Eltern hatten viel Interesse an den weiterführenden Schulen in Wald-

Von dem Andrang war man beim Überwald-Gymnasium sehr positiv überrascht: „Viel mehr Besucher als in den vergangenen Jahren“ kamen zum Info-Abend, den das ÜWG gemeinsam mit der benachbarten Eugen-Bachmann-Schule für die Eltern der jetzigen Viertklässler ausrichtete, die kommendes Schuljahr auf die weiterführende Schule wechseln. Auch bei der EBS war man von der Resonanz „sehr angetan“.

Zehn Lehrkräfte aus den verschiedenen Fachbereichen inklusive der Schulleitung standen am ÜWG den Eltern Rede und Antwort. Und die kamen durchaus mit sehr detaillierten Fragen. Da ging es um Aufbau und Organisation des Gymnasiums, aber auch Einzelheiten der verschiedenen Fächer. Wie Schulleiter Reinhard Fahrenholz notierte, wurden etliche Dinge angesprochen, die bei den Terminen in den diversen Grundschulen nicht geklärt werden konnten.

„Ich war den ganzen Abend über beschäftigt, Fragen zu beantworten“, freute sich Fahrenholz über das rege Interesse. Unter anderem war die Sprachenfolge ein Thema. „Wann kommt welche Fremdsprache“, lautete das Interesse, oder: In welcher Klasse startet beim neunjährigen Gymnasium etwa Spanisch.

Weiter wurde der Ablauf der Nachmittagsbetreuung laut Fahrenholz von den Eltern nachgefragt. Hier etwa das Mittagessen und wie in Bezug auf Allergien Rücksicht genommen wird, die Gestaltung der Pausen, die Aufsicht und die Lernwerkstätten. Auch kam zur Sprache, wie die unterschiedlichen Interessen an den Fächern Berücksichtigung finden könnten. Der Musikunterricht stieß in Form von Bläser- und Gesangsklassen ebenfalls auf großes Interesse. Es ging um den theoretischen Anteil daran, wie lange die einzelnen Klassen verpflichtend sind oder welche Anschlussangebote es gibt.

Fahrenholz registrierte mit Freude, dass sich „der Einzugsbereich des ÜWG erweitert“. Das Gymnasium bietet etatmäßig Info-Veranstaltungen an den verschiedenen Grundschulen des Sprengels, deren Schüler in der Regel aufs Wald-Michelbacher Gymnasium gehen. An diesem Abend kamen jedoch auch Eltern aus Birkenau, Zotzenbach, Hirschhorn und sogar Weinheim ans ÜWG, um sich über das Angebot zu informieren.

Der Schulleiter führt das gesteigerte Interesse an der Überwald-Schule unter anderem auf die Rückkehr zu G9 zurück. Das Lernen sei nicht mehr so gedrängt wie unter G8, die Schüler haben keine vollgepackten Stundenpläne und nachmittags somit Zeit für ihre diversen Freizeitaktivitäten in den Vereinen – abseits der Schule. Im Neckartal oder an der Bergstraße dominierten die G8-Gymnasien.

Wenn sich der „Andrang“ an der Eugen-Bachmann-Schule auch immer in einem kleineren Rahmen als am ÜWG bewegt, so war Schulleiter Thomas Wilcke mit der Resonanz dennoch sehr zufrieden. „Der Trend geht halt immer mehr zum Gymnasium“, hat er ausgemacht. Jedoch waren das Interesse und die Fragen der Eltern an der Haupt- und Realschule sehr zielgerichtet, beobachtete er.

Viel Klärungsbedarf gab es zum differenzierten Unterricht. An der EBS werden Haupt- und Realschüler in der fünften und sechsten Klasse „gemeinsam beschult“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Durch eine sogenannte Binnendifferenzierung in den Klassen wird laut Wilcke auf einem unterschiedlichen Niveau, wenn auch themengleich gearbeitet. Das komme in den verschiedenen Hilfestellungen sowie einem differenzierten Anspruchsniveau zum Ausdruck. Einige Arbeiten aus diesen Klassen waren an diesem Abend ausgestellt.

Vorgestellt wurde daneben das Konzept zum Arbeiten mit der Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), das Ganztagsangebot und die Bläserklasse. Hier lautete Wilcke zufolge unter anderem eine Frage, ob dort auch Schlagzeug spielen möglich sei. „Man kann in Mathe auch händisch arbeiten“, wurde nach den Worten des Schulleiters durch den Aufbau der Mathewerkstatt deutlich. Die Unterrichtsmaterialien der Deutsch- und Englisch-Werkstätten wurden ebenfalls in Augenschein genommen.

Wilcke, der zusammen mit seinem Schulleiterteam und drei weiteren Lehrkräften Rede und Antwort stand, ging auch auf die Fördermöglichkeiten bei Dyskalkulie, LRS oder psychischer Beeinträchtigung sowie den Inklusions-Unterricht in all seinen Formen ein. Seinen Worten zufolge kommen die potenziellen EBS-Schüler im Gegensatz zum ÜWG vorrangig aus dem „normalen“ Sprengel mit den Grundschulen in Schönmattenwag, Trösel, Abtsteinach, Wahlen und Wald-Michelbach.

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