170 Schlachtplatten werden verputzt: Schlachtfest des MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag stößt seit Anfang an auf große Resonanz

Wer zu spät kommt, muss Hunger leiden. Schon seit dem Bau des Sängerheims in den Jahren 2001/2002 führt der MGV Sängerbund sein Schlachtfest durch. Auch 15 Jahre später kann er sich des gewaltigen Appetits der Gäste sicher sein. 170 Schlachtplatten wurden im Verlauf des Abends im Sängerheim geputzt. Dieses Mal hatten die über 15 Helfer aus den Sängerreihen noch mehr knurrende Mägen als sonst zu stopfen. Der Bürgermeister-Wahlkampf brachte es mit sich, dass gleich vier Kandidaten dem Verein ihre Aufwartung machten.

Die Gäste kommen aber nicht nur aus „Ober-„ und „Unter-“, also den beiden Schimmeldewäer Ortsteilen, sondern auch von „weiter“ her. Die Kerngemeinde Wald-Michelbach, Heddesbach und Langenthal sind ebenso Einzugsgebiet für die Liebhaber deftiger Ourewäller Küche. Odenwälder Wurstsuppe, Wellfleisch mit Sauerkraut, Würstchen sowie Schwarze Brüh und Erbsenbrei sind die Bestandteile des reichhaltigen Büffets, an dem sich jeder Gast nach Herzenslust bedienen kann. Wem das zu üppig ist, für den gibt es als „Alternative“, aber ebenso noch fleischlich, Bratwurst mit Sauerkraut.

Für den selbstgemachten Erbsenbrei ist seit Anfang an Adelheid Ehret zuständig. Bei jedem Schlachtfest sind es immer um die zehn Kilo davon, die von ihr zubereitet werden. Zusammen mit Edeltraut Abelshauser und Erna Schmitt bildet sie das Urgestein-Dreigestirn in der Küche, für das kein Handgriff zum Wohl der Gäste zu viel ist. MGV-Vorsitzender Christian Jöst freute sich deshalb nicht nur über den ungebrochenen guten Zuspruch der Gäste, sondern auch über das große ehrenamtliche Engagement aus den Vereinsreihen.

Der Rest des reichhaltigen Essen wurde wie jedes Jahr vom örtlichen Metzger Dingeldein bezogen, der für seine gute Qualität bekannt ist. Um die deftigen Speisen zu genießen, musste man allerdings nicht zwingend im Sängerheim Platz nehmen. Denn da waren gerade zu Beginn die Plätze schnell Mangelware, obwohl das Sängerheim zweistöckig bestuhlt war. Die Gerichte wurden auch über die Straße verkauft.

„Seit Beginn wird das Schlachtfest immer sehr gut angenommen“, freute sich die zweite Vorsitzende Anette Wiegel über die schöne Resonanz auf diesen Start ins prall gefüllte Veranstaltungsjahr des Vereins. Sie war eifrig mit den Getränkewünschen der Besucher beschäftigt, die zum Runterspülen  gerne auf Äppelwoi, Fassbier, dunkles Weizen, aber auch antialkoholische Getränke zurückgegriffen. Ein Willi, ein Wildsau-Tropfen (Himbeer-Geist) oder ein Schokolikör standen für die Abrundung bereit.

Für den MGV Sängerbund geht’s mit den Großveranstaltungen nahtlos weiter. Erst ist der Verein am Theaterwochenende vom 24. bis 26. März im Haus des Gastes zusammen mit Theatergruppe und GV Harmonie Ober-Schönmattenwag beteiligt. Eine Woche später folgt die Ausrichtung des Kreiswertungssingens des Sängerkreises Neckartal am 1. April im Haus des Gastes Schönmattenwag.

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