Wie immer guter Besuch bei der Mai-Veranstaltung des MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag auf dem Kerweplatz

Verkehrte Welt dieses Jahr beim Maifest des MGV Sängerbund. Während 2016 der Mairock mit „TopSpin“ vom Wetter verhagelt war und am 1. Mai die Sonne vom Himmel lachte, war es dieses Mal genau umgekehrt. Bestes Ausflugswetter am Sonntag, dafür regnete es am Maifeiertag Hunde und Katzen. Dem guten Besuch tat das aber wie immer keinen Abbruch. An beiden Tagen waren die angebotenen Haxen, jeweils etwa 50 Stück, ausverkauft.

Nach einem schleppenden Beginn am Sonntag stellten sich zum Mittagessen und zu Kaffee und Kuchen immer mehr Besucher ein. Der Abend mit der schon bestens bekannten Band „TopSpin“ aus Heiligkreuzsteinach war wieder sehr gut besucht. Das große Zelt war proppenvoll, die Stimmung bestens. Die Küchenhelfer und Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun. Unter anderem flutschten auch die beliebten, frisch gebackenen Schnitzel mit Kartoffelsalat nur so über die Theke.

Mit ihren Rockcovers der 70er bis 90er Jahre sorgte das Trio aus dem Eiterbachtal für beste Laune. Je später der Abend, desto tanz- und singwütiger wurden die Besucher, zu denen sich auch ein paar Wanderer aus dem benachbarten badischen Tal gesellt hatten. Bis spät in die Nacht unterhielten die Musiker mit ihren Coversongs, doch danach war noch lange nicht Schluss mit Feiern.

Bereits zum zehnten Mal war die vor elf Jahren gegründete Band beim MGV zu Gast. Jürgen Dittler (Gitarre, Gesang), Oliver Maier (Drums) und Stefan Semmler (Bass, Gesang) spielen eigenwillige Cover-Versionen alter Klassiker und wissen damit ihr Publikum zu begeistern. Denn ihr Motto „Feel the music live“ erfreut die Freunde von handgemachter Musik.

Auf der Setliste standen Stücke von Cream, Guns‘n’Roses oder Creedence Clearwater Revival, aber auch Thin Lizzy, ZZ Top, Whitesnake, Deep Purple, Uriah Heep, Metallica, Golden Earing, The Who oder Foreigner. „Pinball Wizard“, „Sweet Child o’mine“, „Here I go again“, „All right now“ oder „Hotel California“ lauteten nur einige der gespielten Klassiker. Gerockt wurde, was das Zeug hielt, inklusive fetter Gitarrensoli sowie präziser Arbeit auf Bass und Schlagzeug.

Mit Blick auf die vielen Konkurrenzveranstaltungen rund um den 1. Mai zeigte sich die MGV-Spitze mit dem Besuch sehr zufrieden. „Viele Gäste fanden den Weg nach Unter-Schönmattenwag“, zeigten sich die zweite Vorsitzende Anette Wiegel und der Vorsitzende Christian Jöst erfreut über die Resonanz. Das trockene und warme Zelt erwies sich am verregneten Maifeiertag als großer Pluspunkt. Denn wer im eigenen Ort nicht frieren und nass werden wollte, der fuhr ein paar Kilometer weiter zum MGV.

Der Mai-Morgen gehörte traditionell der Blasmusik Unter-Schönmattenwag. Während deren Klängen füllte sich das Zelt schnell. Dazu trug sicherlich auch wieder der Magnet „Haxen am Grill“ bei. Es herrschte Hochbetrieb. Für diese kulinarischen Leckereien machten sich einige Wandergruppen auf nach Unter-Schönmattenwag – unter anderem eine, die sich aus Wanderbegeisterten aus ganz Deutschland zusammensetzt. Der älteste war 90 Jahre, der jüngste 64 Jahre alt. Gewandert wird zusammen seit 35 Jahren.

Die Blasmusik unterhielt mit ihren bekannten Evergreens von Polka und Märschen über Big-Band-Sound und Chansons bis hin zu Pop das volle Zelt – natürlich durfte zum Schluss das Schimmeldewäer Lied nicht fehlen. Ebenso schnell wie das Mittagessen-Angebot leerte sich auch die Kuchentheke. Das Kinderschminken durch Johanna Jöst wurde gut angenommen. Auch das Torwandschießen lockte am Sonnen-Sonntag zahlreiche Kinder an. Die Hüpfburg, bei herrlichem Wetter noch stark belagert, musste allerdings am Montag aussetzen – es regnete zu stark.

1989 führte der MGV sein erstes Maifest durch, damals noch mit einem Zelt. Inzwischen sind es sechs aneinander gebaute, in denen dieses Mal zwischen 70 und 80 Vereinshelfer an beiden Tagen für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Zusätzlich packen über zehn Aktive mit an, wenn es im Vorfeld darum geht, das Fest zu organisieren und die Zelte aufzubauen – und danach wieder den Kerweplatz aufzuräumen. Verschnaufen können alle, wenn das Zelt abgebaut ist. Das kann aber erst erfolgen, wenn es wieder trocken ist. Wonach es gestern noch nicht aussah….

Die jüngsten Chormitglieder des Kinderchors „Cantante Cintura Kids“, inzwischen unter Chorleiterin Katharina Zink mehr als 20 an der Zahl, waren es, die im Vorfeld des Festes den Maibaum mit bunten Bändern geschmückt hatten, ehe ihn die Jungsänger zusammen mit einigen Männerchor-Mitgliedern am Kerweplatz aufstellten.                  tom

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