Zusammenarbeit von KÖB und Kulturbüro: Vortrag, Staudenbörse, Büchervorstellungen und Bücherflohmarkt in Hammelbach

Das Frühjahr wird bunt. Die katholische öffentliche Bücherei (KÖB) und das Kulturbüro Hammelbach planen einige Veranstaltungen. Da sind ein Vortrag darunter, eine Staudenbörse mit Büchervorstellungen und Vorführungen rund um die Schrift, eine Lesung im Ochsen, ein Chansonabend und ein Bücherflohmarkt. Start ist in der ersten Aprilwoche mit gleich zwei Veranstaltungen, um die sich Martine Rüdinger, Annette Bach, Renate Dahlke und Sara Röth kümmern.

Am Donnerstag, 6. April findet im Pfarrheim Hammelbach ein Vortrag von Markus Lehnert statt. Der baut auf seinem Buch „Sag was du isst und ich weiß, was du fühlst“ auf. Einlass ist um 19 Uhr, angeboten werden Kleinigkeiten zum Essen, Beginn ist um 20 Uhr. In dem Buch legt Lehnert empirisch dar, dass nicht die Ernährung die Emotionen bestimme, sondern Emotionen das Essverhalten und in Folge nahezu alle Krankheiten, Schmerzen und andere körperlichen Beschwerden. „Wir essen das, was wir emotional brauchen“, sagt er.

Krankheiten sind seinen Worten zufolge demnach nichts anderes als die Auswirkung einer anderweitig nicht mehr kompensierbaren, anhaltenden Unterdrückung und Missachtung der eigenen emotionalen Bedürfnisse und Lebensziele. Der Körper hole sich die Ernährung, die er emotional brauche. Verzichte man bewusst auf bestimmte Lebensmittel, greife man unbewusst verstärkt auf andere zurück, die ähnliche Inhaltsstoffe hätten.

„Aus diesem Grund sind auch alle Diäten und Ernährungsumstellungen langfristig zum Scheitern verurteilt“, so seine These. Lehnert will einen Eindruck vermitteln, welche tiefliegenden Überzeugungen, Vorlieben und Ängste ursächlich hinter den Ernährungsgewohnheiten und körperlichen Symptome stecken „und wie wir diese selbst aktiv beeinflussen können“.

Am Samstag, 8. April, gibt es im und um das Pfarrheim in Hammelbach ein „Frühlingserwachen“ mit einer Gartenpflanzen- und Stauden-Börse, Büchervorstellungen und in Zusammenarbeit mit dem Museumszentrum Lorsch verschiedenen Vorführungen: Buchbinderei, Kalligraphie und einem Kinder-Programm. Jeder kann ab 10 Uhr Pflanzen abgeben. Ab 14 Uhr ist dann die Börse geöffnet, die Bevölkerung kann kommen und sich Pflanzen oder Stauden gegen Spenden mitnehmen. Neue Bücher, auch für Kinder, werden vorgestellt. Kaffee und Kuchen gibt es auch.

Dabei ist Kalligraph Lothar Wittwer aus Heppenheim. Seit mehr als 30 Jahren begleitet ihn das Interesse an der „schönen Schrift“. Bald fand er als Mitglied in der Schreibwerkstatt Klingspor in Offenbach international bekannte Kalligraphen als Lehrmeister für seine Ausbildung. Ein entscheidender Schritt zur „historischen Kalligraphie und mittelalterlichen Buchkunst“ war die Mitgliedschaft in der Internationalen Kalligraphie-Gilde Südwest unter der Leitung von Helmut Hirmer. Es folgten Studien an Handschriften aus dem Frühmittelalter, unter anderem in der Biblioteca Vaticana und an der Uni-Bibliothek Eichstätt.

Patricia Scheuermann vom Museumszentrum Lorsch bietet den Workshop „O wie schwer ist das Schreiben“ für fast alle Altersgruppen an. Die einfache Grundvoraussetzung ist, dass man seinen eigenen Namen schreiben kann. Für erfahrenere Schreiber dienen etwa die oft recht lustigen oder skurrilen Rezepte aus dem Lorscher Arzneibuch als Vorlage zum Abschreiben. Der eigenen Fantasie sind natürlich auch keine Grenzen gesetzt.

Weitere geplante gemeinsame Termine sind: am Freitag, 21. April, eine Lesung im dann neu eröffneten „Ochsen“ mit Hans-Joachim Gelberg vom Weinheimer Beltz-Verlag, der aus seinen Gedichten liest. Musikalische Umrahmung gibt es von Jutta Gühler auf der Flöte. Für den 5. Mai ist ein Chansonabend mit einer jungen Sängerin vorgesehen, am 21. Mai ein Flohmarkt am Pfarrheim. Der soll sich nicht nur um Bücher drehen, sondern auch ein Angebot von Kleidern oder Geschirr ist angedacht.

Info: Die KÖB im katholischen Pfarrheim Hammelbach ist jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Die Bücher-Ausleihe ist kostenlos.

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