Wald-Michelbacher Kitzretter-Gruppe ist wieder aktiv

Jedes Jahr sterben zehntausende Rehkitze bei der Mahd. Moderne Mähmaschinen werden immer größer und schneller. Der Fahrer hat während des Mähvorgangs kaum die Möglichkeit, ein im Gras liegendes Rehkitz zu erkennen. Oft werden die Tiere verstümmelt und sterben qualvoll. Um dies zu verhindern, hat sich vor zwei Jahren in Wald-Michelbach eine kleine Gruppe von Tierschützern zusammengefunden.

Revierjäger Andreas Weik und Jürgen Behrens waren die Initiatoren für diese Gruppe. Jedes Jahr in den Monaten Mai und Juni, wenn die Rehe ihre Kitze in den Wiesen gebären, treffen sich die Aktiven, um die Wiesen vor den Mäharbeiten abzulaufen und nach den Tierkindern zu suchen. Dabei sind die ehrenamtlichen Retter auch auf die Mitarbeit der Landwirte angewiesen. Denn nur wenn diese ihnen ihren Mähtermin mitteilen, kann die Gruppe aktiv werden.

Vor kurzem war die Gruppe wieder im Einsatz. Die Wiese entlang des Ulfenbachs in der Binzig musste gemäht werden. Landwirt Breunig hatte zuvor mit den Revierjägern Kontakt aufgenommen und diese informiert. Bei der Suchaktion wurden zwei Rehkitze gefunden und so vor den sicheren Tod bewahrt. Die Aktiven waren dem Landwirt deshalb sehr dankbar für seine Mitwirkung. Dieser beteiligte sich auch selbst an der Suchaktion.

Da in den nächsten Wochen in der Region noch etliche Wiesen gemäht werden müssen, wird die Kitzretter-Gruppe noch des Öfteren die Wiesen durchkämmen. Wer mithelfen möchte, ist gerne willkommen. Viele zusätzliche helfende Hände werden noch gebraucht.

Info: Wer Lust hat, kann sich gerne bei Andreas Weik unter 06207/1521 oder 0174/8186880 melden.

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