Stärkung der Kernbereiche von Wald-Michelbach und Hammelbach als Fixpunkte des gemeindlichen Lebens

Auch das Kümmern um Parkplätze gehört mit zum Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“. Im Rahmen des aktuellen Sprechtags war so ZKÜ-Geschäftsführer Sebastian Schröder in der „Gass“ unterwegs, um sich dort auf Anregung von Anliegern des Themas „Kurzzeitparkplätze“ anzunehmen. „Wir treten hier als Mittler zwischen den Betroffenen und der Gemeindeverwaltung auf“, so Schröder. Dieses Element ist aber nur eines von vielen, die sich seit Aufnahme Wald-Michelbachs und Hammelbachs im Jahr 2008 in dieses Programm hinter dem Begriff verbergen.

Neben der Gründungsberatung zählt auch die Aufnahme des Bedarfs von bestehenden Unternehmen hinzu. Ebenso wie das Leerstands-Management. Hier erfasste Schröder ein durch Geschäftsaufgabe neu zur Verfügung stehendes Objekt in der Ludwigstraße. Das wird dann auf die entsprechende Unterseite der ueberwald.eu-Homepage eingepflegt, wo Immobilien aus den Kernbereichen von Wald-Michelbach und Hammelbach gelistet sind. Auf der Webseite gibt es weiterhin Infos zu Maßnahmen, die im Rahmen der „Aktiven Kernbereiche“ durchgeführt werden.

Wie Schröder sagte, gehen auch außerhalb der Sprechtage immer wieder Anfragen ein, wie sich der Kontakt von Eigentümer zu Interessenten herstellen lasse. Natürlich kümmert sich die ZKÜ daneben ebenfalls um Leerstände außerhalb dieses Gebiets. So habe er gerade einen zur Verfügung stehenden Geschäftsraum in Affolterbach zusätzlich aufgenommen.

Für die Objekte in den Zentren von Wald-Michelbach und Hammelbach stellt die ZKÜ die Verbindung mit der Nassauischen Heimstätte her, die das Programm inhaltlich begleitet. Die Zukunftsoffensive firmiere dabei als Schnittstelle zu den Bürgern. Da kann dann darum gehen, welche Zuschüsse für eine Fassadenrenovierung oder Schaufenster-Neugestaltung zu erhalten sind. Oder die Umsetzung von Bürger-Ideen, wie Park- und öffentliche Plätze gestaltet werden können. Realisierte Beispiele seien Hofwiese oder Steingarten.

Ein weiteres Segment der ZKÜ ist laut Schröder die Gründerberatung, die nicht nur auf die Aktiven Kernbereiche beschränkt ist. „Wir helfen ihnen, ihre Ideen umzusetzen“, sagt er, und stehe dann in der Anfangsphase zur Seite. Nicht jede Existenzgründung sei allerdings von Erfolg gekrönt. „Eine gute Hand voll“ Gewerbeimmobilien suche derzeit in Wald-Michelbachs Zentrum einen Nachmieter, weiß der ZKÜ-Geschäftsführer. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Gemeinde das eine oder andere Objekte selbst kaufe, um selbst die Entwicklung der Ortsmitte nach eigenen Ideen voranzutreiben.

Im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche“ ergaben sich seit Aufnahme Wald-Michelbachs und Hammelbachs viele Vorteile für die Entwicklung der Zentren beider Orte. Wichtige Projekte und Maßnahmen konnten wurden bereits umgesetzt, um die Gemeindezentren „als multifunktionale Orte des öffentlichen Lebens, des Wohnens, des Einzelhandels, des Handwerks, der Gastronomie und der Kultur zu reaktivieren und zu stabilisieren“.

Durch das Impulsförderprogramm werden Sanierungsmaßnahmen privater Eigentümer im Freiraum und am Gebäude gefördert. Für private Haus- und Wohnungseigentümer steht Claudia Felske als Ansprechpartnerin für eine Energie- und Bauberatung zur Verfügung. Mit dem Citymanagement ist ein weiteres Beratungs- und Umsetzungsangebot hinzugekommen. Existenzgründer, Vermieter von gewerblichen Räumen sowie Gewerbetreibende erhalten bei der ZKÜ Unterstützung bei der Entwicklung und Realisierung von Ideen, die auf die Aufwertung der zentralörtlichen Bereiche in beiden Orten abzielen.

Das jüngste Förderprogramm der integrierten Stadtentwicklung, „Aktive Kernbereiche in Hessen“, wurde im April 2008 als Bund-Länder-Förderprogramm durch das hessische Wirtschaftsministerium initiiert. Hammelbach und Wald-Michelbach wurden als Pilotstandort einer interkommunalen Kooperation aufgenommen. Ziel des Förderprogramms ist die Stärkung der Kernbereiche als multifunktionale Kulminationspunkte des gemeindlichen Lebens – als attraktive Orte des Wohnens, Arbeitens, der Kultur und Freizeitgestaltung sowie für Tourismus.

Im September 2009 wurde die Nassauische Heimstätte mit der Marke NH ProjektStadt von den beiden Gemeinden beauftragt, ein jeweils ein eigenständiges Integriertes Handlungskonzept für die Kernbereiche zu erarbeiten und danach die Projektsteuerung zu übernehmen.

Info: http://www.ueberwald.eu

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