Wald-Michelbach: Drogeriemarkt soll schnell in die Pötte kommen

„Die Neuansiedlung eines Drogeriemarkts hat oberste Priorität“ heißt es in der Vorlage. Und damit es auch in der Sommerpause ohne Verzögerung voran gehen kann, wenn die Verhandlungen mit einem Investor erfolgreich verlaufen, wünscht sich die Verwaltung noch im Vorfeld einen Entscheid über den entsprechenden Grundstückskauf. Dieses Einverständnis kam jetzt vom Haupt- und Finanzausschuss einhellig. Die Gemeindevertretung ist am Dienstag gefragt.

Wie Bürgermeister Joachim Kunkel erläuterte, konnte der Markt im Ortskern im Bereich der Ludwigsstraße 74-76 nicht angesiedelt werden, weil eine Grundstückseigentümerin nicht mitzog. Nun laufen die Planungen für die städtischen Grundstücksteile am Wetzkeil in der Nähe von Edeka und Aldi. „Wir wollen ihn ansiedeln können“, so Kunkel. Da die Gespräche schon fortgeschritten seien, „kann es manchmal schnell gehen“ und die Voraussetzungen müssen geschaffen werden. Für diesen Fall der Fälle möchte der Gemeindevorstand gerüstet sein. Es dreht sich um fast 4000 Quadratmeter gemeindeeigene Grundstücke.

Mit einem Investor seien die Verhandlungen am weitesten gediehen, sagte der Bürgermeister auf Frage von Stefan Werner (BfW). Mit einem weiteren gebe es noch Gespräche. „Schlange stehen sie nicht“, meinte Kunkel ironisch. Die Seriosität der beiden Interessenten sieht er gegeben. Nach Durchsicht der entsprechenden Referenzen „habe ich das Gefühl, dass es funktionieren wird“. Die Verkaufspreise der Grundstücke werden noch festgelegt, antwortete er Dirk Hennrich (BfW). Denn es flössen noch andere Überlegungen mit hinein wie etwa der Erdaushub und die Abfuhr. Was und wie gebaut werde, wird dann über die Offenlage der Planungen vorgestellt, erläuterte der Rathauschef.

In Siedelsbrunn ist die Erweiterung des Bürgerhauses geplant. Wie die vor sich gehen soll, erläuterte Kunkel ebenfalls auf der Sitzung. Demnach brauchen vor allem die Schützen viel mehr Platz. Zehn-Meter-Schießstände stehen auf der Wunschliste. Von dem Anbau würde dann auch der TV 02 profitieren. „Die beiden Vereine platzen aus allen Nähten“, sagte er. Das Bürgerhaus werde für Feiern „hervorragend genutzt“, sodass der große Saal oft geblockt sei. Was auch Ortsvorsteher Helmut Gremm bestätigte. Der freute sich über die gute Auslastung.

Auf einen ebenerdigen Anbau von etwa 15 mal 15 Metern, der für den Schützenverein gedacht sei, würde der Turnverein ein weiteres Geschoss obendrauf setzen. In beiden Vereinen seien die Entscheidungen schon relativ weit gediehen und auch planerisch in Vorentwürfen vorbereitet. Bei den Schützen und dem TV müssen jeweils noch die Mitglieder-Versammlungen zustimmen. Die komplette Maßnahme wird laut Kunkel von den Vereinen umgesetzt, „die Gemeinde muss nur zustimmen“.

Und für 2018 dann analog der Vereinsförderrichtlinien zehn Prozent der Bausumme einstellen, so der Bürgermeister. Im Raum steht eine Größenordnung von 220.000 Euro. Allerdings nur bei Fremdvergabe. Da in Siedelsbrunn viel und oft selbst in die Hände gespuckt wird, dürfte sich diese Summe noch reduzieren, lautete die berechtigte Hoffnung von Schatzmeister Gerhard Eder. Beim grünem Licht aus den gemeindlichen Gremien könnten sich die Vereine auch um entsprechende Sportförderung bemühen.

„In Siedelsbrunn haben wir bewiesen, dass man mit Eigenleistung viel bewegen kann“, betonte Gremm. Er nannte den Anbau eine „einmalige Chance“, zusätzliche Räume zu erhalten. Die beiden Vereine „machen das Leben im Ort attraktiv“, sagte Stefan Doetsch (CDU). Eine solche Summe nehme niemand in die Hand, der diese Investition nicht als dringend notwendig erachte, hob er hervor. Unterstützung signalisierte auch Dirk Hennrich (BfW).

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