Der Kerweparre lässt sich wieder nicht schlagen: Gelungener Kerwestart in Ober-Schönmattenwag mit einem Konzertdoppelpack

Der Kerweparre und sein Team sind eben eine eingeschworene Gemeinschaft. So schnell kann den Vieren keiner das Wasser reichen. Was beim Gaudi-Event „Schlag den Kerweparre“ am Samstag der Ober-Schimmeldewäer Kerwe durchaus wörtlich zu nehmen war. Ging es doch bei zwei Aufgaben darum, mit dem feuchten Nass möglichst wohlbehalten wieder ins Ziel zu kommen.

In der Endauswertung hatte die Mannschaft um Sascha Oberle mit Bajazz Stefan Walter, Borscht Nico Walter und Mundschenk Ramon Jöst nach 2015 wieder die Nase vorn. Wieder auf Platz 2 wie im Vorjahr: die „Wilden Hirsche“. Der Vorjahressieger Männerballett war nicht mehr am Start. Für den Sieger gab’s den Wanderpokal, auf dem nun schon das zweite Mal der Name Kerweparre eingraviert wird. Alle Teams erhielten Preise, die von die Kerwe beliefernden Firmen gespendet wurden.

Als „Blindgänger“ machte Oberle eine gute Figur. In diesem Wettbewerb ging es darum, einen Parcours mit mehreren Hindernissen schnell zu absolvieren, während die Mitspieler dem mit einer blickdichten Brille Behafteten den Weg zuriefen. 17 Sekunden brauchte Oberle. Ein Klacks gegen das Team der Kerwejugend mit einer Minute. Hier ging es beim Start zu wie beim Kult-Sketch von Monty Python, dem 100-Meter-Lauf der Orientierungslosen.

Mit etwas Pech wurde es danach sowieso nass. Denn beim Wasserteppich-Rennen sollte die Mannschaft die gefüllte Plastikfolie samt flüssigem Inhalt sicher ans Ende des Parcours‘ bringen. Doch beim Hindernis und aufgrund des unebenen Bodens schwankten so manche Läufer – sehr zur Gaudi des Publikums. Süffisant beleuchtete Tobias Walter von der Feuerwehr als Moderator die verschiedenen Missgeschicke.

Mit teils klangvollen Namen warteten die sechs Teams auf. Etwa „Nutella be ready“, die auf dem Parcours den vorherigen süßen Genuss abtrainierten und ab und zu in einen sauren Apfel beißen mussten. Oder „PaDi with the Scheese“, die in der Endabrechnung auf Platz 3 landeten. Und das, obwohl sie es beim Wasserteppich-Rennen tatsächlich schaffen, nicht einen Tropfen ins Ziel zu bringen. Kerwejugend 0 (das einzige reine Frauenteam) und 1 rangierten sowohl vom Platz als auch von der Namens-Extravaganz her eher unter „ferner liefen“.

Nochmal Wasser beim gleichnamigen Transport: Hier musste sich ein Akteur in einen Schubkarren setzen und ein Tablett mit sieben gefüllten Wasserbechern balancieren. Aufgrund der Hindernisse und der Schlaglöcher auf der Strecke natürlich eine Gaudi pur mit ein paar nassen Hosenboden. Gewertet wurde die im Ziel noch in einen Trog geschüttete Restmenge Wasser…. Das Skirennen mit vier Leuten und festgeschnallten Füßen auf einem Brett und der 1000-Füßler, bei dem den Teams die Beine miteinander verbunden wurden, bildeten weitere Geschicklichkeitsspiele.

Die Ober-Schönmattenwager Kerwe war am Freitagabend absolut gelungen gestartet. Die Freude darüber stand auch am Tag danach noch Christof Klos vom Gesangverein ins Gesicht geschrieben. Dieser veranstaltet im Wechsel mit der Feuerwehr die Kerwe. Über 300 Fans feierten beim Konzert von „Thousand Years Later“ und „SixPack“ bis gegen 2 Uhr nachts. Die beiden Bands wechselten sich bei ihren Auftritten ab und begeisterten dabei die jeweiligen und auch anderen Fans.

„Thousand Years Later“, bestehend aus Katharina Zink, Timo Walter und Tobias Walter (Gesang), Benedikt Breitwieser (Bass), Sven Dörsam (Gitarre), Janina Becker (Keyboards) sowie Benedikt Staat (Drums), machten den Auftakt. Die musikalische Bandbreite ihrer Songs reichte von aktuellen Hits aus Rock und Pop über deutsche Schlager bis hin zu Klassikern.

Abba und Bon Jovi, aber auch Kings of Leon, Inner Circle, Prince und Tina Turner hießen die Interpreten auf der Setliste, von der um die 30 Songs gespielt wurden. Abgerundet mit Nena, den Ärzten, Andreas Gabalier, Kim Wilde oder Peter Schilling oder Matthias Reim. Die größere Songbandbreite wurde durch die Mitwirkung von Keyboarderin Janina Becker ermöglicht.

(Rock-)Musik eher für die etwas älteren Semester steuerten „SixPack“ bei. In der Besetzung Christof Klos und Harry Falter (Gitarre), Kai Aures (Schlagzeug), Patrick Gräber (Gesang und Bass) sowie Steffen Lea Walter (Gesang) gab’s viel Cover-Rock zu hören. Unter den 25 Songs waren „Sharp dressed man“ (ZZ Top), „Dead or alive“ von Bon Jovi, „Sweet Child O’Mine“ von Guns’n’Roses oder von Queen „Hammer to fall“. Melissa Etheridge, Rammstein, The Who oder die Doobie Brothers steuerten ebenfalls Songs zur Setliste bei.

Bis auf Patrick Gräber aus Abtsteinach sind alle „SixPacks“ Schimmeldewäer Urgesteine. Aus beruflichen Gründen können die Musiker zwar nicht mehr so oft auftreten und proben wie sie möchten, aber der Kerweauftritt ist immer ein Muss. Ab und zu wird auch auf Geburtstagen gespielt. „Wir bringen die Songs, die wir auch selbst gern hören“, sagt Christof Klos.

Info: Der Montag beginnt auf dem Kerweplatz an der Jagdgenossenschaftshütte um 10 Uhr mit dem Frühschoppen. Das Mittagessen ab 12 Uhr unter musikalischer Begleitung durch Florian Koch läutet den Kerweausklang ein.

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