Bistro und Draisinenbahn nehmen in Wald-Michelbach Fahrt auf

Schöner Auftakt für die Solardraisinen-Saison am Wald-Michelbacher Bahnhof. Mit einem Fest für Groß und Klein startete der Betrieb am Eröffnungssonntag. Das Wetter machte es möglich, angenehm unter dem Vordach draußen zu sitzen und die Gastfreundschaft des Teams aus dem B10-Bistro zu genießen. Das ging gleichzeitig mit dem Draisinen-Start nun auch in den Vollbetrieb und hat außer montags jeden Tag geöffnet. Musik gab’s auch: Die Band „Generation Gap“ aus Mannheim spielte etliche Rock- und Bluesklassiker.

Nach der Eröffnung gegen Mittag füllten sich die Plätze immer mehr. Ausflügler und Zaungäste kamen vorbei, um sich die Musik anzuhören und neben den Getränken leckere Bratwürste zu genießen. Natürlich war auch Zeit für das eine oder andere ausführliche Schwätzchen. Bürgermeister Joachim Kunkel war erfreut darüber, dass der Probebetrieb des B10 über den Winter „jetzt in den Normalbetrieb“ übergeht. Die Testphase sei gut angelaufen. Zusätzliche gastronomische Angebote in Wald-Michelbach wie dieses seien immer gern gesehen, sagte er.

„Gemeinde, ZKÜ und Wirtschaftsvereinigung stehen hinter dem Betrieb“, so der Rathauschef. Mit Blick auf die Vorkommnisse rund um den Betrieb der Draisinenbahn meinte er, hier sei mit „Kanonen auf Spatzen“ geschossen worden. Die Erhaltung der Trasse sei „eine Pflichtaufgabe“ gewesen, betonte der Bürgermeister. Natürlich koste diese auch Geld. Andererseits „spült die Draisine auch Menschen in die Region“. Das sehe man an den jährlichen Buchungen aus vielen Regionen Deutschlands. „Alles andere ist schlecht geredet.“

Der Bürgermeister äußerte sich zuversichtlich, in dieser mindestens wieder 35.000 Fahrgäste auf der Strecke begrüßen zu können. Denn die Fahrt sei ein „wunderbares Freizeitvergnügen“. Der Besuch strahle auch auf andere Bereiche im Überwald aus und befördere den Tourismus in der Region. Das lasse sich an der Zahl der Ortsführungen durch die Vor-Ort-Begleiter oder auch den Museumsbesuchen festmachen.

In Bezug auf die notwendigen Arbeiten vor Beginn der Saison betonte Kunkel, „dass die Kuh vom Eis ist“. Es sei alles erledigt und fürs Erste herrsche Ruhe. Für die Wassersituation an den Viadukten müsse man noch eine Lösung finden. Auch hier zeigte er sich zuversichtlich. Sabine Storck und Klaus Widmann, die seit November 2016 das B10 betreiben, freuten sich ebenso über den Start der Draisinensaison und somit mehr Gäste im Bistro.

Der Erste Beigeordnete Peter Bihn äußerte seine Hoffnung, dass das gastronomische Angebot an dieser Stelle von der Bevölkerung angenommen werde. „Ich habe damit gerechnet“, meinte er im Hinblick auf die Bestätigung der Draisinen-Betriebserlaubnis bis 2019. Natürlich müsse man in dieser Zeit sicher noch etwas in die Strecke investieren.

„Es ist toll, dass es weitergeht“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Doetsch sowohl auf Bistro als auch auf Draisinenbahn bezogen. Er ist ein Fan der Strecke und froh über das Angebot: „Ich fahre jedes Jahr mehrfach“, so Doetsch. Auf politischer und handwerklicher Ebene sei in der vergangenen Zeit „enorm viel gemacht“ worden. „Wir werden alles tun, um den Standort zu stärken.“ Dem pflichtete Heinz Fischer von der Wirtschaftsvereinigung Überwald zu.

Als die Bänke gut besetzt waren, legte auch „Generation Gap“ los. Die seit 2011 bestehende Band mit Giuseppe Miceli (Gesang), Christoph Puth und Christian Schlotzer (Gitarre/Gesang), Peter Hohagen (Bass) sowie Frank Wenzel (Schlagzeug) widmete sich den guten alten Rock’n’Roll-Klassikern. Nicht nur musikalisch, sondern auch vom Equipment her mit Vintage-Sound aus alten Fender-Verstärkern.

Die Rolling Stones kamen dabei gleich mehrfach zu ihrem Recht. „Honky Tonk Woman“, „Brown Sugar“ oder „Jumping Jack Flash” hießen die Stücke, neben Bon Jovis „Runaway” oder „Crazy little thing called love“ von Queen. „All right now” von Free, „Long train running” von den Doobie Brothers, „Rosalie“ von Bob Seger oder „Pretty Woman” der Kinks rundeten den vielbeklatschten Retro-Set ab

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