Glückwünsche ohne Ende für die Schulpreis-Finalisten von der Grundschule Schimmeldewog

Großer Jubel, ein herzlicher Empfang, viel Freude und Glückwünsche von allen Seiten: Die Berlin-Delegation der Grundschule Schimmeldewog wurde im Schulhaus von den begeisterten „Daheimgebliebenen“ mit einer „wahnsinnigen Gratulation“ empfangen. Eltern und Kinder hatten das Gebäude geschmückt, Girlanden und Plakate aufgehängt und eine Seifenblasenmaschine organisiert. Denn die kleine Schule im Wald-Michelbacher Ortsteil ist eine der 14 besten Schulen in Deutschland.

„Es gab keine Gewinner und Verlierer, sondern Preise für alle“, betonte Schulleiterin Sabine Herold. Als einzige Schule in Hessen und als kleinste der Teilnehmenden es überhaupt ins Finale geschafft zu haben, wertete sie als Riesenerfolg. Die zehnköpfige Reisegruppe, vier Lehrer und sechs Schüler, erzählte in der Aula vom Berlin-Aufenthalt und zeigte die dort geschossenen Bilder. Die beiden Schulsprecher Paul Walter und Svenja Ballmann berichteten von den zwei Veranstaltungen, die einen tiefen Eindruck bei den Kindern hinterlassen hatten.

Zum Anfassen gab es darüber hinaus die „tolle Plakette“, die die Schimmeldewäer von der ausrichtenden Robert-Bosch- und Heide-Stiftung für die Teilnahme erhalten hatte. Und die Urkunde für den mit 5000 Euro dotierten Anerkennungspreis. „Allein durch die Teilnahme haben wir einen riesengroßen Schritt als Schule gemacht“, sagte Herold.

Denn weil sie nach Berlin fahren durfte, ist die Lehranstalt jetzt im Schulpreis-Netzwerk drin. Die Pädagogen können dadurch Fortbildungen besuchen, bekommen Coachings, um die Weiterentwicklung der Schule vorantreiben zu können, und haben die Möglichkeit zu gegenseitigen Hospitationen. „Das ist eigentlich noch viel wertvoller als der Geldpreis“, so Herold. Und ihren Worten nach der wirkliche Sinn und Zweck des Schulpreises.

Die Finalteilnahme sah sie als „Wertschätzung und Anerkennung der geleisteten Arbeit“. Sie bedeute eine „Riesenmotivation für Kollegium und Eltern“, genauso engagiert und mit Herzblut wie bisher weiterzuarbeiten. „Es tut gut, ein solches Lob aus berufenem Munde zu bekommen“, meinte die Schulleiterin. Die positive Wirkung auf die Schulgemeinschaft und das Zusammenleben könne man gar nicht hoch genug einschätzen.

Mit dem Schulpreis-Finale startete auch die Ausschreibung fürs kommende Jahr. Da die Grundschule keinen der Hauptpreise erhielt, dürfte sie sich noch einmal bewerben. Der Schwerpunkt soll 2018 auf eine individuelle Herausforderung der Schule gelegt werden, so die Vorgabe. Zwei von drei möglichen Kriterien passen sehr gut nach Schimmeldewog: die lokale Komponente (Schule als Lern- und Lebensort im Stadtteil) oder die pädagogische Herausforderung (die Etablierung von jahrgangsübergreifendem Unterricht). Die Bewerbungsfrist endet am 15. Oktober.

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