Gutes Feedback für das Szenefestival: Galactic Spirit Family ist mit dem Ablauf der Veranstaltung „Mensch – Sein“ zufrieden

„Seit es läuft, läuft es“, schmunzelte Mitorganisator Stephan Flocke. Direkt vor der Veranstaltung wurde es noch einmal hektisch, weil ein paar Helfer ausfielen oder die Heizungsanlage repariert werden musste. Doch seit dem Start am späten Freitagabend sei das Festival „Mensch – Sein“ der Galactic Spirit Family auf dem Wahlener Sportplatz aber „so abgelaufen wie angedacht“, freute er über den Erfolg der dritten Auflage.

„Ein sehr gutes Feedback“ stellte Flocke am Abschlussabend fest, nachdem bereits zwei Tage lang bekannte DJs aufgelegt hatten und Größen aus der Elektro- und Dance-Szene beim Festival aufgetreten waren. Die Besucher „waren sehr zufrieden und happy“. Gegenüber der vorigen Auflage stellte er eine leichte Steigerung der Gästezahlen fest. In der Form, dass am Sonntagabend bereits die Kosten drin waren und alles, was danach verdient wurde, als Spende weitergegeben wird.

Die Topacts wie etwa „Mc Coy’s Sunproject“ waren laut Flocke die Zugpferde der Veranstaltung. Als die Band am Samstag gegen Mitternacht auftrat, waren die Räume gut gefüllt. Oft waren die Bands und Einzelacts schon lange nicht mehr im hiesigen Raum aufgetreten, sodass die Fans aus Stuttgart, Frankfurt oder dem Kölner und Düsseldorfer Raum anreisten, um sie zu hören. „Teilweise zielgerichtet extra für eine Gruppe“, aber sie blieben dann die kompletten drei Tage, beobachtete er.

Das gute Wetter bis Montagmorgen tat ein Übriges dafür, dass die Veranstaltung zum Erfolg wurde. Flocke registrierte, dass sich viele Besucher über die Natur freuten, auch die Angebote der Umgebung nutzten, wandern gingen oder die Kneipp-Tretbecken in Anspruch nahmen. Etliche saßen draußen in der Sonne. „Alles lief völlig unproblematisch ab“, wurde der Event seinen Grundidealen wie „Love, Peace, Happiness“ gerecht.

„Die ganz eingefleischten Fans sind mit ihren Wohnmobilen unterwegs“, beobachtete er. Von langjährigen Festivalbesuchern habe es Lob gegeben, weil sie eine Veranstaltung dieser Art „viele Jahre vermisst haben“. Gleichzeitig hatten sie dadurch die Möglichkeit, alte Szenebekannte wiederzutreffen, die man schon Jahre nicht mehr gesehen hatte.

„Sehr harmonisch, mit positiver Energie und in einem schönen Miteinander“ sei das Szenetreffen abgelaufen, sagte Flocke. Familien mit Kindern, Vereinsmitglieder, aber auch Anwohner aus der direkten Nachbarschaft hätten sich unter die Besucher gemischt, was „zahlreiche Bekanntschaften unter netten Menschen“ ermöglichte.

Das Nonstop-Event von Freitagabend bis Montagmittag wäre Flocke zufolge nicht möglich ohne sein „super Team“ von 25 Ehrenamtlichen, die sich um alles kümmern: Bar, Kasse, Musik oder Technik. So schmiss Flockes Mutter am Sonntagabend etwa die Essens- und Getränkekasse. Weitere Helfer sind seinen Worten zufolge immer gerne gesehen. „Wir suchen noch Verstärkung.“

Flocke ist von der elektronischen Tanzmusik geprägt. Sieben Jahre lebte er in Berlin, organisierte Events und Tanzveranstaltungen. Bis dann vor einigen Jahren „das Familiäre, das Gemeinsamkeitsgefühl, das gewisse Etwas, der Zauber und die Schönheit“, irgendwie verloren gingen. Er zog sich zurück. In Ruhe, Zurückgezogenheit und der schönen Natur des Odenwaldes arbeitete Flocke an Lösungen und neuen Konzepten, die sich nun seit einigen Jahren in Festivals wie „Mensch – Sein“ verwirklichen, sozusagen „spirituelle, elektronisch-akustische Weltmusik reloadet“.

Vor sechs Jahren machte er sich dann Gedanken darüber, wie man alte Werte wie Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung für sich selbst, für andere Menschen und für die Natur, die einen umgibt, neu beleben könnte „Das sollte jedem Wunsch und Bedürfnis sein und auch zu teil werden.“ Mit dem Festival will Stephan Flocke „zurück zu den geistigen Wurzeln“ der Musikszene. Denn sie „hat geistreiches Potenzial, Botschaft und Philosophie “, betonte er.

Die „Galactic Spirit Family“ als Zusammenschluss der Organisierenden veranstaltete das Festival inzwischen zum dritten Mal. Der Erlös ist wie schon in den Vorjahren für einen guten Zweck bestimmt und geht an verschiedene Hilfsorganisationen: die Tafel Rimbach, den Verein „Kinder in Bedrängnis“, den Tiergnadenhof Hutzwiese und an den SV Wahlen für Instandsetzung und Sanierung des Sportheims.

Advertisements