Abtsteinacher Ausschuss spricht sich für das Konzept zum Betreuten Wohnen aus

Mit den Planungen für das Betreute Wohnen gegenüber dem Rathaus kann es wie gehabt weitergehen. Der Bauausschuss befand auf seiner Sitzung das vorgelegte Konzept der Doessenheimer Firma FWD für gut und empfahl der am 19. Mai tagenden Gemeindevertreter-Versammlung einstimmig die Verabschiedung. Der Eindruck von den Meinungsäußerungen der Mandatsträger, den Bürgermeister Rolf Reinhard aus der Präsentation mitgenommen hatte, erwies sich als richtig, freute er sich.

Die Gebäudegestaltung kam nach dem Eindruck des Bürgermeisters bei den Ausschuss-Mitgliedern gut an. Die Gebäudestellung, in der Info-Veranstaltung diskutiert, soll so wie von der FWD vorgeschlagen beibehalten werden. Es war zuvor aus der Gästerunde angeregt worden, das senkrechte Mittelgebäude nach rechts zu verschieben, um so mehr Platz in der Mitte zu schaffen. Doch in der Analyse erwies sich die bisherige Baukörperstruktur als sinnvoll. Denn sonst würden die Rettungswege zu lang und man müsste einen zusätzlichen Fahrstuhl schaffen.

Weil das neue Gebäude mit seinem großen Baukörper weiter hinten als die bisherige „Rose“ angesiedelt ist, sehen die Mandatsträger in der Löhrbacher Straße auch einen Platzcharakter gegenüber des Rathauses geben. Es wurde allerdings noch keine Entscheidung darüber getroffen, wie dieser Platz aussehen soll. Hier will man zuerst noch einmal die Kosten für die verschiedenen Varianten in Augenschein nehmen.

Konsens herrschte daneben darüber, dass die gewerblichen Räume für die Sparkasse Starkenburg vorgehalten werden sollen. Ein Café an dieser Stelle wurde als nicht zweckmäßig betrachtet. Zum einen wegen der fehlenden Wirtschaftlichkeit, zum anderen wegen einer möglichen Konkurrenzsituation durch den Gemeinschaftsraum. Denn hier könnte ebenfalls eine Cafénutzung entstehen.

Optik und Bauweise der Gebäude „haben allen gefallen“, konstatierte Reinhard. Durch die Gestaltung, den hellen Farbton und die verwendete Sandstein-Optik sah man einen gelungenen Kompromiss zwischen dem Neubau und dem Altbestand in der Ober-Abtsteinacher Ortsmitte. Wenn der Bau am 19. Mai von der Gemeindevertretung beschlossen wird, wird laut dem Bürgermeister auch das in der Info-Veranstaltung angesprochene Modell zur Veranschaulichung des Projekts durch die FWD vorgezogen.

In der Zwischenzeit bereitet man im Rathaus eine Ausstellung mit den aktuellen Plänen und Illustrationen vor. Diese sollen voraussichtlich ab der kommenden Woche in den Gängen des Gebäudes aufgehängt werden und sind dann für Interessierte zugänglich. Von allen drei Fraktionen wurde die Konzeption als gut empfunden. Sie empfahlen, mit diesem Konzept in die Umsetzung zu gehen.

Ein Nahwärmenetz wird es zusammen mit dem Neubau des Betreuten Wohnens nicht geben. Alexander Fucker von der MVV Regioplan stellte den Ausschuss-Mitgliedern eine Studie vor, die von der Gemeinde in Auftrag gegeben und durch KfW-Mittel bezuschusst worden war. Neben dem Betreuten Wohnen sollte der zentrale Ortskomplex mit Kirche, Rathaus und Goldenem Bock einbezogen werden.

Jedoch lässt sich das Modell „nicht wirtschaftlich darstellen“, sagte Reinhard. Weshalb der Fachmann Fucker dem Ausschuss nahelegte, es nicht umzusetzen. Denn die Kosten seien im Verhältnis zur Wärmeabnahme zu hoch. Geprüft werden soll nun noch eine „kleine Lösung“ zwischen dem Rathaus und dem gegenüber liegenden Neubau-Komplex. „Die wird noch kurzfristig nachgeschoben“, so der Bürgermeister.

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