Liederabend zum 25. Dirigenten-Jubiläum von Hans Helfrich beim Gesangverein Immergrün Hartenrod

„Es war ein sehr gelungener und schöner (Lieder-)Abend“, lautete die einhellige Meinung aller Anwesenden. Der Gesangverein Immergrün hatte anlässlich des 25. Dirigentenjubiläums von Hans Helfrich im vergangenen Jahr vier befreundete Chöre eingeladen. Unter dem Motto „Schlager“ gab es aber beileibe nicht nur solche zu hören. MGV Affolterbach, GV Harmonie Ober-Schönmattenwag, Hardbergintermezzo und MGV Harmonie Siedelsbrunn boten einen bunten Querschnitt ihres gesanglichen Schaffens.

Mit „Wir feiern ein Fest der Freude“ läutete der Gastgeberchor mit seinen 27 Aktiven den Abend ein. Am Klavier begleitete hier wie auch bei den meisten anderen Immergrün-Stücken Helfrichs 16-jährige Enkelin Selina Blessin. „Griechischer Wein“ und die „Capri Fischer“ machten die Marschrichtung klar, in der die frohen Weisen dominierten. Beim letzten Lied des Abends („Über sieben Brücken musst du geh’n“) sang der ganze Saal den Refrain mit.

GVI-Vorsitzende Silja Scholz begrüßte die Gäste im Mehrzweckhaus, die Moderation mit Ansage der einzelnen Chöre und Stücke übernahm Elke Jöst. Scholz unternahm einen Rückblick auf 1991, als Hans Helfrich erstmals den Dirigentenstab in Hartenrod in die Hand nahm. Kohl wurde damals erstmals zum Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands gewählt, Boris Becker war Weltranglistenerster, Lena Meyer-Landrut wurde geboten, Freddie Mercury starb, Ötzi wurde gefunden und Angela Merkel zur stellvertretenden CDU-Vorsitzenden gewählt.

Scholz wünschte dem Jubilar im Namen des Chors alles Gute sowie weiterhin viel Freude und Zufriedenheit in den Vereinsreihen. Sie äußerte die Hoffnung, dass er dem Gesangverein noch lange als Chorleiter erhalten bleibe. Als Geschenk gab es eine von Diana Adler gebackene Dirigententorte mit rotem Notenkörper und Klavier obendrauf, nach der sich Helfrich auch gleich die Finger leckte. Ehefrau Karin, die ihren Mann für die Singstunden jeden Freitag entbehren muss, erhielt einen Blumenstrauß.

„Die Süßigkeiten kann ich vertragen“, lächelte der Geehrte. Er komme auch nach 25 Jahren noch gerne nach Hartenrod, meinte der 70-Jährige. Helfrich erinnerte sich an den Beginn in der Dorfschenke zurück. Und den zwischenzeitlich über 40 Köpfe starken Chor. Heutzutage sei er froh, die jetzige Anzahl von Sängern auf die Bühne zu bringen. Er habe „viele schöne Stunden in Hartenrod“ und mit seinen anderen Chören erlebt, sagte er. Wenn es die Gesundheit zulasse, „komme ich gerne weiter hierher“, so der Chorleiter aus Passion.

Elke Jöst blickte zurück in die Geschickte, als der Gesangverein im Zwei-Jahres-Rhythmus einen Konzertabend mit 20 Chören in Wald-Michelbach veranstaltete. Eine Veranstaltung dieser Größe zu stemmen, „ist uns leider nicht mehr möglich“, sagte sie. Deshalb sei die Freude umso größer, ein kleines Fest im jetzigen Rahmen feiern zu können. Gerade wenn immer mehr Chöre immer weniger Sänger hätten, könne man „froh und stolz“ darauf sein, dass die teilnehmenden Klangkörper weiterhin so stark vertreten seien.

Nach den ersten drei Liedern des GVI kam der MGV Affolterbach mit zwei Liedern auf die Bühne. „Jubilate Deo“ hieß es eindrucksvoll unter dem Dirigat von Jun Won Lee, ehe „Lass mein Licht strahlen“ folgte. Anschließend war die Harmonie Ober-Schönmattenwag unter Vizedirigent Christof Klos, gleichzeitig Vorsitzender, mit „Daydream Lullaby“ und „Heast as net“ vertreten.

Das Hardbergintermezzo unter Leitung von Ernst Kratzert bot alle vier Stücke aus Zeitgründen bereits im ersten Teil des Abends dar. Der „Konjunktor Cha-Cha“, „Männer mag man eben“, „Der kleine Teddybär“ und „Rendezvous“ des achtköpfigen Chors heimsten viel Beifall ein. Die 17 Siedelsbrunner unter Leitung von Oliver Fath entführten nach „New York, New York“ und begrüßten „Hello, Mary Lou“. Danach spielte Selina Blessin das Klavierstück „Take Five“ von Paul Desmond.

Nach der Pause kam nochmal der MGV Affolterbach auf die Bühne. „Rock my Soul“, „Aus der Traube in die Tonne“ und der „Russische Sängergruß“ wurden geboten. Der Ober-Schönmattenwager Gesangverein mit seinen 28 Köpfen schloss sich an mit „The lion sleeps tonight“ und „Katrin“ von den Bläck Fööss“. Den Abschluss machten die Hartenroder mit dem „Kriminaltango“, „Wochenend und Sonnenschein“ sowie „Der Mond hält seine Wacht“. Und eben das lauthals mitgesungene „Über sieben Brücken“.

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