Großes Hallo beim 70. Jubiläum des SV Hammelbach

Wer feiert, lädt sich gerne Gäste ein. Und wenn es dann noch solche sind, die früher in den Vereinsfarben aufgelaufen sind, dann gibt es ein großes Hallo. Zum 70. Jubiläum gab es beim SV Hammelbach nicht nur einen Festabend. Sondern auch ein Ehemaligentreffen und ein Einlagespiel von Aktiven aus früheren Zeiten. Beides soll nun in zweijährlichem Rhythmus stattfinden und die Verbundenheit mit dem SV hochhalten.

Die Cracks von früher hatten zusammen eine schöne Zeit und tauschten sich über die Erfolge aus den damaligen Zeiten aus. Die Meistermannschaft aus den 90er Jahren trat zu einem Einlagespiel gegen die aktuelle Soma an, das die Soma mit 4:3 gewann. Davor und danach stand das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. Beste Voraussetzungen also, um sich in regelmäßigen Abständen wieder zu treffen.

Vorsitzender Rainer Wolk blickte in seiner Rede auf die wichtigsten Stationen der Vereinsgeschichte ein. Nachdem Anfang der 1940er Jahre der Sportplatz gebaut worden war, folgte am 2. Februar 1947 die Gründung des SV: Der erste Vorsitzende war damals Karl Nithus. In der Saison 1947/48 nahm man auch gleich an der Verbandsrunde teil. Dazu hatte Wolk einige amüsante Anekdoten parat. So wurde etwa der Schiedsrichter mit dem Motorrad von Heinrich Schäfer vom Fürther Bahnhof abgeholt, weil der als einziger eines besaß. Den Ball tauschte man damals gegen einen Sack Kartoffeln und zwei Laib Brot ein.

Schon 1955 kamen zu den Fußballern weitere Abteilungen dazu: Tischtennis, Motorsport und Faustball. Allerdings folgte ein Jahr später schon wieder eine Änderung. Mangels Masse wurde die Tischtennis-Abteilung wieder aufgelöst, die Motorsportler gründeten einen eigenen Verein. Der erste große Erfolg stellte sich in der Saison 1958/59 ein, als die zweite Mannschaft den Meistertitel holte. In der Saison 1960/61 folgte die erste Mannschaft ganz oben auf dem Treppchen nach.

Mit Hermann Stein, einem ehemaligen Spieler von Kickers Offenbach, wurde 1960 der erste Trainer verpflichtet. Ein Jahr später meldete der SV mit Gerhard Golz den ersten Schiedsrichter beim Verband. Ende 1966 folgte die Gründung einer Gymnastikabteilung, die auch heute noch existiert. Zwei Jahre später kam die AH dazu, die heutige Soma. 1972 fiel der Startschuss für die Sportklause.

1700 zahlende Zuschauer: Diesen einsamen Rekord verzeichnete der SV laut Wolk beim letzten Punktspiel der Saison 1977/78. 1985 wurde die Wintersport-Abteilung gegründet, 1986 der Tischtennis reaktiviert. Ab dann bis 1989 feierte die zweite Fußball-Mannschaft vier Meisterschaften in Folge. 1991 folgte die Gründung der Tanzsportabteilung „Modern Dance Group“, 1992 die der Herzsportabteilung. Die Tänzerinnen feierten zahlreiche Erfolge, unter anderem 1996 mit „Joy“ den Aufstieg in die Regionalliga Süd.

Die Fußballer taten es ihnen in dieser Zeit nach. 1995 standen sie unter Trainer Thomas Felber in der Bezirksliga Süd. Ab dem Millenium ging es Schlag auf Schlag: In der Saison 2012 stieg „Joy“ in die ersten Bundesliga auf. Die Tischtennis-Herren standen in der Verbandsliga. Der spätere Aufstieg in die Hessenliga klappte dann aber leider nicht. Die Lauf- und Walking-Treffler hielten ein knappes Jahrzehnt durch und lösten sich 2012 wegen fehlendem Interesse wieder auf.

Vertreter von befreundeten Vereinen waren beim Festabend auch zugegen. Dazu noch Mitglieder der in der Jugendspielgemeinschaft vertretenen Mannschaften aus Grasellenbach, Wahlen, Scharbach und Affolterbach. Bürgermeister Markus Röth, Gemeindevertreter-Vorsitzender Bernd Daub, die Landtagsabgeordnete Karin Hartmann und der Kreisbeigeordnete Karsten Krug gehörten ebenso zu den Gratulanten.

Neben Kreisfußballwart Rainer Held schauten am Abend viele ehemalige Trainer vorbei. Etwa mit Siegfried Sedlatschek einer der ersten Coaches, daneben Erich Schmitt, Erich Brandel oder auch der aktuelle Trainer Manfred Greulich. Gerne blickte man auf die Hoch-Zeit des SV Mitte der 90er Jahre zurück, als der Verein unter Thomas Felber den Durchmarsch in die Bezirksliga schaffte.

Von den drei noch lebenden Gründungsmitgliedern war Günther Jöst anwesend, was den Verein besonders erfreute. Er bekam ein kleines Präsent überreicht. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der der Spaß nie zu kurz kam. „Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Treffen in zwei Jahren“, sagte Vorsitzender Wolk zum Abschluss.

Spieler der Traditionsmannschaften: Mahmut Gül, Hansi Werner, Alexander Ganz, Michael Katzenmeyer, Kiyas Büyükodabasi, Bahtiyar Dastan, Stefan Trautmann, Frank Pleiner, Michael Sattler, Jens Hoffmann, Klaus Weber, Jürgen Pleiner, Markus Wiesner, Kalman Prikel, Attila Prikel, Horst Gallinat, Frank Wenzel, Alexander Tempels, Martin Wist, Andreas Rothermel, Walter Fischer, Frank Winkler, Manfred Greulich und Joachim Bauer.

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