Vom 28. April bis 1. Mai findet am Wahlener Sportplatz das Benefiz-Festival „Mensch – Sein“ statt

„Mensch – Sein“ ist der Titel des Benefiz-Festivals der „Galactic Spirit Family“, das diese zum dritten Mal vom 28. April bis 1. Mai auf dem Wahlener Sportplatz veranstaltet. „Gediegen kraftvolle und melodiöse magische Klänge sowie Grooves“ erwarten die Besucher sowohl auf dem Hauptfloor als auch im Ambient-Bereich. Los geht’s am Freitag, 28. April, um 22 Uhr und dann nonstop bis zum Montag, 1. Mai, 12 Uhr.

Hauptact ist laut Mitorganisator Stephan Flocke „Mc Coy‘s Sunproject“. Eine Band, die seit 25 Jahren auf den Musikbühnen unterwegs ist und sich vom Sound her sehr gemischt präsentiert. „Auf elektronischer Basis, aber mit Live-Schlagzeug und mit E-Gitarre“, so Flocke. Somit auch für andere Geschmäcker durchaus hörbar. Die Hamburger treten in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach Mitternacht auf.

Weitere Live-Acts in den drei Tagen sind Dr. Mindflow, Datacult, Effected Massimo, Klangfalter, Massimo Santucci und Studiogegner. Außerdem gibt es einen Showact von Jonny Delta. In der kompletten Festival-Zeit ist eine Vielzahl von DJs am Start, die Musik für jeden Geschmack auflegen. „Es ist ein Festival, wie man es sich vorstellt“, sagt Flocke. In einem Zelt läuft tanzbare Musik, im anderen Chillout, Weltmusik und Ambient. „Nachts ein bisschen wilder und schneller“, schmunzelt er, tagsüber zu – hoffentlich – Sonnenschein langsamer und entspannter.

Die „Galactic Spirit Family“ als Zusammenschluss der Organisierenden veranstaltet das Festival inzwischen zum dritten Mal. Der Erfolg des letzten Mals bewog die Akteure, auch dieses Jahr wieder das lange Wochenende auf die Beine zu stellen. Der Erlös ist wie schon in den Vorjahren für einen guten Zweck bestimmt und geht an verschiedene Hilfsorganisationen: die Tafel Rimbach, den Verein „Kinder in Bedrängnis“, den Tiergnadenhof Hutzwiese und den SV Wahlen für Instandsetzung und Sanierung des Sportheims.

„Wir haben letztes Mal eine schöne Spendensumme zusammenbekommen“, freut sich Flocke. Alle waren seinen Worten zufolge mit dem Verlauf zufrieden, die Künstler kamen durch das zuvor entwickelte Konzept ebenfalls auf ihre Kosten. „Jeder ist mit beteiligt und schaut, dass alles sauber, friedvoll, harmonisch und liebevoll abläuft.“ In Wahlen sind Gruppen und Solisten dabei, die er schon jahrelang kennt. „Urgesteine der Szene“, die schon ewig nicht auftraten, ebenso wie Newcomer aus verschiedenen Genres zeitgenössischer Musik.

„Unsere Gäste sind wie immer bunt gemischt und generationsübergreifend von Jung bis Alt“, hebt er hervor. Der Einzugsbereich des Festivals ist etwa 200 Kilometer, aber Flocke hat auch bereits Rückmeldungen von Interessierten aus dem hohen Norden und tiefen Süden Deutschlands.

Flockes Leben war schon von Kindheit an sehr musikalisch geprägt. Er bekam schon mit sechs Jahren die ersten Platten von seiner Mutter. Mit zwölf Jahren erlernte er das Keyboard spielen, fast zeitgleich sang er einige Jahre in einem Gospelchor, produzierte eigene Musikstücke, damals noch im Ethno-/Ambient- sowie im elektronischen Gothic-/EBM-Bereich, mit 16 folgten die ersten Auftritte.

Im Laufe der Zeit verlagerte sich das Ganze dann zunehmend in Richtung elektronische Tanzmusik. Sieben Jahre lebte er in Berlin, organisierte Events und Tanzveranstaltungen „und lernte von der großen Schule des Lebens“, wie er sagt. Bis dann vor einigen Jahren „das Familiäre, das Gemeinsamkeitsgefühl, das gewisse Etwas, der Zauber und die Schönheit“, irgendwie verloren gingen.

Er zog sich zurück, um die Fehler zu analysieren, die in der Szene gemacht wurden. In Ruhe, Zurückgezogenheit und der schönen Natur des Odenwaldes arbeitete Flocke an Lösungen und neuen Konzepten, die sich nun seit einigen Jahren in Festivals wie „Mensch – Sein“ verwirklichen, sozusagen „spirituelle, elektronisch-akustische Weltmusik reloadet“.

Mit dem Festival will Stephan Flocke „zurück zu den geistigen Wurzeln“ der Musikszene und Grundideale wie „Love, Peace, Happiness“ wieder in den Vordergrund stellen. Denn die Musik „hat geistreiches Potenzial, Botschaft und Philosophie “, betont er. Vor sechs Jahren machte er sich dann Gedanken darüber, wie man alte Werte wie Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung für sich selbst, für andere Menschen und für die Natur, die einen umgibt, neu beleben könnte „Das sollte jedem Wunsch und Bedürfnis sein und auch zu teil werden.“

Info: Festival „Mensch – Sein“ ab Freitag, 28. April, 22 Uhr, durchgehend bis Montag, 1. Mai, 12 Uhr, Sportplatz SV Wahlen, Siegfriedring 50. Eintrittspreise: Freitag ab 22 Uhr 25 Euro, Sonntag ab 3 Uhr 15 Euro, Sonntag ab 22 Uhr 10 Euro, Montag ab 3 Uhr 5 Euro, ab Montag 8 Uhr freier Eintritt. Weitere Details auf www.facebook.com/events/391817944518057.

Die Location besteht aus einer recht großen und einer zweiten kleinen Halle, sodass für schlechtes Wetter vorgesorgt ist. Es gibt genügend Zeltmöglichkeiten auf dem Sport- und Parkplatz. Die Anreise ist ab Freitagmittag, 15Uhr, möglich. Der Zeltplatz muss bis spätestens Montag, 17 Uhr, geräumt sein. Morgens werden „Free fruits“ gereicht, es stehen Duschen zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sorgt Koch Daniel Goanoid von Kleinholz. Es gibt vegetarisches Essen, Chai und Drinks. Das Lagerfeuer wird vom „Hüter des Feuers“ versorgt. UV-Bodypainting gibt es von Nicola, weiterhin eine Lichtinstallation und Lasershow.

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