MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag nahm an einem der drei weltweit größten Musikfestivals in Lindenholzhausen mit 6100 Akteuren teil

6100 Sänger, Musiker und Tänzer aus 37 Nationen und Kulturen bei „Harmonie-Festival“ in Lindenholzhausen. Mittendrin der Männerchor des MGV Sängerbund mit seinen 28 Sängern. Kein Wunder, dass Vorsitzender Christian Jöst von einem „Highlight in der Vereinsgeschichte“ sprach, von einer „einmaligen Sache“. Für die mitgereisten Unterstützer war es „ein wahnsinniges und bisher einzigartiges Erlebnis“, bestätigte Schriftführerin Anja Freudl. Über 20 fuhren im Bus mit, was „den Zusammenhalt und die Gemeinschaft im Verein zeigt“.

Alle sechs Jahre führt die Harmonie in dem Ort bei Limburg ihren internationalen Chorwettbewerb durch. „Das ist kein normales Sängerfest, für das man sich einfach anmelden kann“, betonte Jöst. Denn schon die Auswahlkriterien seien sehr streng. Allein die Teilnahme ist für den MGV seinen Worten zufolge ein Riesenerfolg. Denn bei dem fünftägigen Event handelt es sich „um eines der drei größten Musikfestivals der Welt“. Die anderen beiden finden nicht in Deutschland statt…

Beim Festival „ist alles vertreten, was in der Weltspitze mitsingt, was Rang und Namen hat“, so Jöst. Chöre kommen aus Costa Rica, der Ukraine, Schweden, USA, Philippinen oder Thailand, um nur einige Länder zu nennen. „Unser Ziel war es, unseren Heimatort und die Region international zu präsentieren“, betonte der Vorsitzende. Was auch bestens gelang. Denn aus der Umgebung nahmen nur wenige Chöre teil. Der nächste aus Heidelberg.

Schon allein der Rahmen war die MGV-Männer etwas Besonderes. „Es war ein Erlebnis, vor einer Kulisse mit fast 2000 Zuschauern zu singen.“ Die Gelegenheit nutzten die Schimmeldewäer natürlich, um anderen hochkarätigen Klangkörpern zu lauschen. „So etwas hört man normalerweise nicht live“, sagte der Vorsitzende. Etwa einen Chor aus Finnland mit über 100 Sängern, der prompt in der Klasse auch die Goldmedaille holte.

Was sich bei den vergangenen Chorwettbewerben schon angedeutet hatte, als die Schönmattenwager Sänger zum Teil deutlich die Klassen domminiert hatten, setzte sich in Lindenholzhausen fort. Der MGV kam in seiner Kategorie (Männerchöre International) auf den vierten Platz. Eigentlich ist diese Chören ab 36 Sängern vorbehalten, aber als „mit Abstand kleinster Chor“ wollte man nicht bei den Kammersängern starten.

Jedoch wurden wie schon so oft größere Ensembles glatt übersungen. Darunter ein Chor aus den Niederlanden mit über 100 Mitgliedern. Die Liedertafel als Sieger des Deutschen Chorwettbewerbs „lag gerade mal 0,175 Punkte vor uns“, freute sich Jöst über das grandiose Ergebnis des MGV. In der MGV-Klasse waren außerdem zwei weitere Chöre aus den Niederlanden und einer aus Österreich dabei.

Mit 21,83 Punkten holte man ein starkes Silberdiplom. Laut Jöst ein „herausragender Erfolg“ und eine „andere Hausnummer“ gegenüber sonstigen Wettbewerben, weil hier viel strenger bewertet werde. Dies zeige die „ausgezeichnete Arbeit“ von Dirigent Hans-Joachim Karl. „Wir haben unsere beste Leistung abgerufen“, so Jöst. Der Chor sei total konzentriert und fokussiert zu Werke gegangen und habe einen „tollen Auftritt“ gezeigt.

Einen Sonderpreis gab es für das Stück „Kung Liljekonvalje“ von David Wikander als „beste Interpretation einer Komposition der Romantik“. Juror Robert Sund aus Schweden gab den Überwäldern mit auf den Weg, außer von seinen Landleuten habe er anderswo das Lied „noch nie so gut gehört“. Weitere gesungene Stücke waren „Viva l’amour“ mit einem Solo von Christian Jöst, „Kyrie“ von Sven-David Sandström und „Komm Trost der Welt“.

Um 6.30 Uhr war der Tross in Unter-Schönmattenwag losgefahren. Gegen 11.30 Uhr trat der MGV auf dem Riesengelände auf. Der Nachmittag wurde dann genutzt, um den anderen Chören zu lauschen und den Erfolg kräftig zu feiern. „Gerne auf ein Wiedersehen“, meinte Chorleiter Ha-Jo Karl. Allerdings erst in sechs Jahren. In diesem Rhythmus führt die Harmonie den Mega-Event durch.

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