalen Weg“, meinte Stefan Doetsch (CDU).

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