Vorstellung der Mountainbike-Tage 2017 mit Veranstaltungen im Überwald, in Fürth und auf der Kuralpe

Ein echter Mountainbiker kennt kein schlechtes Wetter. Das stellten Landrat Christian Engelhardt, Fürths Bürgermeister Volker Oehlenschläger und Matthias Fleischmann vom „Rebstock“ in Steinbach unter Beweis, als sie sich von dort aus auf zum „Schardhof“ auf der Tromm machten, um die kommenden vier Mountainbike-Veranstaltungen vorzustellen. Die Trendsportart erfreut sich einer ungebrochenen Beliebtheit und zieht weiterhin viele Menschen in die Region.

Oehlenschlägers Wort vom „Odenwaldorado“ in dieser Hinsicht griff Engelhardt in Form der „Goldgrube von Naturerlebnissen“ auf, die Radler auf den grünen Hügeln und in den lauschigen Tälern des Odenwalds erwarteten. Die „extrem erfolgreiche Arbeit“ im Geo-Naturpark in Sachen MTB habe dazu geführt, dass die Region „schon längst über einen Geheimtipp hinaus ist“, so der Landrat. „Wir schwimmen mit dem Zeitgeist“, setze man touristisch mit dem Mountainbiking aufs richtige Pferd.

In kurzer Zeit sei im Naturpark Bergstraße-Odenwald ein Netz von über 1000 MTB-Kilometern auf 30 Rundstrecken entstanden, so Engelhardt: „gut ausgebaut und super ausgeschildet“. Er bezeichnete das Fahrradfahren in jeder Form als „ökologische Form von Mobilität“. Die „extrem schöne und vielfältige Landschaft“ lasse sich mit zahlreichen Erlebnissen verbinden. Auch mit denen des Wetters, sagte er schmunzelnd, denn das Radler-Trio war bei Schnee- und Graupelschauern bergauf unterwegs.

Oehlenschläger freute sich in seiner Begrüßung über die fünfte Zusammenarbeit mit der Sparkassenstiftung beim Fürther Event. Zum ersten Mal haben sich in diesem Jahr die Gemeinde und die „Kuralpe“ Lautertal zusammengeschlossen und bieten in Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark am 11. Juni den Mountainbike-Tag Fürth-Kuralpe an. Dabei gibt es einen Rundkurs mit insgesamt 50 Kilometern, 25 hin, 25 zurück. Man wolle damit sowohl den Bereich Darmstadt als auch Rhein-Neckar ansprechen, so der Bürgermeister.

Ziel ist es seinen Worten zufolge, 200 Biker an diesem Tag in dieser Ecke aufs Rad zu bringen. Er lobte die Arbeit von vielen ehrenamtlichen Helfer, die die Strecken ausarbeiteten und markierten. Wandern und Mountainbiking spreche Jung und Alt an und erfreue sich nach wie vor eines schönes Wachstums, freute sich Oehlenschläger. Die Zielnutzung zwischen den verschiedenen Freizeitaktivitäten hat sich laut dem Bürgermeister entschärft, da fürs MTB eigene Strecken vorhanden seien und diese auch eingehalten würden.

Jürgen Schüdde, der Vorsitzende der Sparkassenstiftung Starkenburg, wies neben der Unterstützung der Veranstaltung Fürth-Kuralpe auch auf die des Schnuppertags hin, „damit keiner im Wald liegenbleibt“. Dirk Dewald vom Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald hob die regionalwirtschaftliche und touristische Bedeutung des MTB-Sports hervor. Bewusst habe man die Events auch für E-Bikes ausgeschrieben. Es sei ein Zukunftsmarkt, den sportlichen Anspruch mit der Wissensvermittlung über die Region zu verbinden, sagte er.

Das unterstrich auch Matthias Fleischmann. „Seit zwei Jahren gibt es bei mir eine Ladestation für E-Bikes“, sagte er, die kontinuierlich mehr genutzt werde. Er nannte den positiven Einfluss für die gesamte Region. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße, wies auf die verbindende Wirkung von Mountainbiking hin. Man nutze den Sport als „Mittel zum Zweck“, um Touristen in die Region zu bringen, sagte er.

Die Biker seien eine kaufkräftige Zielgruppe, „die Geld mitbringt“, betonte Zürker. Und das in einem nach wie vor wachsenden Markt. Zum sportlichen Event gehört laut dem Geschäftsführer auch eine „Rundum-Versorgung“. Und bei dieser seien unter anderem die Gastronomen gefordert, auf die Freizeit- und Sportradler zuzugehen und entsprechende Angebote zu machen. Zu jeder Tages- und Jahreszeit sei inzwischen MTB im Odenwald möglich, so Zürker.

Vier hochkarätige Veranstaltungen locken im Frühjahr und Sommer Mountainbiker nach Fürth, in den Überwald und ins Lautertal. Sie wurden von den jeweiligen Beteiligten und Veranstaltern auf der Pressekonferenz vorgestellt. Start ist am Sonntag, 21. Mai, in Wahlen. Dort gibt es im Vorfeld der Einweihung der Radler-Infostation auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände gleich zwei Touren, eine speziell für Mountainbiker und eine Radtouristikfahrt.

Jürgen Sattler, Edwin Berg und Jörg Helm vom Vogelschutzverein bieten ab 9 Uhr eine MTB-Rundtour ab der Infostation an, erläuterte Sebastian Schröder von der Zukunftsoffensive Überwald. Diese führt in zweieinhalb Stunden auf etwa 40 Kilometern durch Oden- und Überwald. Mit Schröder geht um 10 Uhr ab Fürth auf dem Radweg Weschnitztal/Überwald Richtung Wahlen. Mitfahrpunkte gibt es auch in Rimbach, Mörlenbach und Wald-Michelbach. Gegen 12 Uhr will die Gruppe dann pünktlich zur Festeröffnung an der Radler-Infostation eintreffen. Anmeldung unter Telefon 06207/94240.

Es gibt an der Radlerstation acht Aufladepunkte inklusive Schließanlage für E-Bikes. Bis zum großen Fest soll auf dem Parkplatz an der Straße noch eine Aufladestation für Elektro-Autos installiert werden. Das Behinderten-WC ist bereits in Betrieb, der Grillplatz Richtung Kletterwand gerade im Bau. Das eigentliche Fest rund um die neue Radler-Infostation beginnt um 12 Uhr. Die Bewirtung geschieht durch den Vogelschutzverein Wahlen.

In Siedelsbrunn findet der 16. Überwälder Bike-Marathon am 28. Mai statt. Ihn stellte Stefan Wenisch vom ausrichtenden TV 02 vor. Start ist um 9.30 Uhr am Bürgerhaus. Die Rundstrecke von 25 Kilometern kann auch zwei oder drei Mal absolviert werden. Über 50 Kilometer fließt die Teilnahme auch in die Wertung der Roßbacher Bike-Challenge mit ihren sechs Rennen hessenweit ein. Wenisch wies auch auf die parallel stattfindende Radtouristikfahrt an diesem Tag hin.

Olaf Bormuth vom Hotel-Restaruant „Kuralpe Kreuzhof“ in Lautertal ergänzte die Ausführungen von Volker Oehlenschläger zum gemeinsamen Mountainbike-Tag am 11. Juni. Von der Kuralpe aus verlaufe die Strecke über Neunkirchen nach Fürth, sagte er. Bei den bisherigen Veranstaltungen habe es eine große Resonanz auf die Angebote gegeben. „Und viel Lob für die ausgeschilderten Strecken“, freute er sich.

„Die Leute unternehmen etwas, auch wenn das Wetter schlecht ist, sie wollen was erleben“, stellte Bormuth fest. Neben der 25-Kilometer-Strecke „bieten wir auch kleine Touren an“. Daneben gibt es die Möglichkeit „zum Schrauben“, eine Verpflegungsstation und Kinderbetreuung. Auch Fürth hat neben der langen Tour eine mittlere und eine Familienstrecke im Angebot, so der Bürgermeister. Und am anderen Startpunkt, dem Fürther Marktplatz, ein ähnliches Angebot wie auf der Kuralpe.

Abschluss der Mountainbike-Tage 2017 ist am 2. Juli die fünfte MTB-Rallye im Überwald anlässlich des Wald-Michelbacher Heimatfestes. Treffpunkt hier ist um 10 Uhr die Rudi-Wünzer-Halle. Es lassen sich neue Ecken der Region erkunden und einiges über diese erfahren. Ein Quiz mit kleinen Sachpreisen belohnt die, die unterwegs aufgepasst haben. Gemütlicher Abschluss ist auf dem Heimatfest.

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