Fröhlich prasselten die Weihnachtsbäume beim Frühlingsfeuer des TSV Aschbach

Feuer hat nach wie vor diese archaische Faszination. Die Kinder sitzen mit großen Augen davor, schauen zu, wie die orangefarbenen Flammen in die Höhe züngeln, wie das Holz mit lauten Prasseln brennt, wie die Funken nach allen Seiten wegspringen. Im Halbkreis haben sich die TSV-Jugendlichen auf dem Festplatz rund ums Frühlingsfeuer versammelt, das munter an den knochentrockenen Weihnachtsbäumen frisst, die seit Mitte Januar an dieser Stelle gelagert worden waren.

Eigentlich wäre das Frühlings- ja ein Fastnachtsfeuer gewesen. Doch nach dem Kindernachmittag am Faschingsdienstag war das Wetter einfach zu nass und zu stürmisch, um noch daran zu denken. So holte die Jugendabteilung des TSV jetzt bei schönstem Wetter und Helligkeit nach, was sonst bei Dämmerung und Dunkelheit von statten gegangen wäre. Es fehlte somit etwas der geheimnisvolle, magische Touch der Flammen in der Dunkelheit, doch den Kindern war das egal. Sie hatten ihren großen Spaß an der Aktion.

Mitte Januar hatten acht B-Jugendliche des TSV zusammen mit den Betreuern die ausrangierten Weihnachtsbäume aus dem Ort abgeholt und in zwei Fuhren auf den Platz transportiert. Um die 50 Bäume dürften es gewesen sein, die von den Anwohnern an die Straße gestellt worden waren. Schöner Nebeneffekt sind die dabei gesammelten Spenden für die Jugendabteilung, die allen Mannschaften zugutekommen.

Ausflüge, Geschenke und notwendige Anschaffungen werden darüber finanziert, weiß Jugendbetreuer Heinz Knapp. 70 Kinder von den Bambini bis zur B-Jugend hat der TSV inzwischen unter seiner Fittiche. Im dritten Jahr seit der Übernahme von der Feuerwehr richtet der Verein nun die Sammelaktion mit anschließendem Verbrennen aus. Und kann dabei immer auf guten Zuspruch bauen, wie auch in diesem Jahr. Um die 50 Teilnehmer, Kinder, Eltern und Betreuer, machten sich von der Sportklause aus auf zur kleinen Fackelwanderung ins Wiesental.

Dort standen noch die Weihnachtsmarkt-Hütten, wo es unter anderem Bratwurst und Waffeln gab und weitere Schaulustige darauf warteten, dass das Feuer entzündet würde. Vor Ort stand bereits das LF 20 der Wald-Michelbacher Feuerwehr bereit, dessen neunköpfige Besatzung sich der Weihnachtsbäume annahm. Einzeln wurden sie auf den Haufen geschichtet, um dann prasselnd in Flammen aufzugehen.

Bis alle verbrannt waren, dauerte es auf diese Weise seine Zeit. Aber das einzelne Anzünden hat auch seinen Grund, so TSV-Vorsitzender Thomas Heiligenthal. Man will vermeiden, dass sich in der Zwischenzeit Kleintiere eingenistet haben, die gefährdet würden, wenn man den ganzen Haufen gesammelt anstecken würde. Der laue Frühlingsabend bewog die Besucher dazu, sich noch lange am Platz aufzuhalten und die Gastfreundschaft des TSV zu genießen.

Advertisements