Letzte Wahlperiode als Ortsvorsteher: SPD-Ortsbezirk Siedelsbrunn bestätigte den Vorstand mit Helmut Gremm an der Spitze

Das bewährte Team führt den SPD-Ortsbezirk auch in den folgenden beiden Jahren: Die Siedelsbrunner SPD-Mitglieder wählten Ortsvorsteher Helmut Gremm erneut zum Vorsitzenden. Ein Amt, das er im kommenden Jahr dann schon vier Jahrzehnte bekleiden wird. Gremm machte aber deutlich, dass er sich danach langsam in den Partei-Ruhestand zurückziehen möchte. Er freute sich, zur Versammlung fast die Hälfte der Mitglieder willkommen heißen zu können.

„Ich dachte, dass das turbulente Jahr 2016 der Vergangenheit angehört“, sagte er. Allerdings sei man jetzt doch wieder davon eingeholt worden, meinte er mit Blick auf das Parteiausschlussverfahren. Aktuell zählt der Ortsbezirk seinen Worten zufolge 29 Mitglieder. Die regelmäßigen Treffen finden jeden Dienstag im Deutschen Haus statt. „Wer kommt, ist immer gut informiert“, sagte er. Das Kartoffelfest war im vergangenen Jahr „sehr gut besucht“, freute sich Gremm.

In seinem Bericht als Ortsvorsteher sprach Gremm die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ an. Er erwähnte gleichzeitig aber auch viele – teils anonyme – Anfeindungen in diesem Zusammenhang, die für ihn die Grenzen des Erträglichen überschritten haben. Er erläuterte, dass bereits die Teichanlage hergestellt worden sei und man aktuell das gegenüber liegende Grundstück herrichte.

„Siedelsbrunn hat viel an Ehrenamt vorzuweisen“, so Gremm. In den vergangenen Jahren seien Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus mit tausenden von freiwilligen Stunden errichtet worden, hob er hervor. „Im laufenden Betrieb kamen noch einige hinzu“, sagte er. Für den Walderlebnispfad sei jetzt von der ZKÜ ein Antrag auf Gewährung von EU-Mitteln gestellt worden. „Wenn das zum Tragen kommt, wird es ein Riesending“, freute er sich.

Der Ortsvorsteher wies weiter darauf hin, dass das Behinderten-WC im Schulhof langsam am Werden sei. Für den Fest-Besuch von körperlich gehandicapten Menschen sei es eine dringende Notwendigkeit, da sich die Toiletten des Feuerwehrhauses im ersten Stock befänden. Gremm machte klar, dass man dort kein entsprechendes WC einbauen durfte, weil es sonst Abzüge bei den Fördermitteln bedeutet hätte.

Ein steter Stein des Anstoßes ist der schlechte Zustand der Ortsdurchfahrt. Dass nun in Kreidach saniert werden soll und in Siedelsbrunn noch nicht, erschließt sich Gremm nicht. „Unsere Straße ist in bedeutend schlechterem Zustand.“ Deshalb will er sich weiterhin dahinter klemmen, dass auch im Hardberg-Ort was passiert. Er teilte mit, dass der Parkplatz schräg unterhalb des Gasthauses Morgenstern jetzt hergerichtet werde und damit den Wintersportlern zur Verfügung steht.

Beruhigen konnte Gremm Familien mit kleinen Kindern. Die fehlenden Spielgeräte auf dem Parkplatz Lichtenklinger Straße sollen dort wieder hinkommen, kündigte er an. Man sei außerdem an weiteren für den Mehrgenerationenspielplatz Hardberg dran. Dort geht es um Gerätschaften eher für die ältere Generation.

„Irgendwann ist Schluss“, meinte Gremm mit Blick auf Beschimpfungen unterhalb der Gürtellinie, die in der vergangenen Zeit stark zunahmen. „Die Grenze der Belastbarkeit ist erreicht.“ Die aktuelle Wahlperiode bringe er noch zu Ende. Sie werde aber seine letzte als Gemeindevertreter und Ortsvorsteher sein. „Ich bin bereit, ins zweite Glied zurückzutreten.“

Einen positiven Kassenbericht legte Kassier Mirko Ehrhardt vor. Demnach wuchs das Guthaben im vergangenen Jahr an. Wahlleiter Ernst Dörsam würdigte im Vorfeld des Wahlgangs das jahrzehntelange Wirken von Gremm und seinem Vorstandsteam. In geheimer Wahl wurden alle Vorstandsmitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, lediglich Helmut Gremm musste mit einer Gegenstimme „leben“.

Vorstand des SPD-Ortsbezirks Siedelsbrunn: Vorsitzender Helmut Gremm, zweiter Vorsitzender Günther Bäumlisberger, Kassierer Mirko Ehrhard, Schriftführer Horst Ehrhard, Beisitzer Oswald Röth, Veronika Fritsch-Schäfer, Alfred Ehrhard, Peter Hanstein

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