Teilnahme am Schulpreis-Finale war ein absolutes Highlight für die Grundschule Schimmeldewog

Die Grundschule Schimmeldewog ist die unangefochtene Siegerin der Herzen. Bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin holte die kleinste teilnehmende Schule des Wettbewerbs zwar keinen der sechs Hauptpreise. Sie darf sich aber trotzdem über einen Anerkennungspreis von 5000 Euro für die Schulkasse freuen und über viel, viel begeisterten Zuspruch von Jury und Gästen. Die Delegation aus dem Überwald war zwar ein klein wenig niedergeschlagen, sah die Teilnahme aber auch nach dem olympischen Motto: „Dabei sein ist alles.“

Allein der Finaleinzug und die Möglichkeit, nach Berlin fahren zu können, war für die kleine Schule im Wald-Michelbacher Ortsteil schon ein Riesenerfolg. Denn sie repräsentierte als einzige das ganze Land Hessen bei dieser renommierten Veranstaltung, die die Robert-Bosch- zusammen mit der Heidehof-Stiftung seit 2006 ausrichtet.

„Wir freuen uns total, dass wir nach Berlin fahren durften“, sagte Schulleiterin Sabine Herold – auch wenn sie sich natürlich über einen der Hauptpreise gefreut hätte. Es sei eine Riesenanerkennung für die in den vergangenen zehn Jahren geleistete Arbeit an der kleinen Schule mit nicht einmal 80 Kindern. Für die sechs Schüler und vier Lehrkräfte der Grundschule Schimmeldewog bedeutete die Final-Teilnahme eine tolle Erfahrung. „Das war ein einmaliges Erlebnis, das die Kinder nie vergessen werden“, meinte Herold. Die waren sowieso überwältigt und schwer beeindruckt vom Eventprogramm, das die Bosch-Stiftung auf die Beine gestellt hatte.

„Das ist ein absolutes Highlight in unserem Schulleben“, so Herold, und war dazu noch unwahrscheinlich spannend. Ein bisschen Enttäuschung schwang bei den Kids natürlich schon mit, sie hätten gerne einen der vorderen Plätze geholt. Aber auch wenn es dafür nicht reichte, „haben wir eine tolle Veranstaltung erlebt“. Als „grandiosen Erfolg“ bezeichnete die Vorsitzende des Schulfördervereins, Martina Tavaglione, den Finaleinzug. Die Teilnahme war „für uns als Schulstandort und für sein weiteres Bestehen außerordentlich wichtig“.

Bürgermeister Joachim Kunkel war begeistert von der „großartigen Veranstaltung“. Allein mitwirken zu dürfen „war eine herausragende Sache“. Die gesamte Schulgemeinschaft mit Lehrkräften, Eltern, Verein und Schülern könne stolz darauf sein, es ins Finale geschafft zu haben, würdigte Kunkel die „fantastische Leistung“.

Landrat Christian Engelhardt sah es als einen „unglaublichen Erfolg“ an, zu den 14 besten deutschen Schulen auf der ganzen Welt zu gehören. Wenn man erlebe, wie motiviert die Lehrer zu Werke gingen und wie begeistert die Eltern mitwirkten, werde dadurch die besondere Lernatmosphäre deutlich, die diese Auszeichnung erst möglich machte.

Aber auch zuhause wurde kräftig mitgefiebert. Und das war bei der großen Hitze in der Schulaula durchaus wörtlich zu nehmen. Über 70 Schüler und Eltern hatten sich dort zum „Public Viewing“ getroffen. Auch wenn man sich dort relativ früh sicher war, den Hauptpreis nicht erreichen zu können, war die Freude groß, es überhaupt ins Finale nach Berlin geschafft zu haben. Die Delegation aus dem Überwald war während der Live-Übertragung auf Phoenix immer wieder im Bild zu sehen und sorgte damit für ein großes Hallo in der Heimat.

Bei der von Susanne Holst und Lennert Brinkhoff moderierten Verleihung war die Spannung groß. Pate des Schulpreises war Fußball-Torwart Manuel Neuer. Zuerst wurden die fünf zweiten Plätze vergeben. Wer dann noch im Pool war, durfte sich Hoffnungen auf den ersten Platz machen. Laudatorin Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte im Gespräch mit Susanne Holst: „Man kann einem Kollegium nichts befehlen. Man kann den Lehrern Anerkennung geben, wenn sie tolle Sachen machen.“

Info: Die berufsbildende Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln (Niedersachsen) gewann den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis. Die Auszeichnung überreichte Bundeskanzlerin Angela Merkel im ewerk Berlin. Fünf weitere Preise in Höhe von je 25.000 Euro erhielten die Waldparkschule in Heidelberg, das Gymnasium Kirchheim bei München (Bayern), die Grundschule Borchshöhe in Bremen, die Europaschule Bornheim (Nordrhein-Westfalen) und die Deutsche Schule Rio de Janeiro in Brasilien.

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