Wald-Michelbacher Elch-Park soll eine Generalsanierung bekommen

In der Heinrich-Schlerf-Erholungsanlage, kurz Elch-Park, soll der große Sanierungswurf kommen. Denn die bisherige Klein-klein-Ausbesserei macht keinen Sinn mehr, erläuterte Bürgermeister Joachim Kunkel auf der vergangenen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Die große Lösung hat aber auch ihren Preis: 140.000 Euro soll die Maßnahme kosten. Die 2017 in den Haushalt eingestellten Gelder reichen dafür bei weitem nicht aus. Denn da stehen nur 15.000 Euro drin, der Rest müsste 2018 nachgeschoben werden.

Das Sanierungskonzept von 2012 sei in den Folgejahren teilweise umgesetzt worden, sagte der Bürgermeister. Allerdings waren davon der Bereich am Bistro und der Musikpavillon ausgenommen. Die dortigen alten Platten mussten in der Vergangenheit immer wieder repariert werden. Man habe untersucht, ob auch eine kleinteilige Lösung Sinn mache, aber der richtige Weg wäre alles in einem Aufwasch zu erledigen.

Der Einbau von neuem Bodenpflaster, die Sanierung des Atriums mit neuen Sitzauflagen und des Treppenaufgangs steht damit auf der Agenda. Im Herbst soll nach dem Wunsch der Verwaltung die Maßnahme bereits beginnen und bis zum Frühjahr 2018 abgeschlossen sein. Kunkel verdeutlichte, dass von oben auch Wasser hineinfließe und den Bereich unterspüle. „Der Bereich ist verschlissen.“ Eventuell könne man schauen, ob es an anderer Stelle noch freie Mittel gebe. Kunkel betonte, dass es fürs Erste um den Grundsatzbeschluss gehe, damit man das Vorhaben angehen könne.

Den Sanierungsbedarf bezeichnete Stefan Werner (BfW) als unstrittig. Es wäre gut, wenn man diesen Bereich aufwerten könnte. Allerdings bezeichnete er die Toilettensituation als schlecht. Diese seien nicht gut beheizbar und es sei ein mühseliger Weg dorthin. „Vielleicht lässt sich etwas an den Pavillon andocken“, meinte er. Das wäre für die Gäste des Bistros „eine enorme Erleichterung“.

Stefan Doetsch (CDU) wies auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde hin. „Deshalb müssen wir etwas machen.“ Er nannte es eine gute Entscheidung, die Sanierung auf den Weg zu bringen. Sie werde diesem Kleinod gerecht und trage zur Erhaltung bei. Auch der Rathauschef bezeichnete die Toilette als Schwachpunkt. Doch sie ans Bistro anzubauen, sei finanziell „ein Fass ohne Boden“, befürchtete Kunkel. Über den Gemeindevorstand wolle man prüfen, was vielleicht machbar ist, sagte er zu. Und gleichzeitig auch die Vorgaben prüfen. Möglicherweise könnte dies im Rahmen eines Vor-Ort-Termins geschehen.

Dirk Hennrich (BfW) begrüßte die Aufwertung des Geländes. Er brachte die Akquise von möglichen Fördergeldern ins Spiel, denn es handle sich um einen ziemlichen Batzen Geld. Stimmt, so der Bürgermeister, aber trotzdem „macht es keinen Sinn, in drei oder vier Schritten zu sanieren“. Bei der Ausschreibung wolle man schauen, welche Summe am Ende rauskomme. Vielleicht sind die Preis Richtung Herbst etwas niedriger, hoffte er. Kunkel nannte das Konzept einen „zeitgemäßen Vorschlag“, keinen Schnellschuss.

Auch wenn es mit neuen Toiletten nicht gleich klappen sollte, empfahl Doetsch doch Vorsorge in Gestalt von verschiedenen Leerrohren zu schaffen. Den Hinweis von Hennrich auf die Überprüfung der dortigen Holzbrücke konterte der Rathauschef mit dem Hinweis, dass dies der Bauhof in regelmäßigen Abständen mache – und das Bauwerk bereits vor einiger Zeit ausgetauscht worden sei. Vom Prinzip gab’s dann vom Ausschuss grünes Licht.

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