Prächtiges Radelwetter ließ die Massen zur Eröffnung der Radler-Infostation in Wahlen strömen

Es war ein Wetter wie geschaffen für die Einweihung der Radler-Infostation auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Wahlen. Angenehme Temperaturen und ein paar Wolken am Himmel gegen die hitzige Sonne ließen etliche Ausflügler aufs Rad steigen oder ein paar (Kilo-)Meter zu Fuß gehen, um zusammen mit der Initiative „Wir sind Wahlen“ die Fertigstellung des Kommunikationsparks zu feiern.

Unter Zelten oder auch unter freiem Himmel ließ es sich bestens verweilen, während der Vogelschutzverein fürs leibliche Wohl sorgte. Dessen Mitglieder wie auch die Helfer der Projektgruppe waren „überwältigt“ von der positiven Resonanz. Nicht nur die Ortsbürger, sondern auch viele Gäste aus den umliegenden Ortschaften hatten sich auf den Weg gemacht, um dieses besondere Ereignis mit den Wählemern zu feiern.

Seinen Dank an alle Beteiligten für die einjährige ehrenamtliche Arbeit auf dem Gelände verband Bürgermeister Markus Röth mit dem Hinweis auf die zahlreichen privaten Spenden „über das normale finanzielle Maß hinaus“. Zusammen mit 10.000 Euro von der Hopp-Stiftung und den Zuschüssen aus zwei Fördertöpfen konnte so das Projekt ohne große Eigenmittel der Gemeinde verwirklicht werden. Die Finanzierung geschah vor allem durch Zuschüsse: Über das Leader-plus-Programm erhielt die Maßnahme 75.000 Euro, 33.500 Euro gab es von „Miteinander in Hessen“.

Es gibt an der Radlerstation acht Aufladepunkte inklusive Schließanlage für E-Bikes. Gewählt wurde beim 14 mal 6,25 Meter großen Radstation-Komplex eine integrativ-inklusive Betrachtungsweise. Neben den Ladestationen existiert am Parkplatz auch eine für Elektroautos. Ebenfalls entstand ein Behinderten-WC. Ziel von „Wir sind Wahlen“ war es nicht nur mit dieser Maßnahme, „den Ortsteil für Mitbürger und Gäste noch attraktiver zu gestalten“.

Das Projekt wurde von der Initiative in den vergangenen fünf Jahren auf die Beine gestellt. Die ersten vier dienten vor allem der Planung und Antragstellung für Zuschüsse. Seit April 2016 lief die bauliche Umsetzung, die in der Gebäudeerrichtung im Herbst vergangenen Jahres ihren Höhepunkt fand. Aber diese Aktion ist beileibe nicht die einzige von „Wir sind Wahlen“.

Zwei Radtouren hatten bereits am Vormittag die Feier quasi „thematisch“ eingeläutet. André Knapp und Edwin Berg begleiteten 30 Mountainbiker auf mehr 30 Kilometern rund um Wahlen. Sebastian Schröder bot eine Tour ab Fürth über Rimbach, Mörlenbach und Wald-Michelbach zum Ziel an, an der sich fünf Interessierte beteiligten. Die aber mit unterschiedlichen Geschossen wie E-Bike, Renn- und Tourenrad sowie Mountainbike.

Seit April war „Wir sind Wahlen“ auf dem Gelände noch einmal schwer aktiv, erläuterte Bernd Daub. Es wurden die E-Tankstelle für Autos geschaffen, der Grillplatz angelegt und eine „Slackline“ zum Balancieren gespannt. Außerdem schraubte man vier stabile, praktisch nicht transportable Tische und acht Bankgarnituren zusammen, die Simone Daub entworfen hatte und die im Auftrag der Initiative dann gefertigt wurden.

Acht Cortenstahl-Stelen kennzeichnen die verschiedenen Punkte auf dem alten Bahnhofsgelände oder weisen auf die weiteren Attraktionen hin. Weitere drei begrüßen an den Ortseingängen die nach Wahlen hineinfahrenden. Daub lobte die „harmonische Zusammenarbeit“ zwischen den ungefähr 30 ehrenamtlichen Helfern und den Firmen. „Es machte Freude zu schaffen“, ergänzte Gabi Gölz. Sie lobte die große Bereitschaft zur Mithilfe bei den verschiedenen Arbeitseinsätzen. „Das Wetter passt, die Stimmung passt.“

Ihre Freude über das Erreichte drückte auch die neue CDU-Landtagabgeordnete Birgit Heitland aus, die das Mandat Ende vergangener Woche von Peter Stephan übernommen hatte. Dieser, an der Zuschussbeantragung beteiligt, schaute ebenfalls vorbei. Der Kreisbeigeordnete Volker Buser sprach weitere Grußworte und zeigte sich stolz über die Gesamtanlage.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Hartmann, selbst Mitglied von „Wir sind Wahlen“, freute sich über diesen besonderen Tag für die Initiative. Es sei nun ein vorläufiger Höhepunkt der Aktivitäten erreicht, „aber das ist noch lange nicht das Ende“, meinte sie. Sie überreichte an Simone und Bernd Daub sowie Sebastian Schröder von der ZKÜ einen Gutschein als stellvertretenden Dank.

Das Erreichte zeige anschaulich, was eine Kombination aus Spaß am Ehrenamt, guten Ideen und Organisationstalent erreichen könne, wenn dazu noch die entsprechenden Zuschüsse akquiriert würden, sagte Hartmann. Und das nicht als Verein, sondern als Projektgruppe. Weiterhin sei jeder willkommen, „der sich als Wählemer fühlt und sich beteiligen möchte“, sagte sie.

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