Sängerbund-Frauen aus Unter-Schönmattenwag holten beim Wettbewerb in Schwanheim das Triple

Herausragender Start in die Wettbewerbssaison für die beiden Chöre des MGV Sängerbund. Beim Volksliederwertungssingen anlässlich des 150. Jubiläums des MGV 1867 Schwanheim (bei Schönbrunn/Baden) zeigten die beiden Ensembles hervorragende Leistungen und heimsten diverse Preise ein. Insgesamt waren 30 Männer-, Frauen- und gemischte Chöre am Start. Besonders die Sängerbund-Frauen hatten allen Grund zur Freude: Bei der einzigen Wettbewerbsteilnahme in diesem Jahr waren sie in drei Kategorien erfolgreich.

Nachdem in Schwanheimer Kirche das Singen stattgefunden hatte, wurden die Punkte im Festzelt bekanntgegeben. Die Unter-Schönmattenwager Frauen entschieden die Klasse F2 mit 196 Punkten vor Sulzbach, Blankenloch, Schauernbach und Eiterbach für sich. Außerdem erhielt der 17-köpfige Chor den Dirigentenpreis und erzielte die Tagesbestleitung von allen Frauen- und gemischten Chören, zehn an der Zahl.

Die zweite Vorsitzende Anette Wiegel zeigte sich stolz darüber, dass die Schimmeldewäer in ihrer Klasse bis 39 Sängerinnen sogar doppelt so große Chöre hinter sich ließen. Nachdem die bisherige Leiterin Katharina Blattmann aus Studiengründen den MGV Ende März Richtung Frankfurt verlassen hatte, war Männerchor-Dirigent Hans-Joachim Karl interimsweise eingesprungen. Die „super Proben“ mit ihm brachten jetzt den verdienten Lohn für die harte Arbeit.

Hajo Karl motivierte die Frauen zu Höchstleistungen, die sich auch in den Punktzahlen niederschlugen. Bei „Mitt Hjerte Er Ditt“ und „Der Kuckuck und der Esel“ holte man jeweils 65 Punkte. „Oh, Peter go ring them bells“ mit einem Solo von Katharina Zink brachte es auf 66. Die vielen mitgereisten Unterstützer feierten den Sieg lautstark. Der MGV ist bereits auf der Suche nach einer Nachfolgerin für Blattmann und zuversichtlich, diese in der nächsten Zeit vorstellen zu können.

Eine „super Arbeit“ lieferten die 30 Männer des MGV ab. Sie holten mit 205 von 210 möglichen Punkten den Sieg in der Klasse M2B. Dazu gab es auch hier für Hajo Karl den Dirigentenpreis. Vorsitzender Christian Jöst lobte das „herausragende Ergebnis“. Bei den vorangegangenen intensiven Proben in den vergangenen Wochen „zogen alle mit“, sagte er. Diese liefen „hervorragend“. Dirigent Karl habe es verstanden, die Sänger bestens zu motivieren.

Mit den beiden Liedern „Kung Liljekonvalje“ und „Vive L’Amour“, bei dem Christian Jöst das Solo sang, kratzten die Schimmeldewäer mit 69 Punkten an der Höchstzahl von 70. „Komm, Trost der Welt“ wurde mit 67 Punkten bewertet. „Damit haben wir die direkte Konkurrenz in den anderen Klassen weit übersungen“, freute sich Jöst. Teilweise um acht Punkte und mehr.

Insgesamt gesehen hob Jöst hervor, dass sich die beiden MGV-Chöre „in der vergangenen Zeit merklich weiterentwickelt haben“. Für die große Tagesbestleistung reichte es allerdings knapp nicht. Die holte der mehr als doppelt so starke Frohsinn aus Bad Soden mit seinen 70 Mann. Jöst bedauerte, dass der direkte Überwald-Vergleich mit dem MGV Harmonie Aschbach nicht möglich war. „Wir hätten uns gerne mit dem Chor gemessen“, sagte er, aber leider sei der dortige Dirigent kurzfristig erkrankt.

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