Schüler an der Wald-Michelbacher EBS freuen sich über die neue „Boulderwand“

Es darf geklettert werden. Neudeutsch „Boulderwand“ heißt die aktuellste Errungenschaft der Eugen-Bachmann-Schule (EBS), die jetzt an einer zum Tal hin gelegenen Seitenwand des Schulgebäudes eingeweiht wurde. Für die Realisierung stand der Förderkreis Pate, der die benötigten Gelder zur Verfügung stellte. Mit der Verwirklichung hatte man gewartet, bis die Komplettsanierung des Komplexes durch den Kreis Bergstraße über die Bühne gegangen war.

Schulleiter Thomas Wilcke dankte in seinen einleitenden Worten dem Förderverein. Denn der hatte die beim Sponsorenlauf anlässlich des 50. Jubiläums erlaufenen Gelder bisher verwaltet. Stolze 3300 Euro kostete die etwa acht Meter breite und 2,50 Meter hohe Wand. Sie wird von Hausmeister Waldemar Winkler in Schuss gehalten, der vor „Inbetriebnahme“ mit dem Inbusschlüssel noch einmal die letzten Griffelemente festzog.

„Die Schüler haben sich diese Kletterwand quasi erlaufen“, freute sich Wilcke in Anspielung auf die bewältigten Kilometer. In den Osterferien wurde sie angebracht und nun von zwei Klassen gleich mit Beschlag belegt. Der Schulleiter würdigte die Aktivitäten des Förderkreises, von dem Vorsitzende Rita Trojan, Wolfgang Wojcik, Yvonne Hölzel und Karin Vogl dem Ereignis beiwohnten. Wilcke betonte die Wichtigkeit des Vereins für die EBS. „Möglichst viele Eltern sollten Mitglied sein“, sagte er.

Denn der Verein unterstützt seinen Worten zufolge die Schule bei Veranstaltungen und hilft bei Anschaffungen, die der Kreis als Schulträger nicht (allein) leisten könne. „Man kann selbst mit dem kleinsten Beitrag Mitglied werden“, sekundierte Rita Trojan, selbst früher stellvertretende Leiterin an der Bachmann-Schule. Der Verein sprang unter anderem ein, als der Vorhang in der Mensa erneuert werden musste. Im Zuge des 1:1-Programms zahlte der Kreis die eine Hälfte der Kosten, der Förderkreis die andere.

Klettern ist laut Wilcke nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern dient auch dem sozialen Lernen. Deshalb sieht er die Boulderwand auch vor einem pädagogischen Hintergrund. Sie sei nicht allein für die Pausengestaltung da. Klettern schule hervorragend das Körperbewusstsein, das Gleichgewichtsgefühl und die Koordinationsfähigkeit des gesamten Körpers. Es trainiert vor allem den Schultergürtel und die Rumpfmuskulatur. Beides spielt eine bedeutende Rolle bei der Vermeidung von Haltungsschäden.

Auch soziale Aspekte spielen im wortwörtlichen Sinne mit hinein. Die Schüler kreieren ihre eigenen „Boulder“, definieren also eigene Kletterstellen. In Teams lösen sie dann diese Aufgaben, geben sich gegenseitig Tipps und lernen an den Bewegungsausführungen der anderen. Daneben gibt es verschiedene Spiele, die gemeinsam erlebt werden können. Mit der Boulderwand ist die Unterstützung des Fördervereins aber lange noch nicht zu Ende. Wenn es an den Schulhof geht, ist er auch wieder mit im Boot.

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