Hammelbacher Brandschützer leisteten 2016 fast 700 ehrenamtliche Stunden

Der Wohnhausbrand in Wahlen bedeutete im vergangenen Jahr den größten Einsatz für die Hammelbacher Freiwillige Feuerwehr, wie Wehrführer Marco Stein in seinem Bericht auf der Jahreshauptversammlung sagte. Vereinsvorsitzender Walter Bauer ließ dabei die verschiedenen Veranstaltungen aus 2016 Revue passieren. Weitere Berichte von Jugend- und Gerätewart kennzeichneten zusammen mit verschiedenen Ehrungen das zügig verlaufene Zusammentreffen.

Bauer fasste dabei die wichtigsten Ereignisse aus 2016 zusammen, beginnend mit dem Besuch des Scharbacher Haxenfestes. Der alljährliche Ausflug führte die Wehr nach Heidelberg entlang der Burgenroute. Das Straßenfest an Fronleichnam war wieder ein Erfolg, so Bauer. Beim jährlichen Grillfest im August sorgte die Band „Knetkepp“ bei herrlichem Wetter für ausgelassene Stimmung. Die gut angenommene Cocktailbar war wieder ein Renner.

Auch der Kameradschaftsabend im Oktober, das Schlachtfest der Kameraden aus Weschnitz, das Maifest der Feuerwehr Wahlen und das Rollbratenschießen beim SSV Hammelbach blieben nicht unerwähnt. Anschließend gab Bauer die Termine für 2017 bekannt. Außerdem informierte er über das anstehende 50. Jubiläum der Jugendfeuerwehr und das 125. Jubiläum der Feuerwehr im Jahr 2018. Dies soll im Rahmen eines Grillfests mit einer Aktionsmeile am 5. August 18 gefeiert werden.

Der vergangenes Jahr neu gewählte Wehrführer Marco Stein verschaffte der Versammlung einen Einblick in die geleisteten Übungen und Einsätze. Es fanden 23 Übungen satt, hierbei kamen 396 Übungsstunden zusammen. Zusätzlich wurden für Lehrgänge und Fortbildungen 151 Stunden geleistet. Die Wehr wurde 2016 zu zwölf Einsätzen alarmiert, sieben Brand- und fünf Hilfeleistungseinsätze. Hierbei summierten sich die geleisteten Einsatzstunden auf 140.

Ende des Jahres waren 21 Brandschützer aktiv, davon elf Atemschutzgeräteträger. Einem Austritt stand ein Neuzugang gegenüber. Stein bedankte sich bei der Gemeinde und dem Feuerwehrverein für die Bereitstellung von Mitteln, welche für die Erfüllung der Aufgaben benötigt werden. Besonders war er den Kollegen aus der Jugendabteilung dankbar, die sich um den Nachwuchs kümmern.

Jugendwart Marvin Bauer erläuterte die Tätigkeiten der Nachwuchswehr, deren Übungen in Kooperation mit den anderen Wehren der Gemeinde regelmäßig montags stattfanden. Dabei wurden insgesamt 190 Stunden in den Bereichen allgemeine Feuerwehrtechnik, Spiel und Spaß sowie weitere Freizeitangebote wie Ausflüge geleistet.

Die Jugendfeuerwehr sammelte auch 2016 ausgediente Weihnachtsbäume ein. Bauers Dank galt den Helfern bei dieser Sammelaktion sowie im Besonderen denjenigen, die ihn bei Übungen und sonstigen Aktivitäten unterstützten. Die Jugendabteilung besteht aktuell aus vier Mitgliedern. 2016 konnte man wieder am Kreiszeltlager in Bensheim teilnehmen.

Im vergangen Jahr wurden zusätzliche Spenden durch die Jugendsammelwoche erzielt. Die Hälfte des gesammelten Geldes kommt der Jugendwehr Hammelbach zugute, die andere wird für Jugendprojekte in Deutschland und Entwicklungsländern verwendet. Außerdem veranstaltete man auch ein Berufsfeuerwehrcamp, das den 24-Stunden-Alltag der Berufsfeuerwehrleute den Nachwuchsbrandschützern näher bringen soll.

Gerätewart Pascal Wetzel berichtete über die Arbeiten des vergangenen Jahres, darunter solche für Reparaturen, Prüfungen und Instandhaltung. Hierbei hob er die Wartung der Schlauch-, Wasch- und Prüfanlage hervor. Neu angeschafft wurden eine Wärmebildkamera und weitere Gerätschaften. Aus zeitlichen Gründen konnte er sein Amt nicht weiterführen.

Kassenwart Jürgen Emig vermeldete in seinem Bericht einen Gewinn und neue fördernde Mitglieder. Die Kassenprüfer Lars Winkler und Daniel Hohmeister bestätigten, dass sich die Kasse in einem einwandfreien Zustand befinde und beantragten die Entlastung des Vorstandes, der einstimmig stattgegeben wurde. Bürgermeister Markus Röth äußerte sich froh über die Situation bei der Feuerwehr, da alles sehr gut funktioniere. Aktuell stehe das älteste Fahrzeug in Gras-Ellenbach, sagte er. Nun stehe eine neue Aufgabe für die Wehrführer, den neu zu wählenden Gemeindebrandinspektor und dessen Stellvertreter in Form des Bedarfs- und Entwicklungsplans an.

Wahlen, Ehrungen und Beförderungen

Als Kassenprüfer wurden jeweils einstimmig gewählt: Herbert Hörr (für ein Jahr) und Marc Katzenmeyer (für zwei Jahre), als Gerätewart Daniel Hohmeister.

Heinrich Platzer wurde durch den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Werner Trares mit dem goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande für 50 Jahre Dienst geehrt. Vom Vereinsvorsitzenden Walter Bauer erhielt er zusätzlich einen Reisegutschein. Marco Stein wurde von Platzer zum Oberlöschmeister befördert und zum Hammelbacher Wehrführer ernannt, Marc Katzenmeyer als Feuerwehrmann-Anwärter in die Einsatzabteilung übernommen.

Bürgermeister Markus Röth überreichte die Urkunden des Landes für ehrenamtliche Tätigkeiten. Für zehn Jahre an Christopher Schmitt, Matthias Wetzel und Martin Platzer, für 30 Jahre an Walter Bauer und Jürgen Emig, für 40 Jahre an Karl Manzke und Herbert Hörr.

Kommandant Marco Stein betrachtete die Anzahl der von den einzelnen Brandschützern abgeleisteten Übungen. Spitzenreiter mit der Teilnahme an 22 von 23 möglichen war er selbst. Daneben wurden alle Kameraden mit mindestens zehnmaliger Übungsteilnahme geehrt und erhielten als Dankeschön für ihre Einsatzbereitschaft einen Schinken und eine Flasche.

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