Mit der Planung für den Drogeriemarkt in Wald-Michelbach geht es voran

Als „sehnlichsten Wunsch“ der Bevölkerung bezeichnete Gemeindevertreter-Vorsitzender Nothung Köhler die Ansiedlung eines Drogeriemarkts in Wald-Michelbach. Damit diese Realität werden kann, steht die Entscheidung über den entsprechenden Grundstücksverkauf an einen möglichen Investor an. Darüber hatte bereits auch der Haupt- und Finanzausschuss beraten und einstimmig dafür entschieden. Die Mandatsträger folgten dem Beschluss.

Der Markt konnte im Ortskern nicht angesiedelt werden, weil nicht alle benötigten Grundstücke zur Verfügung standen. Nun laufen die Planungen für die städtischen Grundstücksteile am Bahndamm/Wetzkeil in der Nähe von Edeka und Aldi. Für den Fall der Fälle möchte der Gemeindevorstand gerüstet sein, um in die Verkaufsverhandlungen zu gehen. Es dreht sich um fast 4000 Quadratmeter gemeindeeigene Grundstücke.

Laut Stefan Werner (BfW) gibt es dort einen Bodenrichtwert von 110 Euro pro Quadratmeter. Ob dieser denn erreicht werde, wollte er wissen. Eher nicht, so Bürgermeister Joachim Kunkel. Denn es flössen noch andere Überlegungen mit hinein wie etwa der Erdaushub und die Abfuhr. Was und wie gebaut werde, wird dann über die Offenlage der Planungen vorgestellt, erläuterte der Rathauschef.

Thema war daneben die Änderung des Landesentwicklungsplans Hessen 2000. Hier beschloss das Gremium auf Vorschlag der Verwaltung einstimmig, vier relevante Punkte in die Stellungnahme aufzunehmen. So will Wald-Michelbach erreichen, als Mittelzentrum eingestuft zu werden. Außerdem soll eine Zuordnung zum ländlichen Raum erfolgen, wie es bei der Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs diskutiert und zugesichert worden sei.

In die Stellungnahme soll weiterhin die Gewährleitung der verfassungsrechtlich garantierten Planungshoheit mit aufgenommen werden. Daneben will man erreichen, dass die Vorgabe, zwei Prozent der Fläche für Windenergie bereithalten zu müssen, abgemildert wird. Hingewiesen wird in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen der Gemeinde zum Regionalplanentwurf bezüglich der Erneuerbaren Energien.

Werner bemängelte, dass das Schriftstück zu spät vorgelegt worden sei. Er wünschte sich eine Vertagung und ausführlichere Vorlage, um eine entsprechende Stellungnahme erarbeiten zu können. Kunkel entgegnete, dass vor der Abgabefrist 24. Juli keine weitere Sitzung mehr stattfinde. „Wir reden seit Jahren über dieses Thema“, sagte Stefan Doetsch (CDU). Seinem Vorschlag, dass die Fraktionsvorsitzenden nach Erarbeitung noch einmal drüberschauen, konnte dann auch Werner „schweren Herzens“ folgen.

Die Änderung der Wasser- und Abwassergebühren zum 1. Januar 2018 wurde von den Gemeindevertretern einstimmig beschlossen. Da es beim Wasser bisschen hoch, beim Abwasser aber bisschen runter geht, ergeben sich für die Bürger unterm Strich keine Veränderung. Wenig Bewegung gibt es auch bei den Friedhofs- und Bestattungsgebühren. Während bei Urnenkammerbestattungen der Satz auf 175 Euro gesenkt wurde, nahm man bei Kinderreihengräbern aus sozialpolitischen Gründen nicht die eigentlich wirtschaftlich gebotene Erhöhung vor, sondern beließ den alten Satz von 150 Euro. Der Rest bleibt gleich, weil es bei diesem Haushaltsposten in den vergangenen beiden Jahren eine Kostendeckung gab.

Die Umsetzung des Bebauungsplans „Dornweg“ in Siedelsbrunn soll nun endlich in die Pötte kommen. Sie war bisher eine ziemlich dornenreiche Angelegenheit, was nicht an der Größe oder Art des Projekts oder an der Gemeinde lag. Sondern es kam von den Trägern öffentlicher Belange eine Vielzahl von Stellungnahmen zurück, sodass sich jetzt die Gemeindevertretung erneut mit dem Thema zu befassen hatte. Sie verabschiedete die Stellungnahme und das Ergebnis der Beteiligung öffentlicher Träger ebenso wie den Satzungsbeschluss bei zwei Gegenstimmen.

Advertisements