Viele Aktivitäten des Vereins zur Förderung von umweltverträglicher Landwirtschaft Luna aus Kocherbach im vergangenen Jahr

Der Verein zur Förderung von umweltverträglicher Landwirtschaft aus Kocherbach, Luna, hat in den wenig mehr als zwei Jahren seines Bestehens schon Etliches auf die Beine gestellt. Der zweite Vorsitzende Heinz Trautmann ließ auf der kürzlichen Versammlung das vergangene Vereinsjahr Revue passieren. Demnach konnten 2016 wieder viele Dinge neu angestoßen oder erfolgreich fortgesetzt werden.

Laut Trautmann ist „Luna“ seit vergangenem Jahr eingetragener landwirtschaftlicher Betrieb mit Erlaubnis zur Erzeugung von Futtermitteln. Es gab eine Einmessung der Vereinsflächen und Markierung, die Erhöhung des Baumbestands von 64 auf 80 Obstbäume und den Beginn der ersten Pflegemaßnahmen an den Bäumen. Außerdem wurden fünf Hektar Äcker an die Biobauern Schierenbeck/Mauermann verpachtet.

Trautmann zufolge startete außerdem die Bewirtschaftung der Grünflächen mit den Partnern in einer Größe von sieben Hektar. Die Zusammenarbeit laufe hervorragend. Weiterhin habe eine Einsaat von etwa 250 laufenden Metern Blühstreifen stattgefunden, außerdem der Testanbau von zwei alten Kartoffelsorten auf 200 Metern. Der zweite Vorsitzende sprach in diesem Zusammenhang von einer Einsparung von 100 Tankwagen mit Gülle in einer Größe von 20 Kubikmetern. Dies bedeute eine Million Liter weniger.

Seitens des Vereins stelle man wachsendes Interesse und dadurch verstärktes Verständnis für die Arbeit von Luna in der Öffentlichkeit fest. Es habe erste Bewilligungsbescheide zur Förderung durchs Landwirtschaftsamt gegeben, den Besuch von „biolandwirtschaftlichen Veranstaltungen“, neue Kontakte zu Biolandwirten über die Kreisgrenzen hinaus, erste Pachtzahlungen, aber auch kritikwürdiges Verhalten einiger weniger Landwirte/Pächter nach Auslauf der Pacht, dazu den Verlust von 90 Prozent der neu gesetzten Grenzposten.

Mit Blick auf 2017 nannte Trautmann den Abschluss des Grundschnitts an den Obstbäumen, verbunden mit einem Schnittkurs. Außerdem stehe die Einsaat weiterer Blühstreifen an, der Anbau alter Getreidesorten, der Testanbau von Gemüse auf mittlerweile gesünderen Böden sowie die weitere Regeneration und Steigerung der Artenvielfalt auf den Grünflächen.

Geplant ist außerdem die Zupachtung und nachhaltige Bewirtschaftung von weiteren Flächen, die Umsetzung eines Bauerngartens für den Kindergarten Affolterbach, die Erweiterung der Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen sowie am 8. März die Informationsveranstaltung „Folgen der EU-Landwirtschaftspolitik auf den ländlichen Bereich“. Daneben will Luna daran gehen, das Wissen von erfahrenen Landwirten zu gewinnen.

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