Neun Mitglieder der Wald-Michelbacher Jugendfeuerwehren bestanden die Jugendflamme

Knoten und Stiche beherrschen, einen Notruf besetzen, das Auffinden eines Hydranten, die Wasserleitungsverlegung, der Aufbau eines Strahlrohrs, das Wissen um die Anschlüsse und den Durchfluss: Alles Aufgaben der Jugendflamme, die von neun Jugendfeuerwehrleuten aus der Großgemeinde während des Zeltlagers auf dem Siedelsbrunner Sportplatz abgelegt wurde. Dabei handelt es sich um das erste Leitungsabzeichen, das die Zehn- bis 17-Jährigen erwerben können.

38 Teilnehmer aus den verschiedenen Ortsteilwehren zählte das Zeltlager. Den ersten Tag verbrachten die aufgrund der großen Hitze vor allem mit Wasserschlachten. Auch wurde ein Pool aufgestellt. Als es abends kühler wurde, war das Grillen mit Stockbrot der große Renner. Eine Nachtwanderung schloss sich an. Am Tag darauf folgte das Backen in größeren Dimensionen.

Zusammen mit Dieter Kunkel durften die Kinder das Backhaus an der Hofwiese einheizen, sodass es nachmittags frisches Sauerteigbrot gab. Den Teig dazu stiftete Bäcker Lipp. „Wir hatten nonstop Trubel und Beschäftigung“, freute sich Gemeindejugendfeuerwehr-Wartin Manuela Gutfleisch. Im vergangenen Jahr zelteten die Jugendlichen das erste Mal gemeinsam. Bei der zweiten Veranstaltung dieser Art stellte sie bereits fest, „dass das Gemeinschaftsgefühl viel größer geworden ist“. Es bilden sich keine Grüppchen mehr nach Ortsteilen, sondern die Jugendlichen gehen zusammen auf Tour.

Zum Glück wurde das Zeltlager vom Unwetter verschont, sagte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Christian Eck. Bei der Hitze „waren die Wasserspiele das Beste, was wir machen konnten“, meinte er. Er freute sich, dass alle neun Prüflinge die Jugendflamme bestanden. „Es ist toll, dass ihr euch in jungen Jahren so für die Feuerwehr engagiert“, so Eck. Die Abzeichen gehen hoch bis zur Leistungsspange, danach folgt der Sprung in die Einsatzabteilung. Er äußerte seine Hoffnung, dass möglichst viele diesen Weg einschlagen.

Diesem Wunsch schloss sich Bürgermeister Joachim Kunkel an. Den Jugendbetreuern sagte er ein großes Dankeschön, dass sie ihre Freizeit für die Betreuung der Heranwachsenden opferten. Es ist laut Kunkel „schön anzusehen, wie er euch versteht“. Er lobte die Unterstützung durch die Aktiven, die im Hintergrund mitwirkten. Die heutigen Jugendfeuerwehr-Angehörigen hätten in Zukunft „eine verantwortungsvolle Aufgabe“ vor sich, sagte der Bürgermeister. Er überbrachte seine Glückwünsche zur bestanden Jugendflamme.

Eck nutzte danach die Gelegenheit, Kunkel für seine Unterstützung der Feuerwehrarbeit in den vergangenen 18 Jahren zu danken. Als Abschluss des Abends folgte dann das sehnlich erwartete Essen. Bei einem leckeren Chili saßen alle noch lange zusammen, ehe am nächsten Morgen die Zelte wieder zusammengepackt wurden. Aufs Neue zum Einsatz kommen sie beim anstehenden Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Viernheim.

Jugendflamme-Absolventen: Jasmina Smidt, Lea Spreng, Elija Huras, Dustin Berger, Julia Koudele (alle Schönmattenwag), Robin Humke (Kreidach), Kevin Latzek, Robin Hallinger, Nico Knapp (alle Wald-Michelbach)

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