ÜWG-Schüler riefen in Wald-Michelbach musikalisch den Sommer herbei

Volle Aula und volles musikalisches Programm: Das Überwald-Gymnasium hatte zum ersten seiner beiden Sommerkonzerte eingeladen und viele, viele Gäste waren dem Aufruf gefolgt, sodass die Sitzplätze zur Mangelware wurden. Die jüngeren Bläser- und Gesangsklassen sowie Ensembles zeigten an diesem Abend ihr Können, das von den Zuschauern und ebenso den Mitschülern mit teils überschwänglichem Applaus honoriert wurde.

Den Anfang machte die Bläserklasse 5B unter Werner Marquard. Zwischen den beiden Stücken, der „Bartok Suite“ und „Maystic Legacy“, begrüßte ÜWG-Direktor Reinhard Fahrenholz die Zuschauer und wünschte einen schönen Abend. Er lobte das Ensemble für den „tollen Auftakt“ bei seinem ersten Auftritt vor größeren Publikum. Es wurde unterstützt von Schülerinnen aus der 8B, Rike Laudenklos am Glockenspiel sowie Emily Uhrig und Nina Vogel an der Percussion. Referendar Sören Lüdemann unterstützte die diversen Stücke den ganzen Abend über auf dem Schlagzeug.

Mit dem Sommerkanon aus England führte Stefan Römer zusammen mit den Gesangklassen der 5A/6A und 7A in die Jahreszeit ein. Denn „der Sommer will noch etwas gebeten werden“, sagte er. Seine Aufforderung zum Mitsingen wurde aber eher verhalten angenommen. Während des Lieds marschierten die Schüler auf die Bühne ein und nahmen Aufstellung, sodass diese dann mit knapp 50 Kindern gefüllt war.

„Listen to the rain“ mit Römer am Klavier und Doris Steffan-Wagner als Leiterin lebte vom zweistimmigen Gesang und der dezenten Klavieruntermalung, die den plätschernden Regen bis hin zum Platschregen mit Gewitter bestens zur Geltung kommen ließ. Super kam der Gospel „Somebody’s knockin on your door“ an.

„Antitras Tanz“ hieß das vierhändige Solo-Klavierstück der eineiigen Zwillinge Georg und Clara Richter, ehe dann nochmals die Gesangsklassen drei französische Stücke darboten. Teils fröhlich, teils etwas melancholisch waren die Schüler in der Fremdsprache bestens präsent und heimsten viel Applaus ein wieder unter der Leitung von Steffan-Wagner.

Die „Brass Stars“ aus den Klassen 7B und 8B hangelten sich unter der Leitung von Werner Marquart vom 4D-Blues zum Aisa Rock. Lukas Lergenmüller, Valentin Vögeler, Hannah Dörsam, Lucas Schnebele, Nina Vogel, Marie Kammer, Ole Schmitt, Leonie Gräber, Lauritz Faatz und Theo Gräber hatten außerdem auch ein Thema aus der Feuerwerksmusik von Händel im Programm.

Mit zwei weltbekannten Stücken wartete das Folk-Ensemble „Pub of Éirie“ nach der Pause auf. „Wish you were here“, der Klassiker von Pink Floyd, wurde von Sarah Sittner gesungen, „Wonderwall“ von Oasis von Benedikt Steffan. Lehrer Elmar Berghaus unterstützte die Gruppe an der Gitarre. Sehr gefühlvoll dann im Anschluss das Solostück „Read all about it“ von Sarah Sittner, nur am Klavier von Thomas Braun begleitet.

Nach der „Ouvertüre“ hatte die Bläserklasse der 9B mit dem „Knoblauch“ ein lustiges, schwungvolles Lied im Programm. Die Streicher wurden unterstützt von Susanne Kopf-Römer und Christiane Köhler. An zwei schwierige Stücke wagten sich die „Solisten“ mit Werner Marquard heran. Der „Ragtime Dance“ und „Hymn to Freedom“ lebten von schwierigen Übergängen, etlichen Stopps und beim zweiten Song den perlenden Klaviertönen.

Diese Oberstufenschüler haben bis zum Ende der Mittelstufe in einer Bläserklasse musiziert und gehen nun in einer Arbeitsgemeinschaft weiterhin ihrem Hobby nach. An der Querflöte waren Laura Kilthau und Juliane Metz zu hören, das Alt-Saxofon spielte Felix Strasser, Klavier Max Quick und Geord Richter, den E-Bass Sarah Schmitt.

Den Abschluss machte die Bläserklasse 8B, etwa 25 Schüler, mit drei sehr flotten Songs. Bei „Gabriel‘s Oboe“ von Ennio Morricone war der Komponierstil des Italieners in Form seiner vielen Filmmusiken deutlich rauszuhören. Johanna Henß (Alt-Saxophon), Urda Richter (Klarinette), Jana Rolli und Emily Uhrig (Querflöte) waren hier für die Soloparts zuständig.

Bei den „Waltzing Wicked Witches“ konnte man die verrückten Hexen mit ihren Besen förmlich durch die Luft fliegen sehen. Das schwierige Stück mit seinen Breaks wurde toll gemeistert. Zum Abschluss, mit den beiden „Celtic Folksongs“, wie auch der Rest unter der Leitung von Werner Marquard, gab’s dann sogar ein paar Zugaberufe.

Kein Sommerkonzert ohne viele Helfer im Hintergrund. Denen dankte Schulleiter Reinhard Fahrenholz in seinen Schlussworten. „Was auf der Bühne so selbstverständlich aussieht, bedeutet in Wirklichkeit viel Vor- und Nachbereitung“, sagte er. Es gehe um die Programmerstellung, den Zeitplan, Plakate, Probenpläne, Vertretungen oder Raumpläne. „In den letzten Tagen vor dem Konzert tönt es aus allen Ecken und Enden der Schule“, so Fahrenholz. Bewirtung, Bühnenaufbau, Kartenvorverkauf, Abendkasse und Abbau müssten ebenfalls organisiert werden. Deshalb dankte er allen, die diesmal mitgeholfen haben. Stellvertretend gab es Blumen für Doris Steffan-Wagner, Sebastian Schertel, Stefan Römer, Uli Krell, Werner Marquardt und Thomas Braun. Die Bewirtung übernahmen der Förderverein und die Q2.

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