Am 12. März steht in Abtsteinach der neue Rathauschef fest

Die Hardberg-Gemeinde wird am 12. März einen neuen Bürgermeister wählen. Oder eine neue Bürgermeisterin. Bei lediglich zwei Kandidaten ist auch klar, dass bereits am Wahlabend ein künftiger Rathauschef beglückwünscht werden darf. Zur Wahl stellt sich der aus Mackenheim stammende und in Siedelsbrunn wohnende Kevin Flödl, der von der CDU unterstützt wird. Seine Kontrahentin ist die 48-jährige Angelika Beckenbach, seit 23 Jahren in Abtsteinach wohnhaft und aus Hirschhorn stammend. Sie wird von den Freien Wählern unterstützt.

Verschiedene Punkte hat sich Beckenbach, in der Hirschhorner Stadtverwaltung seit 1987 unter anderem für Bauangelegenheiten und Finanzen, hier auch Haushaltsplanung, zuständig, auf die Fahnen geschrieben. „Der nachhaltige Umgang mit den Finanzen der Gemeinde hat oberste Priorität“, betont die Fachfrau. Sie hebt weiterhin den Erhalt und Schutz der Naturräume hervor, die Unterstützung des Gewerbes und den weiteren Ausbau des Breitbandnetzes. Daneben sieht sie die Förderung des Tourismus und eine aktive Ortsverschönerung als „aktuelle Herausforderungen“ für Abtsteinach.

Eine familienfreundliche Gemeindepolitik ist für Beckenbach in Zeiten des demografischen Wandels besonders wichtig. Dazu gehören ihren Worten zufolge bezahlbare Kindergartengebühren und die Unterstützung zum Erhalt einer attraktiven Grundschule mit ihren Betreuungsangeboten. Am anderen Ende der Alterspyramide begrüßt sie die Umsetzung des Betreuten Wohnens. „Verbesserte Mobilität und generationsübergreifende Projekte können für alle zu verbesserten Lebensbedingungen führen“, betont die verheiratete Mutter zweier Söhne, die von 2001 bis 2016 15 Jahre für die Freien Wähler Mitglied der Gemeindevertretung war.

Die Verwaltungsfachwirtin setzt sich außerdem für eine weitreichende Vereinsförderung ein, um das große ehrenamtliche Engagement im Ort zu unterstützen. „Das Miteinander in Vereinen, Organisationen, Kirchen und sozialen Einrichtungen prägt die Gemeinde und schafft Lebensqualität“, betont Beckenbach.

Diplom-Betriebswirt Kevin Flödl arbeitete nach seinem Studium in Stuttgart, Heidelberg und Mannheim bis 2007 beim Internationalen Bund mit den Schwerpunkten Finanzen und KLR. Seit zehn Jahren ist er bei der Gemeinde Mörlenbach angestellt. Zu seinen Hauptaufgaben gehören dort unter anderem die Einführung der Doppik, Aufstellung der der Jahresrechnungen, die kaufmännische Betriebsleitung des Eigenbetriebs Gemeindewerke und die stellvertretende Geschäftsbereichsleitung Finanzen.

Abtsteinach bietet Flödls Ansicht nach eine gute Ausgangslage, um sich den momentanen Anforderungen sowie die in absehbarer Zukunft auf die Gemeinde zukommenden Herausforderungen stellen zu können. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Sicherstellung der Versorgung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs sowie damit einhergehend die Verstärkung des ÖPNV zur Mobilisierung der Bürger sind für ihn wichtige Punkte.

Der in einer festen Beziehung lebende Kandidat nennt weiterhin die Stärkung und Attraktivierung des Ehrenamts in Vereinen, Institutionen und Politik, die Wiederbelebung des Naherholungstourismus und die gemeinsame Erarbeitung eines Leitbildes, zu dem sich die Gemeinde entwickeln will, als vorrangige Ziele im Falle einer Wahl. Die Bürger sollten sich im Zuge der Umsetzung „stärker an der Entwicklung der Gemeinde beteiligen sollen und können“. Beteiligungsprozesse hätten den Charme, dass sie die Akzeptanz der Änderungen erheblich verbesserten und die Angebote, welche dadurch geschaffen werden, „auch besser angenommen werden“.

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