Ober-Schönmattenwager Feuerwehr schmeißt das Backhaus in der Hintergasse an

Unter dem Motto „Backen wie vor 100 Jahren“ veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr Ober-Schönmattenwag wie bereits 2015 einen Backtag. Auf Grund des sehr großen Interesses in den vergangenen Jahren findet die Veranstaltung wieder an zwei Tagen statt: am Samstag, 22. Juli, von 17 bis 22 Uhr und am Sonntag, 23. Juli, von 9.30 bis 18 Uhr. Ort ist das alte Backhaus in der Hintergasse.

Das „Schimmeldewäer Backhaus“ ist eines der wenigen noch funktionierenden Gebäude dieser Art im Überwald, in dem noch Brot und Kuchen nach traditioneller Art gebacken werden können. Diese Kunst soll den Besuchern in anschaulicher Weise demonstriert werden. Das Backhaus in der Hintergasse wurde bis 1940 regelmäßig genutzt. Das ursprüngliche Gebäude wurde vermutlich 1833 errichtet.

1921 musste es, da es sich in einem schlechten Zustand befand, erneuert werden. Dass die Eigentümerin, die Witwe Elisabeth Gölz, den hohen Preis dennoch bezahlte, zeigt, wie wichtig ein Backhaus für eine Familie der damaligen Zeit war. Nachdem das Häuschen zwischen 1940 und 1990 für 50 Jahre ungenutzt geblieben war, musste es 1991 ein zweites Mal renoviert werden.

Gebacken wird sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Selbstverständlich werden diese besonderen Brote auch an beiden Tagen – solange der Vorrat reicht – zum Verkauf angeboten. Am Sonntag ab 9.30 Uhr können sich die Gäste bei einem rustikalen Frühstück – selbstverständlich mit reichlich frischem Brot – stärken. Um die Mittagszeit werden verschiedene original Odenwälder Spezialitäten mit frischem knusprigem Brot aus dem Steinbackofen angeboten. Am Nachmittag gibt es leckeren Kuchen in allerlei Vielfalt, natürlich auch frisch aus dem Ofen.

Gebacken wird nach althergebrachten Rezepten – natürlich mit Natursauerteig. Solche Brote zeichnen sich nicht nur durch ihr außergewöhnliches Aroma aus, sondern sind auch lange haltbar. Das Holzofenbrot wird wie zu Urgroßvaters Zeiten hergestellt. Dazu wird der Steinbackofen schon einen Tag zuvor ordentlich mit Holz eingefeuert und aufgeheizt.

Ist die Glut dann heruntergebrannt, wird der Backraum vor dem Backen nass ausgewischt und werden die ersten Brote eingeschossen. Gebacken wird dann jeweils bis zum Nachmittag – bis der letzte Teig im Ofen verschwunden ist, so dass jeder Besucher den einzigartigen Duft frisch gebackenen Brotes genießen kann. Die Feuerwehr würde sich über einen regen Besuch freuen.

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