Versammlung der Wirtschaftsvereinigung Überwald: Planungen für den Gassenmarkt laufen auf Hochtouren

Die Wirtschaftsvereinigung Überwald (WVÜ) hat einen neuen Vorstand, der praktisch der alte ist. Heinz Fischer leitet wie in den bisherigen drei Jahren als Vorsitzender auch weiterhin die Geschicke des Vereins. Er wurde auf der Versammlung im Birkenhof einstimmig wiedergewählt. Von Bürgermeister Joachim Kunkel als Wahlleiter gab es viel Lob für die Tätigkeit der WVÜ in den vergangenen Jahren.

Kunkel gehört zusammen mit Sebastian Schröder von der Zukunftsoffensive Überwald (ZKÜ) zum von Fischer scherzhaft bezeichneten Dreigestirn, das öffentlich bei den verschiedenen Anlässen in Erscheinung tritt. Geschäftsführer Ernst Gräber verlas im Anschluss das Protokoll der Versammlung aus dem vergangenen Jahr. Neben den erfolgreichen Veranstaltungen listete er auch kleinere Problemchen auf. Moniert wurde schon 2016, dass viele Firmen von der Gemeinde Aufträge bekommen, sich aber nicht in die Kommune einbrächten.

Mehr als 65 Termine nahm Fischer im vergangenen Jahr für die WVÜ wahr, berichtete er. Das Heimatfest wertete er gelungen, in einigen Kleinigkeiten müsse man noch nachbessern. Vor allem die erstmals durchgeführte Prämierung der schönsten Motive sei ein Erfolg gewesen. Deshalb wolle man sie auch beibehalten und ausdehnen: Die besten drei Wagen und die schönsten drei Fußgruppen bekommen einen von Paul Schmitt gestifteten Preis.

Den Gassenmarkt kennzeichnete als „großes Event“ mit viel Arbeit für die Verantwortlichen. Den Regionalmarkt, dieses Jahr am 14. Oktober, will die WVÜ beibehalten. In seinem Rahmen werden auch die Gewinner der Sommerlosaktion gezogen. Fischer blickte auf die Veranstaltung des evangelischen Dekanats Anfang Dezember zurück, bei der er noch einmal auf die Notwendigkeit der B38a hinwies.

Der Vorsitzende sprach der Gemeinde seinen Dank für die Neugestaltung der Hofwiese aus. Diese sollte nun auch kräftig genutzt werden. Allerdings sei er nicht mit allen Gestaltungsaspekten zufrieden. Neben der Sommerlos- soll auch die Adventsfenster-Aktion wieder zusammen mit der ZKÜ stattfinden. In diesem Zusammenhang lobte er die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung. „Wir sind immer an neuen Ideen dran“, betonte er, dass es keinen Stillstand gibt.

Ernst Gräber berichtete von einem positiven Bestand der verschiedenen Konten. Ein Teil des Guthabens soll seinen Worten zufolge dafür genutzt werden, den Internetauftritt der WVÜ auf den neusten Stand zu bringen und gleichzeitig auch auf Facebook präsent zu sein. Er kündigte eine Realisierung noch im zweiten Halbjahr an. Damit will man die Homepage attraktiver machen, denn sie wird bisher kaum genutzt.

Ein Renner sind nach wie vor die Einkaufsgutscheine, von denen sogar noch einige aus den Anfangsjahren 2006 im Umlauf sind. „Bisher ein Wert über 700.000 Euro“, sagte Gräber. Kassenprüfer Toni Buchhaus bescheinigte Gräber eine einwandfreie Kassenführung. Sein Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft wurde einstimmig angenommen.

Sebastian Schröder rief die Anwesenden dazu auf, das Angebot von regelmäßigen Sprechtagen für Existenzgründer weiterzutragen. Seit einiger Zeit nehme die ZKÜ auch die Funktion des City-Managements wahr, sagte er. Wem also etwas im Zentrum von Wald-Michelbach auffalle, könne es an die ZKÜ weitergeben. In Planung ist seinen Worten zufolge ein regelmäßiger Sprechtag für Handwerker. Die Sommerlosaktion sei wieder kostenlos für Geschäfte, die bisher schon teilgenommen hätten.

Die für vergangenes Jahr angedachte Verhüllungsaktion der Geschäfte soll eventuell im Vorfeld des Weihnachtsgeschäfts stattfinden, erläuterte Fischer. Damit will man den Kunden zeigen, wie der Ort aussehen würde, wenn es keine Geschäfte mehr gäbe – und sie zu mehr Einkäufen vor Ort auffordern.

Mit Blick auf den kommenden Gassenmarkt sagte Gräber, dass es bis jetzt die Rückmeldung von 64 Teilnehmern gab, davon 41 Aussteller, 19 Geschäften und vier Gastronomen. Man rechne damit, wieder auf knapp 75 Teilnehmer zu kommen. Am Programm beteiligten sich unter anderem Feuerwehrkapelle und Blasmusik Unter-Schönmattenwag. Dieses Jahr will man einen Schwerpunkt auf die Kinderanimation setzen und plant eine Art XXL-Hüpfburg mit vielen Attraktionen. Dirigent Hajo Karl hatte darüber hinaus die Idee, mit seinen Chören an verschiedenen Orten in der Gemeinde aufzutreten.

„Wir können froh und dankbar sein, eine so aktive Vereinigung in der Gemeinde zu haben“, betonte Kunkel. Es sei immer wichtig, so breit aufgestellt wie möglich die Dinge anzugehen. Die Veranstaltungen der WVÜ wertete er als „wunderbare Unterstützung der kommunalen Aktivitäten“. Allerdings habe man noch nicht alle Chancen genutzt, „um die Gäste direkt nach Wald-Michelbach zu bringen“. Deshalb sah der Bürgermeister für den Ort auch „für die Zukunft viel Potenzial“.

Leider, so Kunkel, sei es nicht gelungen, die Drogerie im Ortskern unterzubringen. Jetzt gingen die Bestrebungen dahin, sie im Bereich Edeka/Aldi anzusiedeln. Das dortige Gelände ist dem Bürgermeister zufolge ebenfalls ein „Sahnestück“. Er freute sich, dass die neue Hofwiese dem Heimatfest einen neuen Charakter und ein neues Bild gebe und so zur seiner Aufwertung beitrage.

Neuer WVÜ-Vorstand: Vorsitzender Heinz Fischer, zweite Vorsitzende Sabine Essinger, Geschäftsführer/Schriftführer Ernst Gräber, Beisitzer Florian Linder, Ria Berbner-Schmitt, Gaby Bückle, Michael Lammer, Paul Schmitt, Horst Grämlich

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